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Fringe Artikel Fringe ist eine Mystery-Crime Mischung von Warner Bros., in der die FBI Agentin Olivia Dunham (Anna Torv) mit dem früher brillianten, jetzt durch einen langen Aufenthalt in einer Nervenklinik gestörten Dr. Walter Bishop (John Noble), und seinem in windige Geschäfte verwickelten Sohn Peter (Joshua Jackson) besonderen Vorkommnissen auf der Erde nachgeht, die “Das Schema” genannt werden.

Du meine Güte, ich hatte Fringe bereits im März 2009 vorgestellt. Und dieser Artikel, beschreibt für den Einstieg schon sehr gut, was man wissen muss ohne zu viel zu spoilern. Wie es so kommt, hatte ich damals die Serie unerwartet ins Herz geschlossen und konnte fast bis zum Ende der ersten Staffel dran bleiben. Ich verpasste das Serienfinale urlaubsbedingt und wollte daher die DVD Boxen später nachkaufen, wenn sie billig sind. Damals kostete Staffel 1 von Fringe noch 39,90 € heute ist sie teils für 10 – 13 Euro zu haben. Die zweite Staffel ist ebenfalls manchmal sehr weit herunter gesetzt. Die dritte Staffel ist noch teuer und die vierte ist zu diesem Zeitpunkt erst im amerikanischen Fernsehen zu sehen.

Es war genug Zeit vergangen, damit ich einen erneuten relativ objektiven Blick auf die Serie werfen konnte. Diesmal fand ich die ersten Folgen etwas schleppender, es ist aber sehr gut möglich, dass ich mich noch zu sehr an die Geschichte erinnern konnte. Dann, ab Folge 10 oder 11, nahm die Sache für mich deutlich Fahrt auf und lieferte nach dem Finale von Staffel 1 ein echtes Feuerwerk in Staffel 2. Ich sage bewusst nicht mehr dazu als nötig, weil ihr euch die Staffeln einfach holen solltet.

In Staffel 2 löst sich Fringe noch einmal deutlich vom naheliegenden Akte X Vergleich, stattdessen nähert man sich einer anderen Serie an, die mit “H” beginnt und über die ich hier auch viel Gutes geschrieben habe. Die Episoden bauen immer mehr aufeinander auf, jeder Fall steht im großen Zusammenhang und es gibt einige wirklich überraschende Wendungen in der Story. Die Drehbuch Autoren sind manchmal grausam hart und schrecken nicht vor Opfern zurück. Den großen Kribbler am Ende der zweiten Staffel konnte ich zwar leider vorhersehen, das ändert jedoch gar nichts daran – nein es ist der Grund dafür, dass ich mich seitdem immer wieder auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit für Staffel 3 herumtrolle.

Eine Sache gefällt mir weiterhin sehr gut an Fringe, die Produzenten scherzen immer wieder über sich selbst. Genial war das 80′s Intro, als in einer Episode viel zu der Vergangenheit von Walter und Peter Bishop erzählt wurde.

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Game of ThronesWer schon sehnsüchtig darauf wartet Game of Thrones in deutscher Sprache legal und ohne Pay TV zu sehen, der weiß jetzt zumindest wann das möglich ist. Am 30. März 2012, so steht es auch schon bei Amazon.de, werden die Bluray und DVD Boxen der ersten Staffel erhältlich sein. Ich habe euch das Livepaper von Warner mal zur Anschauung eingestellt. Klickt auf das Bild zur Vergrößerung.

Game of Thrones Bluray DVD Warner Livepaper

Quelle: Warner Bros. - Game of Thrones Bluray DVD Warner Livepaper (Klick zum Vergrößern)

Ich freue mich, dass Game of Thrones neben vielen Nominierungen bereits mit 2 Emmys ausgezeichnet wurde (Title und Nebendarsteller Peter Dinklage für Tyrion) und, dass die Serie für 2 Golden Globes nominiert ist (Drama Serie und erneut Nebendarsteller/Tyrion). Die Sammlung wird mit der zweiten Staffel hoffentlich noch ausgebaut. Eigentlich kann man bei Game of Thrones ja nur von Hauptdarstellern oder nur Nebendarstellern sprechen.

Die Bücher werden in der deutschen Übersetzung übrigens auch fleißig weiter übersetzt. Das Lied von Eis und Feuer 7: Zeit der Krähen ist seit kurzer Zeit erhältlich. Band 8 und 9 erscheinen im März und im Mai 2012.

StaffelEins Artikel Die SopranosMein Review der letzten beiden Sopranos Staffeln fehlt noch. Es ist nun schon ein paar Monate her, seitdem ich die Serie komplett geschaut hatte. Ich glaube der Grund dafür, dass ich mich nicht schneller begeistern konnte diesen Artikel zu schreiben, liegt darin, dass ich doch ein wenig enttäuscht von dem Ende war. Ich möchte damit nichts gegen die letzten Minuten der Serie sagen, die ein gewöhnungsbedürftiges Ende bereit halten, aber kein Schlechtes.

Für mich geht es um die gesamte Entwicklung der Geschichte der letzten beiden Staffeln. Was ich hier als Enttäuschung beschreibe, soll aber auch nicht bedeuten, dass ich die Serie insgesamt enttäuschend fand. Sie hat für mich von einem sehr hohen Unterhaltungswert bis zum Ende von Staffel 3 stetig etwas abgenommen und sich auf einem knapp überdurchschnittlichen Wert in Staffel 6 verabschiedet.

Warum? Vor allem, weil Tony Sopranos Mitstreiter und Gegner – meistens erfüllten sie ja beide Kategorien in einer Person – immer weiter ausdünnen. Für einen ausführlichen Charakteraufbau neuer Figuren bleibt später wenig Zeit, deshalb spitzt sich alles noch mehr auf Tony zu. Und die typischen Probleme verändern sich nicht, die bekannten Probleme verstärken sich. Das tat der Spannung am Ende nicht mehr gut. Ich hatte das Gefühl: später besteht 70% der Spielzeit darin, dass man einer kaputten Familie beim Streit um Alltagsprobleme zuschaut, oder es ging um die Probleme, die einem schon längst aus vorigen Staffeln bekannt waren. Das hat mich ehrlich genervt, denn ich hätte mir auch Frauentausch dafür anschauen können.

Die Story um Vito, der als schwul enttarnt wird und sich auf die Flucht begibt, fand ich gut gestartet, aber stumpfsinnig zu Ende gebracht. Bei Feech gefiel mir der Schachzug in Staffel 5, aber der Fall Tony Blundetto, sowie der Krieg gegen Phil Leotardo waren für mich einfach nicht mehr so spannend, vorhersehbar halt – das war nur noch zweite Wahl. Die Rosinen waren mit Adrianas FBI Auflösung gepickt.

Um es kurz zusammen zu fassen, die Serie steuerte in tausend spannende Richtungen, die dann egal wurden und die einzige konstante Richtung hat mich zuviel mit Belanglosigkeit genervt. Bei aller Liebe für das tolle Setting und grandiose Darsteller. Die hochkarätige Serie hatte für mich leider nur ein einigermaßen ordentliches Schlusswort. Viele verstörende und wunderbare Szenen begleiten einen dorthin. Der YouTube Fundus ist groß, einen festen Platz in den Herzen der Serien Fans werden die Sopranos immer behalten.

StaffelEins SonderartikelDie Fundgrube im Blog “Der Plakateur” ist einfach fantastisch. Für Filmfreunde mehr, als für Serienfreunde. Es geht in dem Blog zum Glück nicht nur darum ein Filmplakat nach dem anderen vorzuführen und sich dann über den Film auszulassen. Vielmehr wird auf lustige Details eingegangen, wie zum Beispiel die absurd häufige Verwendung eines bestimmten Paars nackter Frauenbeine samt Hinterteil, weil dieses Motiv mehrmals von iStockphoto erworben und angepasst wurde.

Natürlich finden sich auch wiederkehrende männliche Hosenbeine, die zumindest vor wechselnden leicht bekleideten Frauengruppen in Verbindung mit dem Titelanteil “Massacre” auftauchen. Ein Highlight war auch die Messung bis zu welchem Winkel sich Unterschenkel von verschiedenen Darstellerinnen auf Filmplakaten anheben. Und was für ein Typ sind Sie? Rechts- oder Linksheberin?

Aber auch wiederkehrende Elemente, wie große Zahlen werden gegenüber gestellt.

Seit September wurden zwei Übersichten zu Plakaten von Fernsehserien erstellt, durch die ich das Blog erst gefunden habe. Der zweite Teil enthält Plakate neuer Staffeln von alten Serien. Der erste Teil beschäftigt sich mit den ersten Staffeln neuer Serien. Es lohnt sich das Blog ruhig bis ins Jahr 2010 durchzublättern.

Game of ThronesIch habe an dieser Stelle im August eine Vorschau für Game of Thrones verfasst. Zweifellos eine der meist beachteten neuen Serien in diesem Jahr, die ab dem 02.11.2011 auf TNT Serie immer mittwochs ab 20:15 Uhr in deutscher Sprache zu sehen ist.

Mittlerweile habe ich die ersten beiden deutschen Bände der Bücher von R.R. Martin gelesen, die als Vorlage für die Serie dienten und in der ein seit hunderten Jahren vereintes Königreich unter internem Druck aus Ränkespielen und Mangels einer akuten gemeinsamen äußeren Bedrohung langsam zerbricht. Die erste Staffel der Serie habe ich inzwischen in englischer Sprache geschaut.

Bücher und Serie bieten bis zu diesem Stand erstklassige Unterhaltung und ich empfehle jedem, sich nach Möglichkeit die Episoden anzuschauen und zusätzlich die Buchvorlagen zu lesen. Wer sicher gehen möchte, dem nenne ich hier die Links von Die Herren von Winterfell und Die Erben von Winterfell, um sich die richtigen Cover einzuprägen. Im Gegensatz zum Titel der Serie hat die Buchreihe den Namen “Das Lied von Eis und Feuer”.

Was kann ich den Leuten sagen, die die Bücher schon kennen? – Die Serie wird Euch nicht enttäuschen!

Angefangen bei der Auswahl der Schauspieler: Sie ist erstklassig. Gut, ich wusste vor dem Lesen, dass Sean Bean, der Boromir in Herr der Ringe spielt, die Rolle von Eddard Stark hat. Das Gesicht war in meiner Fantasie deshalb schon vergeben. Doch auch die vielen anderen Charaktere sind sehr gut ausgewählt worden. Die Besetzung von Tyrion, Tywin, Jaime, Joffrey und Cersei Lennister, sowie Robb Stark, die Mormonts, Samwell Tarly, Kleinfinger und Viserys und Daenerys Targyaren entsprachen extrem meiner Vorstellung.

Nicht ganz dagegen habe ich mir Catelyn, Arya, Bran oder Theon Graufreund so vorgestellt. Das ändert aber nichts daran, dass der Cast hervorragend ist und die Rollen passend zu den Gesichtern sind.

Desweiteren ist die Umsetzung äußerst nah am Buch. Die Drehbuchautoren haben die Dialoge nicht umgekrempelt, sondern in vielen Fällen exakte längere Texte des Buches übernommen. An anderen Stellen verhält man sich geschickt, weil manche Dinge, die in den Büchern nur gedacht oder “erzählt”, aber nicht ausgesprochen wurden, dem Zuschauer durch nahtlos eingefügte Sonderszenen erklärt werden. Ein Beispiel dafür ist Tyrions Trinkspiel mit Bronn und Shae, die von Sibel Kekilli gespielt wird.

Die Kulissen sind immer stimmungsvoll. Nur bei den Außenaufnahmen war ich in einigen seltenen Fällen etwas entäuscht. Hohenehr spielt fast nur drinnen, Vaes Dothrak und das Khalasar werden nicht in dieser unglaublichen Weite und Macht gezeigt, die in den Büchern beschrieben werden. Die größte Enttäuschung und vielleicht gleichzeitig der größte Eingriff in die Originalgeschichte geschieht bei der Schlacht der Lennisters gegen Boltons Männer, weil Tyrion nicht kämpft und die Befreiung von Schnellwasser wird quasi übergangen. Leider musste anscheinend bei größeren Schlachten und Statisten Armeen trotz großem Budget gespart werden, so, wie auch die komplette Person des “Schwarzfisch” entfällt. Ich muss nur letztlich den Produzenten beistehen. Das ist alles insgesamt mehr als verzeihlich.

Imposant ist der Norden mit der Mauer und die Straßen von Königsmund. Der Einsatz von verhältnismäßig wenig Computereffekten zeigt um so mehr die Liebe fürs Detail, die man bei Rüstungen, Schwertern und sogar Accessoires, wie Siegeln und Broschen bewiesen hat – hätte ich nach dem 2 Minuten langen, voll animierten Vorspann nicht gedacht. Abschließend wird Game of Thrones von einem tollen Soundtrack abgerundet, der sich vor keinem anderen Fantasy Epos verstecken muss. Im Intro bekommt man einen Vorgeschmack:

Hier geht es zum ersten Artikel mit der Vorschau zu der Serie.

Wer die bierernste Serie mal aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen möchte, kann sich die wirklich gut gezeichneten Parodien von Foolhardy / seanzoz auf YouTube anschauen. Für Kenner der Bücher und der Serie teilweise wirklich lustig gemacht:

StaffelEins Artikel GrimmsbergIch gehörte gestern zu den Vertriebenen im ProSieben Abendprogramm. Zwischen den Simpsons Halloween Specials waren die eingeschobenen Folgen der ProSieben Eigenproduktion Grimmsberg einfach nicht zu ertragen. Ich hielt bis zur dritten der Grimmsberg Folgen durch, die nur jeweils 5-8 Minuten lang sind und die man sich unter dem vorgenannten Link in voller Länge und in 3D auf der ProSieben Website anschauen kann. Das lag aber hauptsächlich daran, dass Grimmsberg einen gigantischen Stimmungsbruch zwischen den Simpsons Episoden erzeugte und man in diesen losen Versatzstücken keine Chance hatte, die Serie mal ernst zu nehmen. Aber auch anders herum musste man sich durch Grimmsberg wieder auf jede einzelne Simpsons Folge einstellen, ohne richtig herein zu kommen.

Ein ausgiebiger Grimmsberg Block nach den Simpsons, hätte mich beide Programminhalte vermutlich durchgängig schauen lassen.

Heute sah ich mir alle sieben Grimmsberg Folgen online an, und ich muss feststellen, dass die Serie eigentlich nicht so schlecht ist und zumindest ab Folge 5 halbwegs erträglich wird. Hauptfigur Tom ist eine Art Kind zwischen zwei Welten, mit seiner Geburt wurde ein Tor zu einer Fantasy Welt geöffnet, durch die andere magische Wesen herüber wechseln können. Seine Schwester wird in diese Welt entführt und er will sie retten. Bei seiner Suche beginnt er seine eigene Rolle erst zu verstehen.

Ich behaupte, man hätte einfach ab Folge 5 starten und den anderen Quatsch vorher rauslassen können. Die Vorgeschichte ist so wirr und zerstückelt, dass man dadurch wirklich keinen Blumentopf gewinnt. Folge 6 fand ich sogar vom Schnitt und den Dialogen her gut und ich konnte ehrlich über ein oder zwei gut platzierte Szenen lachen, als Hauptfigur Tom sich z.B. aus seinem Traum befreit.

Mir gefällt die Farbgebung der Serie, die Lichteffekte sind in dieser radikalen Art für mich neu, obwohl die Hintergründe immer mal billig wirken. Es steckt eine richtig stimmungsvolle Note in diesem Ozean aus blendendem Licht und den diabolischen Schatten, die auf der anderen Seite erzeugt werden. Handwerklich wurde zweifellos aus einer dürftigen Ausstattung bei Kulissen und Kostümen viel in der Nachbearbeitung heraus geholt.

Unter den Darstellern gefielen mir die Hauptfigur Tom (Patrick Mölleken), und auch David (Aaron Keller) und Sina (Kiara Brunken) hatten ein paar gute Momente, allerdings glaube ich, dass sich alle beim Einsatz ihrer Stimmen weiter entwickeln müssen. Dadurch nimmt man ihnen die ein oder andere Stimmung die sie spielen nicht ab. Das galt besonders für  Tamara (Lili Zahavi). Als verängstigte Schwester war sie okay, als besessene Hexe zwar mit gutem Make-up versehen und toll ausgeleuchtet, aber zu schrill. In diesem Sinne wünsche ich ProSieben Durchhaltevermögen, aber auch ein wenig mehr Selbstironie für Grimmsberg:

StaffelEins Artikel BorgiaDa es zeitlich passte, konnte ich mir bisher alle drei Teile der Serie Borgia beim ZDF anschauen und ich werde wahrscheinlich auch die weiteren drei Teile in der nächsten Woche sehen. Die Qualität ist für mich beeindruckend und wesentlich höher als erwartet. Die Quoten blieben bisher relativ gut. (im Schnitt 5,50 Millionen Zuschauer und knapp 17% Marktanteil)

Erzählt wird aus dem Leben der Familie des Papstes Alexander VI., und im Fokus stehen politische Ränkespiele, die für meinen Geschmack sehr gut nachvollziehbar auf den Punkt gebracht werden, ohne dass man in dem Gewirr aus Familiennamen und Gesichtern allein gelassen wird. Es erhöht eindeutig den Spaß, wenn man Italiens Regionen geographisch einordnen kann und sich vielleicht schon allgemein einmal mit der Zeit der “Entdeckungen” von Christoph Kolumbus beschäftigt hat, aber es ist kein Muss.

Das Marketing hat die Trumpfkarte “Sex” in der Serie geschickt gespielt, freudig wurde das Thema gleich mehrmals von der BILD aufgenommen, doch allgemein kann die Kirche, verglichen mit anderen Serien, hier mal locker im Dorf gelassen werden.

Borgia Screen

Viel überraschender und mutiger ist bei Borgia, wie heftig dem Zuschauer klar gemacht wird, dass die obersten Kirchenvertreter seit Jahrhunderten ihre Ämter nur als Instrumente für die Durchsetzung von Eitelkeiten und Machtansprüchen nutzten. Es gibt hier keinen “Guten”, schon gar nicht den Papst, und nur wenige zeigen sich ab und zu gütig. Die Papstwahlen waren die wohl ungepflegteste Angelegenheit, die man sich unter Kirchenleuten vostellen kann und die Missionierungsaufträge für neu entdeckte Gebiete wurden vom Oberhaupt ausgesprochen, wie heutige Zielvorgaben von Bankenchefs gegenüber ihrem Management.

Auch eine solche Version der Geschichte ist nur die Folge der künstlerischen Freiheit in der Produktion. So eine Version klingt für mich lebensechter, als die vielen romantischen Gutmensch Geschichten. Ich will diesen Bruch aber nicht zu schön reden. Ich denke jetzt nicht, dass alle Menschen dieser Zeit solche leicht käuflichen Halsabschneider waren, denn das sind auch heute nicht alle Menschen.

Wir bekommen mit Borgia den richtigen Denkanstoß. Die Hierarchie der Kirche fußt bis heute teilweise auf diesen damaligen kruden Machtspielen und diktiert vielen Gesellschaften auf dieser Welt noch eine Reihe alter Regeln und Ängste, von denen wir uns in Deutschland zu großen Teilen abgewendet haben. Das was gepredigt wird, sorgt bei Befolgung für Ruhe und Stabilität in der Gesellschaft. Die andere Seite ist, dass die Prediger für sich alle Menschen mit eigenen Ansichten sind und ihr System oftmals mit menschlichem Wahnsinn verteidigen. Die Eitelkeit der Borgia, das ist die Eitelkeit heutiger Kardinäle und Päpste.

Mehr zu den Charakteren der Serie. (Achtung, teilweise Spoiler)

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ROME

Ich mache es kurz, die “Rome” Superbox bekommt nach Auslosung bei random.org – Uwe Taechl. Herzlichen Glückwunsch, Uwe!

Danke an alle Teilnehmer, die diesem Blog in den letzten Wochen ihre Aufmerksamkeit gewidmet haben. Wenn ich den nächsten Schwung Serien bestelle, werde ich bestimmt auch mal wieder das ein oder andere aussortieren und unter euch verteilen. Bis dahin müsst ihr euch für die herbstlichen Tage leider etwas eigenes zulegen.

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StaffelEins Artikel ROMEIch hatte gerade ein ziemliches “Oh My God”-Erlebnis, als ich feststellte, dass ich bis heute nicht über die vor Ewigkeiten von mir gesichtete Serie Rome bzw Rom berichtet habe. Da ich mir wieder 3 neue erste Staffeln bestellt habe (Hung, The Wire, Fringe) wollte ich eigentlich nur schauen, wie ich mal mein Regal aufgeräumt bekomme. Ich hatte mir gedacht, ich könnte die Rome Box aussortieren und hier einfach verlosen, wenn jemand per Kommentar, Twitter Direknachricht oder Mail (siehe Impressum) Interesse anmeldet.

Eigentlich wollte ich dann nur auf den Rome Artikel verlinken und gut ist, aber nun muss ich der Box wenigstens hier noch ein paar Zeilen widmen, weil die Serie wirklich gut ist und im deutschen Fernsehen regelmäßig wieder auftaucht. In Deutschland lief Rome im Free TV zuerst bei RTL2, es handelt sich – mal wieder – um eine HBO Serie, aber in Kooperation mit der BBC.

Ich dachte im ersten Moment, das es echt cool ist, dass die Story mal in Europa spielt und vor allem, dass hier nicht so sehr die Ruhm und Ehre Romantik gepflegt wird, die ich so mancher öffentlich-rechtlicher Doku zur Last legen muss. Es geht in der Story zwar zu einem großen Teil um die Sicht zweier römischer Legionäre, und die Treue zu ihren Anführern und ihrer Einheit ist ein zentraler Bestandteil der Entwicklungen, aber auf die mit Menschenverstand anrüchige Art und Weise. Die Ehre jedes Einzelnen wird nämlich auf harte Proben gestellt und von Befehlshabern ausgenutzt, wo sie nur können. Ich zitiere da gern noch einmal aus einer anderen italienisch angehauchten Story, weil es so gut passt: “Gerade als ich dachte ich bin raus, ziehen sie mich wieder rein.”

Parallel bekommen wir Einblick in die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Diktators Gaius Iulius Caesars, der im komplizierten Ränkespiel römischer Adelsfamilien seinen Führungsanspruch halten muss, nicht selten bedroht oder mindestens stark beeinflusst durch die Eitelkeit der Frauen und Kinder in der eigenen Familie.

Rom Superbox

Meldet euch einfach für die Rom Superbox

Ansonsten gibt es hochklassiges teils nicht jugendfreies Beiwerk im Sinne von Gewalt und rauhen Sitten des alten Roms, viel Sex (ja es wurde viel um die Jugendfreigabe gestritten), beeindruckende Kulissen und Kostüme. Drehbuchautoren von den Sopranos, Six Feet Under, Desperate Housewives und anderen Serien sorgten für stimmungsvolle Momente. Ein HBO Mitarbeiter gab später zu, dass man Rome zu früh abgesetzt habe. So habe man die Quoten der Serie nicht für stark genug gehalten, um ohne die auslaufenden Sopranos würdige Marktanteile zu erzielen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die zweite Staffel durchaus auch ohne die Sopranos als Zugpferd stabile Zuschauerzahlen erreichte. Die Serie war jedoch schon abbestellt, die Verträge gekündigt und große Teile vom Set sind dann auch noch abgebrannt. Schade, denn seine Beschreibung der bis Staffel 5 geplanten Geschichte hätte bestimmt viel Potential gehabt.

Man kann bedenkenlos zugreifen, denn die Geschichte wurde auch unter diesen Voraussetzungen zu einem würdevollen Ende geführt. Also meldet euch, wie oben beschrieben, per Mail, Kommentar, Twitter DM, um an der Verlosung meiner Box teilzunehmen, die sich in sehr gutem Zustand befindet. Ich muss dazu sagen, dass die Box FSK 18 ist und deshalb dürfen sich natürlich nur Volljährige melden. Ich glaube, wenn ich das bis zum 15.10.2011 laufen lasse ist das fair.

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StaffelEins Artikel Die SopranosSerien über Polizeiarbeit gibt es wie Sand am Meer. Serien aus Sicht der Verbrecher gibt es dagegen eher wenig. Mafia-Serien lassen sich seltsamerweise fast an einer Hand abzählen, obwohl uns eine enorme Palette an Mafiafilmen zur Verfügung steht. “Der Pate” von Francis Ford Coppola wird mit seinen drei Teilen weiterhin als der Meilenstein schlechthin in den Film-Geschichtsbüchern auftauchen. Die Sopranos (HBO) konnten sich diesen Platz im Bereich der Fernsehserien erfolgreich sichern. Die letzte von sechs Staffeln wurde 2007 produziert. Die DVD Boxen sind weiterhin sehr gefragt.

In Deutschland liefen “Die Sopranos” auf dem ZDF zu einem späten Zeitpunkt und mit miesen Quoten. Für mich war das immer ein guter Grund, sie zur Sammlung “Superbox unbedingt irgendwann zu einem Schnäppchenpreis ergattern” hinzuzufügen. Ab einem Preis von 70-80 Euro, kann man schon zugreifen.

Mit vier Staffeln bin ich jetzt durch. Insgesamt hat die Serie 6 Staffeln, die letzte bekam gut doppelt so viele Episoden spendiert. Hätte ich einen Schieberegler, würde ich die Sopranos fast mittig zwischen traurig und komisch setzen, aber doch mit einem Tick mehr zu komisch. Bisher drückte bei mir zumindest fast nichts auf die Tränendrüse, wie (ich gebe es in dem Fall gern zu), das ein oder andere mal bei Six Feet Under. Ich schaute die Sopranos mehr mit einer Mischung aus innerlicher Abwehr – auf die Art, dass man das brutale und häufig sinnlose Verhalten mit Abscheu aufnimmt, aber im selben Zug nicht richtig ernst nimmt, obwohl man weiß, dass genau solche Dinge vorkommen. In meinem Auslandssemester in Palermo auf Sizilien konnte ich ein paar dieser sinnlosen Dinge im Stadtbild und im Verhalten der Bewohner in Erahrung bringen.

Andererseits sucht man innerlich auch nach Vergebung für die Hauptfiguren, allen voran Tony Soprano (James Gandolfini), der durch Besuche bei seiner Psychologin Dr. Jennifer Melfi (Lorraine Bracco) immerhin sein Leben aufs Spiel setzt, um sich helfen zu lassen. Schließlich sind fast alle Mitglieder irgendwie in ihre Rolle und die damit verbundenen Pflichten und Hierarchien geboren worden. Diese, in der Serie aktuell mächtige Generation von Mafia Zöglingen versucht eine entscheidende Sache zu ändern: Fast alle Mütter und Väter versuchen ihre Kinder aus ihrem Lebenstil und der Gefahr, der sie ausgesetzt sind, heraus zu halten. Auffällig ist dabei, dass die zwangsweise Rekrutierung von jungen Anwärtern außerhalb der Familien viele Probleme mit sich bringt. Da sie aufgrund nicht vorhandener familiärer Bindungen weit weniger verschont werden und ohne Anleitung von erfahrenen Mitgliedern reichen oft schon kleine Fehler, um sie verschwinden zu lassen. Der Nachwuchs an “guten Leuten” versiegt somit zusehends. Brilliant sind bei den Sopranos die Dialoge und – hört genau hin – die Pausen.

Ein Pluspunkt für die Serie ist, dass wegen dieser ganzen unvermeidbaren Fehler und Familienangelegenheiten nie Ruhe einkehren kann. Ruhe, die sich die Bosse eigentlich wünschen. Die beste Folge der ersten vier Staffeln war für mich die Nr. 37 oder auch Staffel 3 / Episode 11 mit dem Namen Verschollen im Schnee / Pine Barrens. Christopher und Pauli müssen einen Auftrag wegen Krankheitsvertretung von Silvio übernehmen. Bei der Geldübergabe mit einem Mitglied der russischen Mafia gibt es einen Streit, durch den Tony Soprano als Vorgesetzter der drei in große Schwierigkeiten kommt.  Leider wird genau dieser Strang, den ich äußerst interessant fand, danach bis zur vierten Staffel nicht mehr richtig aufgegriffen. Die vierte Staffel wirkte auf mich generell etwas zu sprunghaft. Nach der ersten Szene in Staffel 4 schaute ich erstmal in der Box nach, ob ich versehentlich eine DVD übersprungen hatte.

Auf die letzten beiden Staffeln freue ich mich, die Serie ist klasse, vor allem weil sie schräg ist und gute Dialoge hat. Aber ich kann ihr auch nicht den Status meiner absoluten Lieblingsserien verpassen.

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