StaffelEins CalifornicationDavid Duchovny hat als Darsteller in der Serie Akte X knapp 10 Jahre lang große Erfolge gefeiert. FBI Agent Fox Mulder zu spielen war womöglich für ein paar Jahre die meistverehrte Schauspielrolle, die man im internationalen Geschäft finden konnte. 174 Folgen wurden abgedreht, in denen Duchovny jedoch gegen Ende immer seltener auftrat – er wechselte nämlich langsam die Seiten und schrieb 8 Drehbücher selbst.

Abseits davon gelang es ihm in Spielfilmen jedoch nicht, sonderlich viel Ruhm zu ernten. So produziert er nun Californication und spielt selbst die Hauptrolle Hank Moody. Gut ich mag das Album der Red Hot Chili Peppers und die Serie passt mehr dazu, als zum deutschen Werbeanhängsel. Woher der Spruch “Sex and the City für Männer” genau herkam, weiß ich nicht. Anscheinend stammt er jedoch nicht von einem Kritiker, da er dafür in zu vielen Medien nachgeplaudert wurde – Bild und Welt werden sich also nun doch zunehmend ähnlicher? ;-)

Screen Californication

Macht man sich jedoch auf die Suche nach Parallelen zu Sex and the City, kommt man bei Californication meiner Meinung nach nicht weit. Zumindest nach vier Folgen ist klar: Hier geht es durchgängig um einen einzigen richtigen Hauptcharakter. Zudem geht es nicht um Mode, Einrichtung und Up-to-date mit dem Lifestyle sein, sondern eher dagegen, indem man vergangenen Zeiten nachhängt.

Immerhin, es geht wohl um Beziehungen zu verschiedenen Frauen. Gegen den Vergleich mit SatC spricht nun wiederum, das Hank von Anfang an weiß, wer seine Miss Right ist (seine Ex-Freundin) und das ansonsten viel mehr gesellschaftliche Missstände angeprangert werden, statt eine der vielen Vogue oder Manolo Blahnik Marken Vergötterungen zu betreiben. Witzig spielt Duchovny den auf hohem Niveau jammernden Midlife geplagten Moody schon. Die weiteren Folgen am “Unmoralischen Montag” bei RTL2 werden zeigen, ob die Sache sich sinnvoll tragen kann.

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