StaffelEins Pushing DaisiesEs ist einer dieser Tage, an denen man sich etwas vorgenommen hat. Nämlich endlich den Eintrag zu dem enttäuschenden Blood Ties zu schreiben. Nach der Arbeit haut man sich jedoch auf die Couch und versucht sich alternativ von Desperate Housewives umstimmen zu lassen, doch die vierte Staffel macht einen gequälten Eindruck.

Fast hatte ich mich schon entschieden am Rechner Platz zu nehmen, doch dann startet das von mir bisher völlig liegen gelassene Pushing Daisies – und in den ersten Sekunden des Vorspanns zuckt mir der Name Tim Burton durchs Hirn. Wohlig erinnere ich mich an Filmtitel wie, Edward mit den Scherenhänden, Nightmare Before Christmas oder Big Fish, die meiner Meinung nach außergewöhnliche cineastische Machwerke sind.

Ein kurzer Abriss der Story, Kuchenbäcker Ned kann nichts dagegen tun, dass lebende Wesen nach einer Berührung von ihm tot sind und tote Wesen unverzüglich ins Leben zurückkehren. Hält eine Erweckung länger als 60 Sekunden an, ohne das er das Objekt wieder “aus tickt”, fordert das Schicksal ein Gleichgewicht und tötet etwas anderes. Daher kann er nicht unentwegt wiederbeleben. Chuck ist die (weibliche) Freundin von Ned, er hat sie am Anfang der Staffel wohl erweckt und kann sie seitdem aus gutem Grund nicht nochmals berühren, dann wäre sie für immer verloren.

Screen Pushing Daisies

Die einzige weitere Person, die von Neds Fähigkeit weiß, ist Detektiv Emerson. Er verdient gemeinsam mit Ned daran, das man Mordopfer kurz wiederbelebt und nach ihrem Mörder fragt, danach legt man sie erneut schlafen. Die Belohnung zur Ergreifung des Täters wird kassiert. Bewegend trägt eine Erzählstimme die Story fort, die mich von der Tonlage her an die Fabelhafte Welt der Amelie erinnert – und auch auf die Gedanken von Neds Hund oder einer Brieftaube eingeht, die den Namen der vierten Folge bestimmt hat.

Die kurze Recherche im Netz bringt mir den Namen Bryan Fuller auf den Schirm – kein Burton – sondern ein talentierter Newcomer mit Referenzen aus Star Trek Voyager und Heroes, der – und somit lag ich durchaus in der richtigen Spur – mit Tim Burton in vielen Kritiken dieser mehrfach ausgezeichneten Serie gern als Vergleich herangezogen wird.

Pushing Daisies hatte ganz klar den unschlagbaren Vorteil, dass ich keine Erwartungen an das mir bevorstehende visuelle Erlebnis gestellt habe. Doch allen Serienfans kann ich allein der außergewöhnlichen Art wegen, die nächste Folge am Mittwoch, den 19.11.2008 um 21:15 Uhr auf Pro7 empfehlen.

Tagged with:
 

5 Responses to Pushing Daisies – StaffelEins – Folge 4 – Brieftaube

  1. mediensucht says:

    Na da habe ich Dein Blog doch noch gefunden. Bei Dir fehlt der Eintrag Deiner Seite in den Einstellungen, so dass die Verlinkung bei Kommentaren nicht funktioniert.

    Ja, für Pushing Daisies mache ich ja schon eine Ewigkeit Werbung auf meinem Blog. Die Serie wurde in den USA leider nach der zweiten Staffel abgesetzt. Zum Glück zeigt Pro7 den Rest schon ab Januar. Es lohnt weiterhin.

    Hast Du sicher schon selbst gemerkt. Ned tötet nur von ihm Wiedererweckte mit einer Berührung! ;-)

    • raymccoy says:

      Danke für den Hinweis und den Kommentar. Ja, den Austick Zusammenhang habe ich inzwischen vollständig erfasst, es wäre wirklich schade, wenn die Serie für immer vom Bildschirm verschwindet. Hier hat der Autorenstreik leider viel zu früh eine Serie aus der Produktion geworfen.

  2. […] des Jahres. Aber auch alte bekannte wird man wieder treffen. Neben dem auf StaffelEins erwähnten Pushing Daisies, kehren Schwergewichte wie 24, Lost, Desperate Housewives und andere halbtote Überlebenskünstler […]

  3. […] Artikel zu Pushing Daisies: Brieftaube (Staffel 1 – Folge 4) – 12.11.2008 […]

  4. […] bekam ich von der Serie erst mit, als bereits die 4. Folge im Fernsehen lief. Prompt bloggte ich darüber und konnte in der weiteren Zeit bis März 2009 dann leider doch nicht alle Episoden verfolgen. Seit […]

Leave a Reply

Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.