Das Philosophische Quartett StaffelEins

Diese Sendung wird einmal im Monat aus der Autostadt in Wolfsburg übertragen. Die Originalsendung wird immer Samstagnachts übertragen – oder besser gesagt Sonntagmorgens. Wer also keine Lust hat, sich die ganze Nacht um die Ohren zu hauen, kann sich die Folgen auch in der Mediathek des ZDF anschauen, was ja das beste öffentlich-rechtliche Fernsehen ist.

Die Sendung selbst erinnert mich an den Presseclub, der ja immer wieder am Sonntag kommt, und ähnlich, wie auch DPQ mit ausgesuchten Gästen besetzt ist. Ähnlich ist auch die Biederkeit mit dem sich die Sendung anbietet. Ich weiß die meisten Menschen schreien bei diesem Vergleich schnell “langweilig” – nicht ganz zu Unrecht – jeden Tag bin ich auch nicht in der Stimmung mir das anzuschauen, dennoch glaub ich das es lohnen kann, sich darauf einzulassen.

Das Philosophische Quartett Screen

Was die Sendung in meinen Augen besonders macht, ist nicht die Tatsache, das man sich den tagesaktuellen Themen von einem philosophischen Standpunkt aus nähert, sondern durch die Umgangsformen, die Moderatoren und Gäste untereinander pflegen. Anders, als das heute in den Gesprächsrunden im Fernsehen üblich ist, geht man viel weniger konfrontativ miteinander um. Den Gästen wird die Möglichkeit gegeben, ihre Gedankenmodelle in aller Ruhe vorzustellen, ohne das jemand dazwischen redet. Die Atmosphäre ist wesentlich entspannter, als man dies von anderen Sendungen kennt.

Ganz ohne Vorkenntnisse geht es allerdings nicht. Kenntnisse in (Europäischer-) Geschichte und Philosophie werden schon vorausgesetzt. Wer diese nicht hat, muss wohl oder übel googeln um herauszufinden, was a Priori heißt, wer Jean-Jacques Rousseau war und was das Britische Empire prägte. Ich muss zugeben, das ich relativ oft an die Grenzen meiner Humanistischen Allgemeinbildung gestoßen bin.

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