Psych StaffelEins

Der Seriendienstag auf RTL führt im Abendprogramm von CSI: Miami über Dr. House zu Psych gefolgt von Law&Order – viel Material, das von uns bisher nicht behandelt wurde. Ich habe mich in diesem Beitrag der Serie zugewendet, deren Episodenzähler bei mir vor dem letzten Dienstag noch auf einer glatten Null stand.

Ein weißer (Shawn) und ein schwarzer Kumpel (Gus), wie sie seit “Nur 48 Stunden” im Buche stehen, necken sich eine volle Stunde lang. Gespielt werden sie von Shawn Spencer und Burton ‘Gus’ Guster – wenn es da bei niemandem klingelt, keine Sorge, Psych ist wirklich das allererste, was sie film- oder serientechnisch überhaupt im Lebenslauf führen. Ein wenig sieht man es ihnen an.

Psych Screen

Dieses Newbie Image scheint vom Produzenten gezielt gewählt worden zu sein. Warum sonst sollte man die Namen der Rollen einfach genauso benennen wie die Schauspieler auch im richtigen Leben heißen? Um so mehr Unterstützung lässt man den beiden durch hochklassige Nebenrollen zukommen. John Amos, der den Krimi-Fanatiker Onkel von Gus mimt, ist in diversen Hollywood Produktionen zu finden und John Ashton dürfte nicht nur durch seine Partner-Bullen-Rolle in Beverly Hills Cop bekannt sein.

Ansonsten geht es darum, dass Shawn immer Gedankenblitze zu Gegenständen kommen, die in einem Raum auftauchen, er ist jedoch nicht schlau genug um die Bedeutung ihrer Anordnung zu erfassen, deshalb braucht er Gus, der das Puzzle zusammensetzt und erklärt. Zusammen leiten sie ein Detektivbüro und beeindrucken die Polizei mit ihren hellseherischen Fähigkeiten.

Psych startet um 22:15 Uhr und ist in Deutschland mit durchschnittlichem Erfolg sogar schon bei seiner zweiten Staffel angelangt, in den USA läuft eine weitere Staffel. Mangels ordentlicher Episodenführer in Deutschland, musste ich auf den englischen Titel der 5. Folge ausweichen. Dabei fiel mir wiederum auf, dass Psych in englisch deutlich cooler ist, als in der Fassung, die wir auf RTL zu sehen bekommen. Die Auswahl der Stimmen und die Übersetzung scheinen mir regelrecht verdeppt worden zu sein. Das ist einer meiner Hauptkritikpunkte.

Außerdem hat mich die amerikanische Mutterseite mit ihrem Aufbau durchaus beeindruckt. Psych scheint sich zuhause ein ordentliches Community Management zu leisten, das über ein mickriges Forum weit hinausgeht. Aktionen für Fans mit Themen und Event Bezug, Trailer/Outtakes, Blogs, Grußkarten, Fan-Shop und Fan Content sind nur einige Dinge, denen man eine überdurchschnittliche Kreativität im Spiel mit dem Zuschauer anmerkt. Selbst für andere Serien, die im USAnetwork untergebracht sind, ist eine solch intensive Betreuung längst nicht der Standard und hierzulande hängt RTL leider ohnehin mit eigenen Informationen zu seinen Serien extrem hinter anderen Sendern zurück.

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