Archive for December, 2008

StaffelEinsIm Jahr 2009 erwarten uns natürlich wieder zahlreiche neue Staffeln von TV Serien. Unter anderem beginnt das von nukefor bereits eingeführte Terminator S.C.C. im Januar auf ProSieben. Dies ist sicherlich der spektakulärste Neustart des Jahres.

Aber auch alte bekannte wird man wieder treffen. Neben dem auf StaffelEins erwähnten Pushing Daisies, kehren Schwergewichte wie 24, Lost, Desperate Housewives und andere halbtote Überlebenskünstler wie Jericho zurück. Auf welche Crew wartet ihr am meisten? In der kleinen Umfrage, kann man mehrere Serien auswählen auf die man sich wirklich freut.

Damit verabschiedet sich StaffelEins dann wahrscheinlich auch in die Weihnachtsferien, ein Frohes Fest und ein Gutes Neues Jahr! Danke an alle, die in unseren ersten knapp 70 Tagen unsere 500 Zugriffe ansammelten (die Zugriffe der Autoren werden übrigens nicht gezählt!) – nach einem Schnitt von lediglich 3 pro Tag im Oktober, haben wir uns im Dezember schon auf 12 am Tag steigern können. :)

StaffelEins DexterEin Montagabend fing auf Pro7 mit zwei hervorragenden Simpsons Folgen an. Soviel Zeit muss sein, um Die wilden 90er und Der Perfekte Sturm an dieser Stelle zu würdigen. Homer als Erfinder des Grunge und die YamYam Fische sind zwei Höhepunkte der Serie gewesen, die ich lange nicht mit soviel Herz umgesetzt gesehen habe. Supernatural beginnt mir auch ein wenig zu gefallen.

Kommen wir zum Hauptakteur des Abends. Doch vorher bekunde ich hiermit noch schnell meine Trauer um das Vorprogramm von RTL2, dass immer noch von Big Brother abhängig zu sein scheint. Genie und Wahnsinn liegen halt an manchen Tagen dicht beieinander.

Dexter hat es nun einige weitere Folgen ausgehalten, keinen Mord zu begehen. An seiner Familie liegt ihm wirklich etwas und er hat den Ex-Mann seiner Frau sogar gelinkt und am Leben gelassen, obwohl, oder gerade weil es etwas persönliches war. Darsteller Michael C. Hall erkennt man nach seiner Rolle in fünf Staffeln Six Feet Under als Bestattungsunternehmer David Fisher nicht wieder. Heute habe ich mir gedacht, er könnte aufgrund seiner Wandlungsfähigkeit und Gestalt ein Kandidat guter Ersatz für Heath Ledger als Joker sein.

Screen Dexter

Im grandios inszenierten Finale der ersten Staffel tötet Dexter seinen von ihm verdrängten Bruder, der ihn eigentlich zu seiner wahren Natur bekehren wollte, dem Serienkiller, doch als Zeremonienopfer für den Übertritt auf die dunkle Seite suchte sich Rudy/Brian ausgerechnet Dexters Stieftochter aus. Ihr gibt Dexter am Ende den Vorzug vor dem eigenen Bruder, zu wichtig war ihm sein gewohntes Leben geworden.

Aber der Mord an seinem Bruder – der ihn “als einziger Mensch so akzeptiert hätte, wie er ist” – löst in ihm einen neuen inneren Konflikt aus, er hat zum ersten Mal jemanden getötet, den er respektiert und auf gewisse Art versteht, einer der eigentlich so ist wie Dexter selbst.

Es wird weitere Staffeln geben, in denen Dexter sich der Frage stellen wird, warum er statt seinem Bruder noch am Leben ist.

Weitere Artikel zu Dexter:
Ein Sturm zieht auf (Folge 6) – 4.11.2008

Screen Vor Zurück

Eines vorweg, ich werfe hier Zusammenfassungen und Rückblenden in einen Topf, auch wenn das nicht jedem passen mag. Das Stilmittel & Werkzeug der Rückblende, sowie der Vorschau wird besonders in US Amerikanischen Serien sehr oft genutzt.

Es ist auch in Kinofilmen und in der Literatur nicht fremd. Einer der angeblich ersten Filme, der die Rückblende nutzte war laut Wikipedia Sturmhöhe (1939), er gewann 2 Oscars bei 8 Nominierungen. Nicht selten wird eine neue Folge mit den typischen Worten “Was zuletzt geschah…” eingeleitet, es folgt ein Zusammenschnitt der Handlung aus einer oder mehrerer vorangegangener Folgen der Serie, die einem den Anschluss an die aktuelle Sendung möglichst nahe bringen. Doch auch nach dem regulären Anfang einer Folge kann es selbstverständlich zu ausgefallenen R&V’s kommen, besonders auffällig finde ich das bei Desperate Housewives. (Link führt zu einem Beispiel)

Man reißt durch Rückblenden nicht so leicht von einer Serie ab, weil man nach einer ereignisreichen Woche entweder schon vieles wieder vergessen hat oder bei zwischendurch verpassten Folgen einen leichteren Wiedereinstieg findet. Außerdem kann der Zuschauer notfalls erneut mit dem Holzhammer auf Feinheiten in der Storyline oder eventuelle Nebenplots hingewiesen werden, die schon mehr als eine Folge zurückliegen und scheinbar im Sande verliefen oder nicht als wichtig wahrgenommen wurden.

StaffelEins VorRuck

Gerade in diesem Punkt wird klar, das sich die Blenden nicht nur durchgesetzt haben, weil das Echo der Zuschauer so euphorisch gewesen wäre. Ich erinnere mich bei den ersten Serien, die Rückblenden einführten, noch heute sehr gut an genervte Aussagen dazu.

Die Rückblende ist als Werkzeug für die Produzenten einfach zu machtvoll um sie dem Zuschauer zu ersparen. Man kann eigene Schwächen damit ausgleichen, indem man das, was wichtig hätte sein sollen, nocheinmal verstärkt. Zusätzlich kann man Dinge, die gut ankommen, aber gar nicht so geplant waren, wieder aufgreifen, als ob sie von Anfang an als Geniestreich für den Fortbestand der Serie erdacht worden wären.

Nebenbei, kann man mit Rückblenden jederzeit den emotionalen Start einer neuen Staffel ausschmücken und zeigen was man hat(te) – als Beispiel referenziere ich mal aktuell Lost – dieser Teaser zeigt erstmal nichts Neues, er dient nur dazu komplett neue Zuschauer über die gröbsten Umstände zu informieren und zeigt den alten Zuschauern, was man doch schon alles zusammen auf der kleinen Südsee Insel erlebt hat. Danach gibt es ein paar sentimentale Vorschaubilder, die wesentlich weniger verraten.

Persönlich bin ich ein Freund von Rückblenden. Zuschauerbindung wird zwar auch durch eine Vorschau erzeugt, diese sehe ich persönlich aber weitaus weniger gern, weil ich mich zu oft dabei ertappe, mit meinen sich daraus ergebenden Vorstellungen, den Plot weitgehend zu erraten.

PS: Deshalb tragen ab jetzt Beiträge zu alten Serien bei mir das Label Rückblende und Berichte über kommende Serien Vorschau. ;-)

StaffelEins TerminatorIn den USA läuft mittlerweile die zweite Staffel der Terminator Saga. Eine aufwändig produzierte Serie, was sich nicht zuletzt an den Spezialeffekten zu erkennen ist. Laut Wikipedia war der Start, der ersten Staffel der Erfolgreichste seit acht Jahren. Die zweite Staffel konnte aber nicht mehr mithalten.

Anders als in der ersten Staffel, gibt es in der zweiten viele Flashbacks in denen sich die einzelnen Protagonisten an ihre Vergangenheit erinnern. Bei den Kriegern aus der Zukunft führt das dazu, das der Zuschauer einen Einblick in die Welt des Widerstandes bekommt. Ich persönlich finde dies aber nicht hilfreich. Die Kurzgeschichten, die in der Zukunft spielen, sind nicht besonders gut geraten. Da wäre es besser, man hatte die Zukunft meiner Fantasie überlassen.

Die Serie ist so cool das ich immer die Heizung aufdrehe, damit es nicht in meiner Wohnung plötzlich anfängt zu schneien. Die Drehbuchautoren scheinen mit dem Anspruch an die Serie herangegangen zu sein,  Sarah Connor (Lena Headey) zu der härtesten und coolsten Mami in der US Filmgeschichte zu machen. Dabei gerät sie charakterlich sehr eindimensional. In jedem Dialog den sie hat schwingt immer auch ein „Hab ich dir doch gleich gesagt“ oder ein „Ich bin eine Mutter ich weiß das besser“ mit.

John Connor gerät da schon vielschichtiger. Anders als seine Mutter kann er nicht in der Weltgeschichte herumlaufen und die Bösen abknallen. Und in jeder dritten oder vierten Folge in ein neues Haus ziehen und sich neue Freunde und Liebschaften besorgen. Auch gehen ihm persönliche Verluste von Freunden und Bekannten tiefer unter die Haut.

Screen Terminator

Das macht den Sohn zum eigentlichen Hauptdarsteller. Seine Dialoge sind länger und tiefsinniger und vielfältiger als die seiner Mutter. Connor Jr. kommt es auch zu, als einziger in der Serie in der Verlegenheit moralische Fragen aufzuwerfen. Rechtfertigt das Ziel, die Menschheit vor den Robotern zu schützen, jedes beliebige Mittel? Eine Frage, die nur John stellt, den anderen in der Serie ist Frage schon im Vorhinein mit einem „Ja“ beantwortet.

Neben den beiden Connors gibt es auch noch Cameron, ein umprogrammiertes Robotermädchen, vielleicht 16 Jahre alt, die mit einer ähnlichen Mischung aus Kraft und Naivität daher kommt, wie zum Beispiel Data aus Raumschiff Enterprise. Anders als Data, trägt sie wenig zur Belustigung bei, da man viele Gags schon mal an Bord der Enterprise gesehen hat und weil Data moralischer handelte und deswegen auch immer in wenig plump und unschuldiger wirkte. Der Moralchip den Data hatte fehlte ihr, weswegen sie immer als die Grausame auftritt.

Wo wir schonmal bei den Raumschiff Enterprise vergleichen sind, möchte ich auch noch den vierten Charakter eingehen, der es in den Vorspann der Serie geschafft hat. Derrik Reese, Soldat aus der Zukunft, sorgt mit seinem männlichen Drei-Tage-Bart für das nötige Sexappeal in der Serie und erinnert mich sehr an Chacotay von der Voyager. Der konnte der Serie auch nicht viel mehr als seine Tattoos beisteuern.

Alles im allem, halte ich die Serie noch für eine recht gelungene Sache vor allem, weil man sagen muss, dass die drei Kinofilme ja die Messlatte ein wenig höher hängen als für andere Serien. In Anbetracht der hohen Produktionskosten glaube ich aber nicht, dass es noch viele Staffeln geben wird. Was sehr schade ist, die Liste der SF-Serien, die noch produziert werden, wird immer kürzer und kürzer. Also lasst uns jede Folge genießen.

Auf der Fox Website kann man sich eine Episode frei anschauen (klick)

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