StaffelEins TerminatorIn den USA läuft mittlerweile die zweite Staffel der Terminator Saga. Eine aufwändig produzierte Serie, was sich nicht zuletzt an den Spezialeffekten zu erkennen ist. Laut Wikipedia war der Start, der ersten Staffel der Erfolgreichste seit acht Jahren. Die zweite Staffel konnte aber nicht mehr mithalten.

Anders als in der ersten Staffel, gibt es in der zweiten viele Flashbacks in denen sich die einzelnen Protagonisten an ihre Vergangenheit erinnern. Bei den Kriegern aus der Zukunft führt das dazu, das der Zuschauer einen Einblick in die Welt des Widerstandes bekommt. Ich persönlich finde dies aber nicht hilfreich. Die Kurzgeschichten, die in der Zukunft spielen, sind nicht besonders gut geraten. Da wäre es besser, man hatte die Zukunft meiner Fantasie überlassen.

Die Serie ist so cool das ich immer die Heizung aufdrehe, damit es nicht in meiner Wohnung plötzlich anfängt zu schneien. Die Drehbuchautoren scheinen mit dem Anspruch an die Serie herangegangen zu sein,  Sarah Connor (Lena Headey) zu der härtesten und coolsten Mami in der US Filmgeschichte zu machen. Dabei gerät sie charakterlich sehr eindimensional. In jedem Dialog den sie hat schwingt immer auch ein „Hab ich dir doch gleich gesagt“ oder ein „Ich bin eine Mutter ich weiß das besser“ mit.

John Connor gerät da schon vielschichtiger. Anders als seine Mutter kann er nicht in der Weltgeschichte herumlaufen und die Bösen abknallen. Und in jeder dritten oder vierten Folge in ein neues Haus ziehen und sich neue Freunde und Liebschaften besorgen. Auch gehen ihm persönliche Verluste von Freunden und Bekannten tiefer unter die Haut.

Screen Terminator

Das macht den Sohn zum eigentlichen Hauptdarsteller. Seine Dialoge sind länger und tiefsinniger und vielfältiger als die seiner Mutter. Connor Jr. kommt es auch zu, als einziger in der Serie in der Verlegenheit moralische Fragen aufzuwerfen. Rechtfertigt das Ziel, die Menschheit vor den Robotern zu schützen, jedes beliebige Mittel? Eine Frage, die nur John stellt, den anderen in der Serie ist Frage schon im Vorhinein mit einem „Ja“ beantwortet.

Neben den beiden Connors gibt es auch noch Cameron, ein umprogrammiertes Robotermädchen, vielleicht 16 Jahre alt, die mit einer ähnlichen Mischung aus Kraft und Naivität daher kommt, wie zum Beispiel Data aus Raumschiff Enterprise. Anders als Data, trägt sie wenig zur Belustigung bei, da man viele Gags schon mal an Bord der Enterprise gesehen hat und weil Data moralischer handelte und deswegen auch immer in wenig plump und unschuldiger wirkte. Der Moralchip den Data hatte fehlte ihr, weswegen sie immer als die Grausame auftritt.

Wo wir schonmal bei den Raumschiff Enterprise vergleichen sind, möchte ich auch noch den vierten Charakter eingehen, der es in den Vorspann der Serie geschafft hat. Derrik Reese, Soldat aus der Zukunft, sorgt mit seinem männlichen Drei-Tage-Bart für das nötige Sexappeal in der Serie und erinnert mich sehr an Chacotay von der Voyager. Der konnte der Serie auch nicht viel mehr als seine Tattoos beisteuern.

Alles im allem, halte ich die Serie noch für eine recht gelungene Sache vor allem, weil man sagen muss, dass die drei Kinofilme ja die Messlatte ein wenig höher hängen als für andere Serien. In Anbetracht der hohen Produktionskosten glaube ich aber nicht, dass es noch viele Staffeln geben wird. Was sehr schade ist, die Liste der SF-Serien, die noch produziert werden, wird immer kürzer und kürzer. Also lasst uns jede Folge genießen.

Auf der Fox Website kann man sich eine Episode frei anschauen (klick)

Terminator SCC bekam über 20 Mal fünf Sterne von amazon Käufern und kostete bei der letzten Aktualisierung 30 Euro

One Response to Terminator – The Sarah Connor Chronicles – Staffel 2

  1. […] zahlreiche neue Staffeln von TV Serien. Unter anderem beginnt das von nukefor bereits eingeführte Terminator S.C.C. im Januar auf ProSieben. Dies ist sicherlich der spektakulärste Neustart des Jahres. Aber auch […]

Leave a Reply

Set your Twitter account name in your settings to use the TwitterBar Section.