StaffelEins TudorsDie Legende sagt das Englische Schüler für ihre Abschlussarbeit in Geschichte zu 90% für ein sog. HH Thema entscheiden. HH steht hierbei für „Henry“ und „Hitler“. Nach dem Erfolg den die Historien Serie Rome vor allem in England hatte, wundert es nicht das sich die Prozenten der englischen Geschichte zuwenden. Das Erfolgsrezept ist dabei von Rome abgekupfert worden. Es basiert auf „Sex and Crime“ und auf aufwendigen Requisiten. Vor allem die Kostüme sind aufwendig gemacht und spielen auf die zahlreichen Historien Filme z.b. Elizabeth an die es in den letzten Jahren in den Kinos gegeben hat an.

Die Handlung ist simpel und lehnt sich locker an die historischen Gegebenheiten an, (Siehe Wikipedia). Dabei treffen die Autoren nicht immer den Kern der Wahrheit. Wer also glaubt er könne sich durch das anschauen der Serie um das Lesen eines Buches über Heinrich VIII von England drumherum drücken wird enttäuscht. Todestage und Namen von Handelnden Personen stimme oft nicht, vermutlich aus dramaturgischen gründen. Am weitesten entfernen sich die Autoren bei dem Charakter der Personen. Sie werden nur auf eine Facette reduziert. Auch wenn man sich die Namen nicht merken kann, so weiss man doch immer wer gerade im Raum steht. Der Rachsüchtige, Die Schöne, Der Schwule usw.

Dabei dem Hauptcharakteren, wie etwa dem König, fällt so etwas schon, spätestens in der zweiten Staffel, auf. Weil man sich des Eindruckes nicht erwehren kann, das sich der Mann nur noch von einem Cholerischen Anfall zum nächsten hangelt. Hinzu kommt das alle Charakter Eigenschaften die ich bei ihm ausmachen konnte eher negative besetzt sind. Als maßloser Narzist kommt er mir vor, grenzenlos in seiner Selbstgeltung und völlig Mitleidlos über das Schicksal der Anderen.

Mir kommt zu wenig raus das der drang des Königs nach einem männlichen Nachfolger durch aus berechtigt ist, bzw. war. Denn nur durch einen (Männlichen-) Nachfolger konnte ein König sich selbst auf dem Thron legitimieren und seinen Gefolgschaften eine Zukunft anbieten. Hatte er diesen nicht war der Intrige gegen hin Tür und Tor geöffnet und an seinem Stuhl konnten andere Leute sägen. Er ist also auch nur ein getriebener in dieser Geschichte. Genau dieser Zusammenhang wird zwar leicht angedeutet aber nicht völlig in die Handlung eingebaut.

Mal von diesen beiden Kritikpunkten abgesehen halte ich die Serie für wirklich gelungen. Die Tatsachen das die Serie bei „Showtime“ in den USA gelaufen ist spricht alleine schon für die Qualität. Nach oberflächlicher Recherche im web, konnte ich leider nicht heraus finden ob sich eine Fortsetzung der Serie Geplant ist oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein würde ich das bedauern, wie auch schon bei Rome da ich mir einen gewissen Faible für Historische Filme hab.

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2 Responses to Die Tudors – Staffel 1&2

  1. raymccoy says:

    Ich fand die Serie ebenfalls sehr unterhaltsam. Leider kam ich wegen meinem Urlaub nicht dazu, die zweite Hälfte der zweiten Staffel zu sehen. Ich hatte dafür ebenfalls einen lobenden Artikel vorgesehen.

  2. […] Hauptrolle (das ist nicht negativ gemeint) findet sich niemand geringerer, als der heutige Star der Tudors Serie von Showtime, John Rhys Meyers. Dort spielt er ja ebenfalls eine irgendwie bemitleidenswerte […]

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