StaffelEins FringeÄußerst schwer vergleichbar sind Terminator und Fringe in jedem Fall. Letztlich ist aber für mich schon nach dem Pilot und einem Teil der zweiten Folge klar, dass der Montagabend jetzt qualitativ besser für Pro7 dasteht als vorher. Dabei ist Fringe nicht so reißerisch und penetrant, wie die wochenlang vorher geschaltete Werbung des ausstrahlenden Senders, wegen der ich eigentlich gar keine Lust hatte in die Serie einzusteigen. Ich zappte anfangs sogar noch zu einem anderen Kanal…besann mich jedoch, denn irgendwo habe ich nun doch eine gewisse Verantwortung für unseren Blog verspürt – und ich wurde belohnt.

Fringe – Grenzfälle des FBI läuft in den USA bei Fox. Hört sich stark nach einem Wiederaufleben von Akte X an. Die Fälle mögen sich wohl ähneln, allerdings fehlen die unerklärlichen Hintergründe bei Mulder & Scully und die Ermittlungen werden von einem Trio durchgeführt, die durch das Büro nicht behindert, sondern gefördert werden – allerdings ist das FBI auch diesmal bereits von anderen Interessensgruppen unterwandert worden.

Screen Fringe

Keine völlig abwegigen Außerirdischen, Vampire oder PSI Begabten machen dem Team zu schaffen, sondern halbwegs realistische Gen-Manipulationskünstler und andere Laborratten unter dem Deckmantel größenwahnsinniger, offen im Verborgenen handelnder Industriekapitäne. Dagegen haben wir als einzige Lösung einen genialen Wissenschaftler, der in dieser Grenzforschung als einziger die nötigen Querdenkerfähigkeiten besitzt und fast alles erstmal mit der Hilfe von Kokain behandeln kann, normal müsste er weiterhin bis zum Lebensende in einer Nervenheilanstalt verwahrt werden. Trotzdem ist die Figur von Dr. Walter Bishop, gespielt von John Noble, der eine schreckliche offizielle Website besitzt, mit das beste, was mir an Charakteren in der jüngsten Krimi Geschichte untergekommen ist.

Unterstützt wird er von Peter Bishop (Joshua Jackson) und Olivia Dunham (Anna Torv). Er ist der Sohn des Wissenschaftlers und war MIT Student, zuvor ist er anscheinend in höchst fragwürdige weltweite Deals verwickelt, nun zeigt er aber ein für meinen Geschmack vielleicht zu gutes Herz und lässt sich als Aufpasser für seinen Vater einspannen. Sie ist die Hauptfigur, die ihren eigenen Liebhaber und Kollegen erst rettet um dann festzustellen, dass er für die unbekannte Gegenseite arbeitet, daraufhin jagd sie ihn zu Tode und die Serie kann so richtig beginnen.

In dem ersten gemeinsamen Fall ermittelt man gegen einen Frauenmörder, der schnell alternde Embryos einsetzt, trotzdem ist er nur ein Opfer von etwas Größerem und versucht lediglich sich selbst zu retten ohne um Hilfe zu fragen. Was soll man abschließend sagen? Die Serie ist in jedem Fall Up-to-Date. Zügig, charakterstark, technisch, gegenwärtig, atmosphärisch – witzig, da sie sich selbst nicht komplett ernst nimmt und doch mit einem gewissen Spannungsfaktor ausgestattet ist. Außerdem prognostiziere ich, dass man auch ein paar Folgen im Gegensatz zum abgefahrenen Lost verpassen kann.

PS: Terminator war allerdings um Längen besser, als das auf Fringe folgende Primeval

Die erste Staffel von Fringe soll laut amazon am 21.08.2009 für 39 Euro erhältlich sein

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One Response to Fringe – Staffel 1 – Folge 2

  1. Ja, bei Fringe kann man auch mal ne Folge verpassen, denn es sind immer in sich geschlossene Fälle. Ich mag die Serie bisher und der Humor ist prima. Die Mystik ist mehr oder minder nachvollziehbar, bzw. ich könnte mir vorstellen, dass es so was auch in 10 Jahren geben könnte.

    Habe mir auch den Trailer von Torchwood angeschaut, läuft auf RTL2. Scheint auch interessant zu sein. Werde nun aber erst einmal Fringe zu Ende schauen. Im ITMS gab es den Serienpass, den ich gekauft habe, so kann ich die Folge schauen, wann ich will.

    Ich bin auf jeden Fall schon heiß auf die Staffel 5 von LOST. Meine Kollegen schauen alle schon die Folgen aus den USA und sind wieder total begeistert… da aber ne Folge verpassen ist echt fatal.

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