StaffelEins PrimevalNach dem weiterhin sehr verstörend schönen Fringe, an dem ich mich zur Zeit ein wenig festklammere und kaum eine Folge verpassen will, weil ich ziemlich fest von einer Verlängerung ausgehe, läuft dann das britische Primeval auf Pro7. Eine Serie, der ich früher keine wirkliche Entwicklungschance eingeräumt habe und die meiner Meinung nach früher auch viel schlechter war, sonst wäre sie mir hoffentlich vor der dritten Staffel aufgefallen.

Es mag sein, dass die Produzenten ebenso dachten, denn bei meiner Recherche fiel mir auf, dass die Serie von ihrer Geschichte her durchaus ein interessantes Konzept zu bieten hat. Aber das siebenköpfige Helden Team ist währenddessen schon mehr als zur Hälfte ausgetauscht worden. Die aktuelle Staffel muss deshalb ohne den vorigen Teamleiter Prof. Nick Cutter (Douglas Henshall) auskommen.

Stattdessen übernimmt ein Polizist namens Danny Quinn auf spektakuläre und lustige Weise das Ruder. Die Rolle wird gespielt von Jason Flemyng, der mit seiner Rolle in Bube, Dame, König, GrAS von Madonnas Ex-Mann Guy Ritchie bekannt wurde und seitdem bei 2-3 weiteren ordentlichen Produktionen mitgewirkt hat. Er bringt ein paar sehr lustige Momente mit ein. Früher hätte man diese Serie glaube ich ins Spätnachmittagsprogramm verfrachtet und es wäre ein Hit bei 14 bis 19jährigen geworden, was nicht heißt, dass man sich jetzt nicht mal ein paar Folgen als Erwachsener anschauen kann.

Screen Primeval

Natürlich sind nun die Kostüme und Effekte aufwendiger. Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass bei Primeval zur Story noch nichts gesagt wurde. Bitteschön: In England treten aus unerklärlichen Gründen immer wieder Zeitanomalien auf, durch die man in beide Richtungen gehen kann. Leider kommen auf die Art häufiger mal Urwesen oder Monster aus der Zukunft in unsere heutige Zeit. Man möchte die Monster auf Regierungsseite gern erforschen und die Bevölkerung nicht verunsichern, deshalb wird das regelmäßig dezimierte Spezialistenkommando eingesetzt. Doch es gibt inzwischen auch Nebenplots bei denen es um Artefakte geht, die einigen anderen Menschen und Organisationen sehr wichtig scheinen, außerdem hat sich insgesamt manchmal die Gegenwart, so wie sie am Anfang war, wieder verändert und es ist nicht klar, ob man wieder in alte Verhältnisse zurück findet.

So ganz an exakte Evolutionsabläufe hält sich Primeval nicht. Schließlich kommt es in Folge 7 – Der Drachenjäger zu einem mittelalterlichen Duell zwischen Dinosaurier und gepanzertem Reiter. Man kann ja argumentieren, das Anomalien schon immer auftraten und die Leute damals deshalb zu ihren Drachengeschichten gekommen sind. Jedenfalls kommt der “Drache” diesmal nicht allein in die Gegenwart, sondern der Ritter gleich mit ihm – und dieser bereitet dem Team weit mehr Schwierigkeiten als das Urzeitwesen. Er hält London und seine Bewohner für die Hölle und ihre Dämonen. In dieser Konstellation hätten da einige Köpfe rollen können, aber wir sind eben nicht in einer ab 18 Serie.

Nach Primeval läuft um 22:15 Reaper, dieses wird aber wohl abgesetzt und ist relativ begrenzt lustig. Mal schauen, ob es dazu noch einen Artikel gibt, aber es geht auch dort recht viel mit Dämonen zu.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels gab es die Primeval Staffeln 1-3 zusammen für 25 Euro bei amazon

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