Archive for March, 2010

EinEngelaufErden StaffelEinsSo lange ist es her, als Michael Landons Silhouette als Jonathan Smith aus dem Dunst der Wolken erschien, über die Landstraße schlenderte und mit einem warmen freudigen Lächeln den Polizisten spielenden Victor French alias Mark Gorden begrüßt, der ihn vom Straßenrand per Auto aufsammelt. Beide fahren die endlose Straße zusammen weiter um irgendwo Gutes zu tun.

Das Intro ist so schön simpel, wird nicht durch Worte angeheizt und ein eher einsames Trompetenstück begleitet den Zuschauer in jede Episode. Ich schreibe diesen Artikel nicht, weil ich die Serie gerade gesichtet habe. Ich habe nur mitbekommen, dass inzwischen schon die 4. Staffel von insgesamt 5 über Paramount als DVD Box erscheinen soll. Insgesamt gab es 111 Folgen. Das ist ein stolzer Wert für damalige und heutige Verhältnisse. Die gesamte Serienproduktion stand unter ganz traurigen, aber auch wundervollen Vorgeschichten und Begleiterscheinungen.

Ein Engel auf ErdenSoweit ich mich erinnern kann, vermochte mich kaum eine andere Serie so in den Bann zu ziehen, obwohl die Hauptcharaktere so wenig Action verursacht haben. Wer die zwischen 1984 und 1989 produzierten Staffeln nicht gesehen hat: Es geht um Engel, in Menschengestalt, in diesem Fall Jonathan Smith. Er wandert umher, arbeitet normal und bleibt unauffällig bis ihm ein menschliches Schicksal begegnet, dem er helfen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er und sein menschlicher Freund praktisch nie eine Waffe für die Lösung von Konflikten benutzt haben.

Angeblich wollte Landon die Serie so produzieren, weil seine Tochter eine Krebserkrankung überlebte und er die Menschen ermutigen wollte auch in ausweglosen Situationen den Glauben nicht zu verlieren. Ob dies wahr ist, kann man schwer nachvollziehen, was jedoch stimmt ist, dass im Umfeld von Michael Landons Schauspielkarriere, die mit Bonanza richtig begann und mit Unsere kleine Farm rasant (zumindest vom Erfolg her) weiter ging, einige Kollegen an Krebs starben und er selbst fiel dem gleichen Schicksal 1991 zum Opfer.

Wie die Motive des dreimal verheirateten Landon und die Gutmensch Geschichten um French’s Mitarbeit auch klingen mögen, die Serie fand in jedem Fall ihre Stärke im Zusammenspiel der beiden Darsteller. Sie wirken in ihren Rollen nie aufgesetzt oder egozentrisch. Sie schlagen einen auch nicht mit moralischen Keulen tot. Nach heutigen Maßstäben ist die Serie typisch 80er-Style und natürlich trotzdem von zahlreichen Klischees in der Charakterdarstellung durchzogen. Totalen Mist darf man sie deshalb aber auch nicht schimpfen und, wie alle Serien die so lange laufen, entwickelte sie sich auch für Fans immer besser mit der Zeit.

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Ein Engel auf Erden – Staffel 1

InPlainSight StaffelEinsIch hab letztens Burn Notice auf Vox angeschaut und mir beim Betrachten der weiblichen Hauptdarstellerin Fiona (Gabrielle Anwar) die Frage gestellt, wie wenig die Person zu dem Klischee passt, das sie darstellt. Fiona ist schlank (um nicht zusagen dürr oder besser noch am Rande eine Bulimie), klein und zierlich. Gleichzeitig ist sie eine Waffennärrin, bei der die Waffe schon mal ähnlich groß ist, wie sie selbst und die passende Patrone den selben Durchmesser wie ihr Oberarm haben dürfte. Daneben ist sie natürlich auch noch eine gute Kick-Boxerin und läuft die Hundertmeter in High Heels unter zehn Sekunden. Trotzdem gucke ich die Serie extrem gerne und fühle mich in jeder Folge gut unterhalten. Aber was ich eigentlich schreiben wollte…

Mary Shannon (Mary McCormack) ist da ganz anders, die blonde Frau, mittleren Alters und durchschnittlicher Figur, gehört mit zu den wenigen Frauen in einer Hollywoodproduktion, der man abnimmt, dass sie eine Pistole abfeuern kann ohne sich das Handgelenk dabei zu brechen.

In Plain Sight geht es um Mary, die Mitarbeiterin des US Marshall Büros, mit dem Tätigkeitsschwerpunkt im Zeugen Schutzprogramm. Wie jede gute Polizistin hat auch Mary einen gut aussehendem Partner (Marshall Mann / Fred Weller aktuell 201 Facebook Fans), einen ständig nörgelnden aber eigentlich ganz lieben Boss (Stan McQueen / Paul Ben-Victor) und ein mieses Privatleben, bestehend aus einer Mutter (Jinx, Ex-Alkoholikerin / Lesley Ann Warren) und einer gut aussehenden Schwester (Brandi, Schla… Person mit wechselnden Sexual Partnern / Nichole Hiltz *woops*). Beide haben sich ungefragt in ihr neu erworbenes Einfamilienhaus in Albuquerque einquartiert.

Screen InPlainSightWas mir an der Serie gut gefällt, ist der trockene Humor und der Hang zum Sarkasmus der sie dazu bringt immer das zu sagen, was sie gerade Denkt. Dabei gelingt es der Serie die Balance zu halten und nicht ins Kitschige, wie bei einer himmlischen Familie oder in super Realistisches abzurutschen, wie bei Sons of Anarchy.

Wer sollte die Serie schauen?

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es in Albuquerque aussieht.

Wer auf trockenen Humor und Sarkasmus steht.

Wer Happy Ends mag.

Wer schon immer mal einen Grund gesucht hat ZDF neo zu schauen.

Wer sollte die Serie nicht Ansehen?

Wer Explosionen und extensiven Gebrauch von Schusswaffen sehen will (Burn Notice).

Wer morgens früh aufstehen muss (ernsthaft ZDFneo die Serie schreit nach Prime Time und nicht nach Di 22:30).

Wer ein zuckersüßes Familienleben (Eine himmlische Familie) nicht mag, wird hier auch nicht glücklich.

Wer sich gerne ekelt und möglichst viel Blut sehen möchte (Dexter).

StaffelEins FavsWie wärs mit einer Rundschau, um nicht gleich wieder nur auf Heroes einzulenken, deren Staffel 3.1 ich derzeit zu gut einem Drittel gesehen habe. Einen Artikel dazu gibt es in jedem Fall noch. Neben Heroes, habe ich wieder mit Rome – Staffel 1 angefangen, die kannte ich nicht vollständig und das wird etwas dauern. Warum also nicht mal den Blick von den eigenen Sehgewohnheiten abwenden und schauen, was bei den anderen so los ist?

Ich dachte mir, es wäre mal Platz und Zeit um auf ein paar weitere Dinge in der Serienwelt einzugehen. Derzeit habe ich nicht so viele neue Serien geschaut, aber der März bringt in Deutschland eine Menge neuer Staffeln.

Flo Lieb hat irgendwie langsam keine Lust mehr auf Heroes und begründet das in seinem Artikel, den ich in einigen Passagen großzügig überlesen habe um nicht zu sehr beeinflusst zu werden.

Stefan Niggemeier schreibt im Fernsehlexikon über den Flop der 7-Millionen-Dollar-Frau Neuauflage, die völlig an mir vorüber gegangen ist. Außerdem bewundert er einen Kabel 1 Programmplaner, der die einigermaßen korrekte zeitliche Ausstrahlung von Practice und Boston Legal hinbekommen hat. Serien, die ich mehr als nur am Rande verfolgt habe, wobei das, was ich von Boston Legal sah, fand ich immer sehr unterhaltend.

Besonders William Shatner gefällt mir sehr gut in Boston Legal. Deshalb freute ich mich um so mehr, als ich bei Morn im Fernsehserien Blog über eine neue Serie mit Shatner las, die auf einem Twitter Phänomen basiert. Wir nutzen sehr gern Twitter und freuen uns bei Serienstart auf die ersten Tweets dazu.

Weniger über Serien schrieb Kevin Reymann auf Area85 (das endlich wieder lesbar aussieht ;-), aber wo wir gerade bei Twitter sind, dieser Artikel über Facebook hat zumindest etwas mit Fernsehen zu tun und das nutzen wir sehr gern.

Kino, TV und Co gibt Wolfman 7 Punkte. Die Hälfte hätte nach meiner Meinung gereicht. Ja, Farben und Musik okay, ansonsten fühlte ich mich ähnlich enttäuscht, wie bei Tim Burtons Version vom Planet der Affen, zumindest da liegen wir auf einer ähnlichen Wellenlänge. Burtons neuen Film “Alice im Wunderland” finde ich übrigens genial. Ich habe ihn gestern in 3D gesehen.

Die alljährliche Absetzungswelle hat Dollhouse erwischt. Schade findet das moviescape. Ich kann mir deshalb vorstellen bald die komplette Serie zu erwerben.

Prison Break, fand ich eigentlich gut, bevor ich die Serie wegen dem RTL Ausstrahlungstermin dann irgendwann vergessen hatte. Im Serien-Network gibt es einen Trailer zum Computerspiel, in dem man selbst ausbrechen darf.

Ein alter Zocker ist bald auch Dustin Hoffman, den ich als Schauspieler in vielen Filmen verehre. Laut Serienjunkies wird er in “Luck” zu sehen sein. Dabei arbeitet er mit dem Verantwortlichen der Serie Deadwood zusammen, die ich persönlich sehr gut finde.

Das Couchmonster weckt mein Interesse an How to make it in America.

Die Zange berichtet über Breaking Bad, die Serie fanden wir ja schon gut bis besser. Keine Meinung dagegen habe ich von Lie to me – ich habe lediglich die vielen Vox Plakate in der Stadt gesehen bin davon ein wenig neugierig geworden. Robert schreibt auf lieblingsserie.de ein paar Informationen zusammen.

Zu guter Letzt wird weltweit der Start von The Pacific am 14. März auf HBO erwartet, trotz allem Pathos, der da mitschwingen mag. Damit schließe ich den kleinen Streifzug und freue mich bald auf neues Futter.