Six Feet Under

Ich habe seit zwei Wochen einen Rückblick auf die Serie Six Feet Under gestartet, ein HBO Serienhighlight aus den Jahren 2001 bis 2005 mit insgesamt 5 Staffeln. Die absolut fantastisch erzählte Geschichte einer Bestatterfamilie, über die auf anderen Blogs schon genug Lob verteilt wurde, verdient in meinen Augen trotzdem einen frischen Blick und definitiv einen Artikel in diesem Blog. VOX war 2004 als erster deutscher Sender mutig genug, um Six Feet Under zu senden. Erst einmal mit Erfolg, später mit stark sinkenden Quoten, was nicht verwunderlich ist, bei einer Story, die nicht in jeder Folge von vorn beginnt.

Die DVD Verkäufe der Serie laufen gerade wegen der nahtlos fortlaufenden Geschichte bis heute sehr gut. Wenn man auf wunschliste.de zum Beispiel den Preisvergleichsbutton zu den jeweiligen Staffeln drückt, sieht man, dass die einzelnen Boxen noch stark im Preis schwanken und bei amazon und eBay haben die Superboxen häufig astronomische Preise im Bereich von 100 bis 200 Euro. Six Feet Under ist bis heute nicht “tot”, aktuell strahlt ZDF neo die Serie wieder aus.

Six Feet Under Screen

Was erwartet Euch, wenn Ihr die Serie schaut? Keine Action, kein Krimi, kein Slapstick, keine Mystery. Worauf es wirklich ankommt, sind Alltagsprobleme, mit denen man sich teils gut identifizieren kann, allem voran aber die Frage danach, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Anfang jeder Episode stirbt ein Mensch, der von der Bestatter Firma der Familie Fisher unter die Erde gebracht werden soll. Die Schauspieler waren damals nicht sehr bekannt und ihre Gesichter entsprachen nicht dem üblichen Hochglanzformat, dafür haben sie mehr Sex und Gefühle, als man sonst in vielen US Serien zu sehen bekommt. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Trauerfälle, wird man trickreich in ein immer neues Szenario eingeführt, dass die tiefsten Emotionen betrifft. Es geht um das Verhalten von Familien, die sich um die Erbschaft streiten, Freunde, die bei der Abschiednahme eine riesige Party feiern, andere Religionen bzw. Traditionen oder auch um völlig verwaiste Tote, deren letztes Geleit tatsächlich die Bestatter selbst sind.

Wer sich nach einer möglichst lebensechten Serie umschaut, sollte sich Six Feet Under nicht entgehen lassen.

Wie auch immer, inzwischen sind die Schauspieler mit neuen Serien unterwegs. Michael C. Hall zum Beispiel mit seinem nahtlosen Übergang zu Dexter (ebenfalls schon in Staffel 5). Peter Krause hatte mit Lost Room trotz großer Klasse zwar weniger Glück, dann aber mit Dirty Sexy Money und aktuell mit Parenthood etwas mehr. Frances Conroy hatte in diversen bekannten Serien Gastauftritte, wie z.B. in Emergency Room oder Desperate Housewives, für sie gab es auch ein größeres Projekt mit Happy Town, das aber weniger erwähnenswert ist. Lauren Ambrose hat den Einstieg bei Torchwood geschafft. Freddy Martinez startete in diesem Jahr mit Chaos. Rachel Griffiths spielte fast direkt nach Six Feet Under gute 110 Episoden in der gerade eingestellten Serie Brothers & Sisters und Jeremy Sisto kam für vier Jahre beim Dauerbrenner Law & Order unter.

Dies werden bestimmt nicht ihre letzten Stationen gewesen sein. Ein kleiner Artikel zu den letzten drei Staffeln von Six Feet Under ist hier zu finden.

2 Responses to Six Feet Under – Staffel 1 und Staffel 2

  1. Wulf Bengsch says:

    Auch in meinen Augen eine der besten je produzierten Serien und ausnahmsweise noch dazu mit einem sauberen Abschluss, der bewegender nicht hätte sein können. Ich habe selbst schon drüber nachgedacht der Serie mal eine Rezension zu widmen, bin bisher aber aus Zeitmangel noch nicht dazu gekommen.

    Auch wenn du jetzt nicht konkret auf die Inhalte der ersten beiden Staffeln eingegangen bist hoffe ich doch, dass sich die Artikelreihe noch fortsetzt und mir eine meiner liebsten Serien einmal mehr in Erinnerung rufen wird

  2. StaffelEins says:

    @Wulf Bengsch Hallo Wulf, ja bald folgt noch ein Artikel zu den restlichen drei Staffeln. Allerdings möchte ich andere Leser, die die Serie noch nicht kennen auch nicht zu sehr spoilern.

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