Six Feet UnderDie Soul Sängerin Amy Winehouse ist am 23.07.2011 gestorben. Kurz bevor dieser Artikel verfasst wurde. Sie war 27 Jahre alt. In diesem Alter starben auch Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Janis Joplin und so manch anderer bekannter Musiker. Eine Überdosis Drogen als Ursache wird angenommen und wäre in diesem Fall nicht ungewöhnlich.

Noch einen Tag zuvor erschoss ein Einzeltäter in Norwegen nach einem Bombenattentat über 80 Jugendliche. Natürlich ist dieser Tod für alle sehr ungewöhnlich. In allen Todesfällen wird unterschiedlich getrauert. In den Medien wurden beide Nachrichten fast gleichwertig behandelt. Manch einer mag den Vergleich der Todesmeldungen empörend finden, aber so sind Todesmeldungen halt, sie berühren uns, auch wenn wir keines der Opfer selbst kannten. Sie wecken unterschiedlichste Gefühle in uns.

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Und das ist es, was Six Feet Under durchgängig mit uns macht, es weckt eine Vielzahl von Gefühlen in uns, weil wir in jeder Episode bewegende Todesfälle bewerten müssen. Unter anderem kommen bei Six Feet Under  tatsächlich zwei Situationen vor, die den oben beschriebenen realen Fällen sehr nahe kommen. Mitunter ertappt man sich dabei, dass einem der vor der Kamera inszenierte Tod eines Serien Schauspielers, bzw. der Tod seiner Rolle, näher geht, als wenn man vom Ableben des echten Schauspielers Jahre später in der Zeitung liest. Es ist sogar sehr realistisch das dies passiert. Ich behaupte nicht, dass man durch das Anschauen von Six Feet Under etwas über sein eigenes Leben lernen muss, aber ich nehme es den echten Bestattern im Rückblick* der Serie vollkommen ab, dass Kunden, die die Serie gesehen haben, die Arbeit der Bestatter besser einschätzen und respektieren konnten. (*Rückblick enthalten in Staffelbox 5)

Was passiert sonst in den letzten drei Staffeln? Ohne zu spoilern? 1.) Sämtliche Beziehungskisten werden noch einmal kräftig durchgewirbelt. 2.) Nicht alles führt zu einem guten Ende, aber das Ende ist hervorragend. 3.) Es gibt nicht unbedingt mehr Sex als in den ersten beiden Staffeln, aber es werden ein paar (für damals vermutlich in der TV Landschaft neue) Grenzen ausgetestet. 4.) Ich hatte das Gefühl, das etwas weniger mit den Toten geredet wurde. 5.) Ich wüsste am Ende nicht, welche andere Serie ich als ähnlich bezeichnen könnte.

Ich will denjenigen, die die Serie nicht kennen, einfach nicht verderben. Schaut euch Six Feet Under an. Eine klarere Empfehlung habe ich wahrscheinlich nie gegeben. Hier geht es zum Artikel der ersten beiden Staffeln.

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