StaffelEins Artikel Die SopranosMein Review der letzten beiden Sopranos Staffeln fehlt noch. Es ist nun schon ein paar Monate her, seitdem ich die Serie komplett geschaut hatte. Ich glaube der Grund dafür, dass ich mich nicht schneller begeistern konnte diesen Artikel zu schreiben, liegt darin, dass ich doch ein wenig enttäuscht von dem Ende war. Ich möchte damit nichts gegen die letzten Minuten der Serie sagen, die ein gewöhnungsbedürftiges Ende bereit halten, aber kein Schlechtes.

Für mich geht es um die gesamte Entwicklung der Geschichte der letzten beiden Staffeln. Was ich hier als Enttäuschung beschreibe, soll aber auch nicht bedeuten, dass ich die Serie insgesamt enttäuschend fand. Sie hat für mich von einem sehr hohen Unterhaltungswert bis zum Ende von Staffel 3 stetig etwas abgenommen und sich auf einem knapp überdurchschnittlichen Wert in Staffel 6 verabschiedet.

Warum? Vor allem, weil Tony Sopranos Mitstreiter und Gegner – meistens erfüllten sie ja beide Kategorien in einer Person – immer weiter ausdünnen. Für einen ausführlichen Charakteraufbau neuer Figuren bleibt später wenig Zeit, deshalb spitzt sich alles noch mehr auf Tony zu. Und die typischen Probleme verändern sich nicht, die bekannten Probleme verstärken sich. Das tat der Spannung am Ende nicht mehr gut. Ich hatte das Gefühl: später besteht 70% der Spielzeit darin, dass man einer kaputten Familie beim Streit um Alltagsprobleme zuschaut, oder es ging um die Probleme, die einem schon längst aus vorigen Staffeln bekannt waren. Das hat mich ehrlich genervt, denn ich hätte mir auch Frauentausch dafür anschauen können.

Die Story um Vito, der als schwul enttarnt wird und sich auf die Flucht begibt, fand ich gut gestartet, aber stumpfsinnig zu Ende gebracht. Bei Feech gefiel mir der Schachzug in Staffel 5, aber der Fall Tony Blundetto, sowie der Krieg gegen Phil Leotardo waren für mich einfach nicht mehr so spannend, vorhersehbar halt – das war nur noch zweite Wahl. Die Rosinen waren mit Adrianas FBI Auflösung gepickt.

Um es kurz zusammen zu fassen, die Serie steuerte in tausend spannende Richtungen, die dann egal wurden und die einzige konstante Richtung hat mich zuviel mit Belanglosigkeit genervt. Bei aller Liebe für das tolle Setting und grandiose Darsteller. Die hochkarätige Serie hatte für mich leider nur ein einigermaßen ordentliches Schlusswort. Viele verstörende und wunderbare Szenen begleiten einen dorthin. Der YouTube Fundus ist groß, einen festen Platz in den Herzen der Serien Fans werden die Sopranos immer behalten.

3 Responses to Die Sopranos – Staffel 5 und 6

  1. bullion says:

    Ich fand ja gerade das Serienfinale (und überhaupt Staffel 6) ziemlich großartig. Besser hätte die Show mMn nicht enden können. Aber das ist wohl, wie so vieles, Geschmackssache.

  2. StaffelEins says:

    Ja, ich hatte mich auch darauf gefreut. Vielleicht war meine Erwartungshaltung einfach zu groß durch die vielen guten Rückblicke auf die Serie. Ich zähle mich auch zu den Leuten, die die Serie gut finden. Aber dieser besondere Funke ist leider nicht übergesprungen.

  3. sizilia says:

    kann mir jemand erklären, warum der raum beim badabing nicht verwanzt werden kann? die reden dort doch auch übers geschäft oder nicht?

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