Hung StaffelEins In dieser Serie wächst zusammen was eigentlich nicht zusammen gehört. Hauptdarsteller Thomas Jane bildet ein genial chaotisches Duo mit Jane Adams. Beide Darsteller waren durch ihre Leistungen für die Golden Globes nominiert, Thomas Jane sogar in jedem Jahr in dem es eine Staffel von Hung gab. Gewinnen konnte er den Preis jedoch nie. Es wurden immerhin drei Staffeln für Hung, bevor sich HBO im Dezember 2012 entschied, die Serie nicht mehr zu verlängern.

Somit bleiben uns 30 Folgen, die man sich getrost ins Serienregal stellen kann. Das erfrischende Konzept lautet: “Highschool Basketball Trainer in Sinn- und Lebenskrise mit plötzlichen existentiellen Nöten, sucht sich als Callboy eine leicht depressive Dichterin mit ähnlichen Nöten als Zuhälterin aus.”

So schräg diese Konstellation klingen mag, sie wirkt viel realistischer, als man am Anfang glauben würde. Der Aufbau der Story ist flott erzählt und auch im späteren Verlauf hält sich eine gewisse Spannungskurve durch das Doppelleben, welches die Beteiligten in der Gesellschaft führen. Die erste Staffel kann man locker an einem Wochenende schaffen und man wünscht sich längere Episoden.

Einen großen Pluspunkt macht die Serie für mich dadurch, dass sie ihre Spannung aufrecht erhält, ohne dass jemandem dabei zu Schaden kommen muss. Gewalt wird mit einem hohen Sexanteil ausgeglichen. Ich finde Serien immer dann bedeutsam, wenn sie so gut sind, dass niemand sterben oder dauernd auf die Fresse bekommen muss, um den Zuschauer zu unterhalten.

Eine Kuriosität, die ich nirgendwo einbauen konnte: Jane Adams vergaß angeblich einmal in einem Restaurant zu zahlen. Als ihr Manager später die Rechnung beglich, gab es kein Trinkgeld und der Kellner beschwerte sich darüber per Twitter. Später kam sie wohl zum Restaurant zurück, um ihm drei Dollar nachträglich auszuhändigen, doch er war bereits gefeuert worden, weil er sich in Social Media Kanälen häufiger über Gäste beschwert haben soll. Hier die Story.

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