Historisch


PacificIch wollte ja letztlich doch unbedingt warten, bis die erste Folge im Deutschen Fernsehen läuft. Das tat sie dann am 15.07.2010 bei kabel1. Einen kurzen Bericht, kann man dazu hier lesen. Vielleicht lag es daran, dass ich noch zu tief im Sommerloch steckte, vielleicht an zu hohen Erwartungen im Vergleich mit Band of Brothers. Ich habe die erste Folge nicht bis zum Ende geschafft, weil sie mich zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln konnte. Ich habe nicht ausgeschaltet, sondern umgeschaltet und weiß noch nicht einmal mehr genau zu welchem Zeitpunkt.

In jedem Fall sollte ich der Serie nochmal eine Chance geben, aber der erste Eindruck war: “Ein seeehr langer 08/15 Kriegsfilm”. Gut, wenn mich die Thematik bei mehr oder weniger auf Tatsachen beruhenden Militärfilmen oder Serien interessiert, dann auch eher in europäischen Konflikten.

Ist dies die Art von denkwürdigen Szenen, die man braucht um sich an diese Serie als besonders kritisch zu erinnern? Ein japanischer Soldat ist von den US Marines umzingelt. Er versucht zu flüchten, die Marines schießen aber immer wieder in seine Laufrichtung, so dass er erkennt, dass er ihnen ausgeliefert ist und er bleibt einfach stehen. Er wird jedoch nicht in Gefangenschaft genommen. Er wird gezielt von Kugeln getroffen, die ihn nur verletzen aber nicht töten. Das dient nur dem Zweck der Folter, ein Fluchtversuch ist ausgeschlossen. Einer der “heldenhaften” Charaktere der US Seite steht auf, zielt genau und erschießt den Japaner um dem Schauspiel ein schnelleres Ende zu setzen. Ein Zuruf ertönt, warum er das gemacht habe.

Man sieht US Soldaten beim Plündern der Feinde, sie entdecken Familienfotos und Andenken an die Kinder der soeben getöteten namenlosen Gegner. Ist ja sicherlich alles Auftag um geheime Dokumente aufzuspüren, naja, das was wertvoll ist, steckt man ein, dass was emotional berührt macht einen betroffen und wird gegebenenfalls verbrannt.

Vielleicht ist mir einfach der Bruch zu heftig, selbst wenn die Szenen klug gewählt sind. Es steht schon nach wenigen Minuten der Serie fest. Alles scheiße, ein Menschenleben zählt gar nichts, die meisten Menschen sind herzlose Trottel, die Propaganda ist an allem Schuld. Wo man bei Band of Brothers meistens noch das Gefühl hat, für ein paar Dinge hält man mit den Leuten da auf dem Bildschirm durch und jeder hat einfach nur Angst nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können, da ist bei The Pacific zumindest am Anfang schon eine emotionale Leere.

Es mögen ja bisher bedeutungsschwangere Szenen sein, aber ich hoffe die zweite Folge wird irgendeinen anderen Funken wecken.

StaffelEins Robin Hood

Leute, die Geschichte studiert haben, mögen mir manche Mischungen von Begriffen in diesem Artikel verzeihen oder per Kommentar darauf hinweisen, ich korrigiere Fehler gern! Der erste Artikel zu dieser Serie rund um Robin Hood ist hier zu finden. Die zweite Hälfte der Staffel beginnt mit einem Streuner, der schwerbewaffnete Tempelritter verfolgt, die den Sherwood Forrest durchqueren. In der Nacht beobachtet er sie bei einer religiösen Zeremonie. Der Name der Folge ist “Seven Poor Knights From Acre” auf deutsch einfach nur “Die Kreuzritter”.

Am nächsten Morgen, sieht man Robin und seine langsam wieder erstarkte Truppe bei einem Bogenschützen Wettkampf, der Streuner läuft ihnen in die Arme, darf aber weiter ziehen. Kurz darauf preschen die Kreuzritter hervor. Beide Seiten verlieren einen Mann im Kampf – zudem wird Much gefangen genommen. Die Kreuzritter bringen ihn in ein Dorf, in dem wenig später die Lage vom Sheriff von Nottingham überprüft wird. Er erkennt Much und erfährt von der deutsch-französisch Kauderwelsch sprechenden Templertruppe, dass sie es auf den gemeinsamen Feind abgesehen haben. Um Zeit und Männer zu sparen, lässt er die Ritter bleiben – in der Hoffnung, dass sie sein Problem mit Hood lösen.

Währenddessen erfährt Robin Hood, das die Ritter nur deshalb so aufgebracht sind, weil ihnen eine Reliquie gestohlen wurde. Es muss der Streuner gewesen sein. Bei einem Rettungsversuch für Much nimmt der Anführer der Kreuzritter Robin sein Schwert ab, lässt ihn aber laufen. Robin muss sich beeilen und den gestohlenen Gegenstand wieder beschaffen. Dieser befindet sich jedoch in der Gewalt des Sheriffs, nachdem der Dieb von Soldaten aufgegriffen wurde. Es ist nicht ganz klar, ob Robin es schafft tatsächlich das Original wieder zu beschaffen, leider ist die Serie an dieser Stelle ungünstig geschnitten. Er bringt dem Anführer einen Gegenstand und Much wird freigelassen. Trotzdem setzen die Ritter noch einmal an um die beiden zu töten, allerdings haben die gepanzerten Reiter keine Chance gegen Robins Leute am Waldrand und der Held der Serie bekommt sein Schwert wieder.

Screen Robin 3

Alan A Dale (Der Minnesänger) ist der Titel der fünften Folge. Objektiv gesehen, die erste Robin of Sherwood Folge, die man sich aus heutiger Sicht anschaut und sagt, dass Storyaufbau, Schnitt, Darstellung und Szenerie komplett überzeugen können. Selbst der Humor trifft diesmal exakt den Punkt. Ich würde sagen, es war der Durchbruch um die Zuschauer damals endgültig einzufangen. Alles passt ineinander und wird mit einem überraschenden Ausklang abgerundet. Little John beginnt eine geheime Liebschaft in einem Dorf. Als er an einem Tag von Soldaten gesehen wird, kann er zwar fliehen, er kann nun aber nicht mehr zurück und die Bewohner müssen dafür büßen.

Robin Hoods Männer greifen einen Minnesänger auf, der durch den Wald zieht – und übrigens genial geschauspielt wird. Sie wollen ihn nach kurzer Überprüfung schon wieder ziehen lassen, da sagt er beiläufig, er wäre unterwegs nach Nottingham um den Sheriff zu töten. Das macht die Bande wiederum neugierig. Es stellt sich heraus, dass der Sheriff sich mal wieder Geld beschaffen will. Zu diesem Zweck hat er einer Hochzeit zwischen ihm und der 16 Jahre alten Tochter eines reichen Barons eingewilligt, sowie der damit verbundenen großen Mitgift. Sie liebt jedoch insgeheim und doch sehr offen den Minnesänger.

Die Gefährten versuchen Guy von Gisburne bei der Überführung der Verlobten samt deren Mitgift zu überrumpeln. Der Versuch scheitert jedoch, denn weder das Geld kommt in ihre Finger, weil es eigentlich schon mit einem anderen Transport überbracht wurde – und die Verlobte entkommt durch einen mutigen Ausbruch Gisburnes. Genial versuchen sie es mit einer List noch einmal, indem sie den Minnesänger, der dem Sheriff und den Soldaten unbekannt ist, als Priester für die Vermählung einschleusen – die daraus entstehenden Dialoge sind sehr lustig. Der Raub der Verlobten gelingt und der Minnesänger darf sich mit ihr von Bruder Tuck trauen lassen. Sieger der Geschichte ist zum ersten Mal aber der Sheriff, der den Braten gerochen hat und eigentlich nur wollte, dass ihm die Frau gestohlen wird. Die Geldkisten, die Robins Männer stehlen, sind mit Steinen gefüllt. Die Tatsache, dass der Sheriff geistig doch mehr drauf hat und Robins Vorgehen voraussagen konnte, ist als Wendepunkt prägend für die Geschichte.

Screen Robin 4

Das Staffelfinale trägt den Namen “The Kings Fool” (Richard Löwenherz). Die Robin Hood Legende hat im Laufe der Zeit viele Mythen erschaffen. Einer davon ist, dass Robin Hood irgendwann vom rechtmäßigen König, Richard Löwenherz, zum Ritter geschlagen wird, als er von einem Kreuzzug nach England zurückkehrt und der königstreue Robin nur gegen den gefährlichen und verantwortungslosen Bruder des Königs rebelliert hatte. In manchen Geschichten hat Robin daraufhin lange Zeit für König Löwenherz erfolgreich in diversen Schlachten gekämpft. Diese Mythen sind laut Wikipedia nicht übereinstimmend mit den Texten der frühesten Balladen um Robin Hood. Löwenherz gilt aber nicht nur in England heute vielen Leuten noch als Idol.

Die Serie greift dennoch ein Zusammentreffen von Löwenherz und Hood auf. Robin rettet dem König tatsächlich das Leben, als dieser von Räubern im Sherwood Forrest überfallen wird. Der König gibt sich zunächst nicht zu erkennen, beweist sich als guter Gast im Lager und nach einem Ringkampf, in dem er Little John besiegt, lässt er die Maskerade fallen. Er lädt die Sherwood Bande nach Nottingham als Gäste ein, was Gisburne und dem Sheriff nicht gefällt. Er verspricht allen, sie sollen freie Männer sein und Land bekommen, aber er brauche sie dafür auch in der Normandie gegen französische Kriegsherren um England zu schützen. Nasir entscheidet sich zu gehen, er will mit dem Krieg nichts zu tun haben, da er religiös motiviert ist. Die anderen sind zunächst vom Charisma des Königs beeindruckt, zweifeln aber irgendwann, teilweise auch aus Angst bald Soldaten zu sein. Robin will sein Wort gegenüber dem König halten, stellt ihn aber offensiv vor einer großen Runde mit Adligen zur Rede um sich der Integrität des Herrschers zu versichern.

Der König versucht Robin zu überzeugen, kann aber nicht einschätzen, ob er damit wirklich Erfolg hatte. Nachdenklich ruft er den Sheriff später zu sich, der ihm versichert, es werde Ärger mit Robin Hood geben. Richard Löwenherz entscheidet sich, dem Sheriff einen Mordauftrag zu geben ohne ihn direkt damit in Verbindung zu bringen. Erledigen soll das mal wieder Gisburne. Der Versuch misslingt, Gisburne bekommt einen Pfeil in den Rücken. Im Gegenzug trifft er jedoch die mit Robin flüchtende Lady Marion tödlich. Als sie sich im Todeskampf befindet, meldet sich der Geist von Herne the Hunter bei Robin und erinnert ihn daran, das er doch magische Kräfte hat, was Pfeile angeht, deshalb muss er nur den Pfeil entfernen, das Rad der Zeit dreht sich kurz und Marion ist wieder gesund.

Das Ende einer großen Folge ist damit für mich leider etwas verpatzt worden. Ich glaube hier hat ein Produzent nicht den Tod von Marion durchziehen wollen, nach einer sehr mutigen Entscheidung, King Richard in einer englischen Serie als Antihelden darzustellen. Die Artikelserie geht bald mit der 2. Staffel von Robin of Sherwood weiter.

StaffelEins Robin HoodDiese britische Serie, die in Deutschland erstmals im Oktober 1984 auf dem ZDF lief, ist für mich eines der Highlights der TV Geschichte. Ich habe sie im Beisein meines größeren Bruders geschaut, das war eine Zeit, als auch die Sesamstraße mir noch viel zu bieten hatte. Obwohl die Sesamstraße zweifellos noch heute von mir geschätzt wird, sehe ich diese Robin Hood Serie, von der ich mir Staffel 1 und 2 aus England importiert hatte, kaum mit weniger Faszination an.

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich diese Serie noch einmal komplett nachholen muss. Meine Erinnerungen sind inzwischen lückenhaft – ab und zu läuft Robin of Sherwood heute noch auf dritten Programmen im Free TV. Wenn ich zufällig eine Folge erwischte, war ich sofort wieder beeindruckt, aber ich vergaß die Sendetermine immer wieder. Daher kam vor 3 Jahren der Entschluss, mir die Serie endlich zu kaufen um sie dann bis jetzt nach dem Schauen der ersten Folge liegen zu lassen – inzwischen gibt es übrigens deutsche DVD Boxen.

Zugegeben, die erste Folge wirkt manchmal, als wenn sich ein paar professionelle LARP Spieler im Wald getroffen haben und an vielen Stellen fehlt noch die Charakterzeichnung, die man später so liebgewinnt, aber man erkennt ohne Weiteres, dass diese Serie eindeutig als Vorlage für den Riesenerfolg der Robin Hood Verfilmung mit Kevin Costner im Kino war. Doch wirkt diese Serie echter, dunkler und mysteriöser – gerade zu experimentell, wenn auch mit großem Budget ausgestattet. Man setzte bei der Rollenverteilung gezielt auf Schauspieler, die nicht in das Model Schema passten. Es sind dreckige, verschwitzte Menschen mit körperlichen Abweichungen vom Idealdurchschnittsmaß zu sehen. Eine Ausnahme sind dabei höchstens Robin Darsteller Michael Praed und Marion Darstellerin Judi Trott. Zunehmend zeichnet die Serie sich als großes Abenteuer aus, das trotz vieler Mystery Elemente sehr real dargestellt ist – vor allem durch Verweise auf gesellschaftspolitische rauhe Sitten und Normen im Mittelalter – in denen die Helden nicht unverwundbar sind.

Screen Robin 1

Der Pilot besteht aus einer Doppelfolge. Im englischen Original “Robin and the Sorceror” Part 1 und 2. Die deutschen Titel lauten. “Der magische Pfeil” und “Der Wettkampf”. Im ersten Teil wird die Handlung schnell auf die Gruppenfindung zugeschnitten. Robins Familie und Dorfgemeinschaft wird von Söldnern niedergemetzelt als er Kind war. Mit seinem Gefährten Much lebt er vogelfrei und stiehlt Wild im Gehölz des Sheriffs von Nottingham, der den Namen Sherwood trägt. Sie werden aufgegriffen und landen im Kerker.

Sie treffen auf Will Scarlet, der wegen Mordes einsitzt und fliehen gemeinsam und gewalttätig. Im Wald trifft Robin auf den von Hexerei besessenen Little John, den er im Zweikampf besiegt, was den Hühnen von seinem Fluch befreit. Er wird zu dem wohl treuesten Gefolgsmann Robin Hoods. Nachdem der adlige Guy von Gisburne (einer meiner absoluten Lieblingsschurken, gespielt vom leider verstorbenen Robert Addie) ein wehrloses befreundetes Dorf auf der Suche nach den Entflohenen niederbrennt und Einwohner tötet, rächen sich die Gefährten und entführen dabei zufällig Lady Marion. Zwischendurch hat Robin von der Sagengestalt und Geist “Herne the Hunter” eine große Prophezeiung samt legendärem Schwert erhalten.

Screen Robin 2

Der zweite Teil beginnt damit, dass Robin sich den Pfeil von Herne the Hunter beschaffen will. Der bekannte Soundtrack von Clannad entfaltet jetzt seine Wirkung. Wem die Geschichte von Robin Hood bekannt ist, wird hier das Bogenschützen Turnier wieder erkennen, bei dem er als alter Mann verkleidet antritt und den Sieg durch einen gespaltenen Pfeil davon trägt. Der Sheriff, der Hood in eine Falle locken wollte, lässt sich düpieren. Der geheimnissvolle Dritte im Bunde, ein Baron, der sich schwarzer Magie bedient, hatte es ebenfalls auf das Artefakt abgesehen.

Da der Sheriff ihm Geld schuldet verlangt der Baron zur Begleichung statt Geld die Auslieferung Lady Marions in seine Gewalt. Der Sheriff lässt sich darauf ein, während der anwesende Mönch Bruder Tuck alles mit angehört hat und verzweifelt versucht Marion in den Sherwood Forrest zu bringen, bevor er von Schergen des Hexenbarons überwältigt wird. Robin zieht aus und kann den Hexer, dessen Schloss und Hofstaat sehr cool dargestellt wird, mit Hernes Pfeil besiegen und Marion befreien. Seine Gefolgleute werden jedoch in einen heftigen Kampf mit Guy von Gisburne verstrickt, wobei mehrere Charaktere an die man sich gewöhnt hatte umgebracht werden. Darunter Tom und Decon mit denen Robin anfangs aus dem Kerker des Sheriffs floh. Ein weiterer vormals Besessener wird aus dem Bann des Hexers befreit. Nasir, der wortkarge Sarazene schließt sich Robin an. Niemand außer den beiden erfährt es, aber Nasir ist als einziger fähig, Robin im Schwertkampf zu besiegen.

Die dritte Folge “Die Hexe von Elsdon” beginnt wieder mit dem verrückten Guy von Gisburne. Eine Frau hat ihn zurückgewiesen, er lässt sie als Hexe anklagen und sie wird zum Tod verurteilt. Da sie eine Gelehrte ist, was Heilkunst, Kräuter und Gifte angeht, beschließt der Sheriff von Nottingham ihr einen Handel anzubieten. Sie kann leben, wenn sie sich bei Robins Gefährten einschleusen lässt und sie mit einem Schlaftrank wehrlos macht. Schließlich hat die Bande gerade seinen getarnten Steuereintreiber aufgebracht und ist zahlungsfähiger als je zuvor. Doch sein Plan geht nicht auf, die Gemeinschaft wird um eine Heilerin reicher und der Sheriff um einen weiteren Gefangenen ärmer.

Die Artikelserie mit den Geschichten um Robin of Sherwood wird hier fortgesetzt.

StaffelEins TudorsDie Legende sagt das Englische Schüler für ihre Abschlussarbeit in Geschichte zu 90% für ein sog. HH Thema entscheiden. HH steht hierbei für „Henry“ und „Hitler“. Nach dem Erfolg den die Historien Serie Rome vor allem in England hatte, wundert es nicht das sich die Prozenten der englischen Geschichte zuwenden. Das Erfolgsrezept ist dabei von Rome abgekupfert worden. Es basiert auf „Sex and Crime“ und auf aufwendigen Requisiten. Vor allem die Kostüme sind aufwendig gemacht und spielen auf die zahlreichen Historien Filme z.b. Elizabeth an die es in den letzten Jahren in den Kinos gegeben hat an.

Die Handlung ist simpel und lehnt sich locker an die historischen Gegebenheiten an, (Siehe Wikipedia). Dabei treffen die Autoren nicht immer den Kern der Wahrheit. Wer also glaubt er könne sich durch das anschauen der Serie um das Lesen eines Buches über Heinrich VIII von England drumherum drücken wird enttäuscht. Todestage und Namen von Handelnden Personen stimme oft nicht, vermutlich aus dramaturgischen gründen. Am weitesten entfernen sich die Autoren bei dem Charakter der Personen. Sie werden nur auf eine Facette reduziert. Auch wenn man sich die Namen nicht merken kann, so weiss man doch immer wer gerade im Raum steht. Der Rachsüchtige, Die Schöne, Der Schwule usw.

Dabei dem Hauptcharakteren, wie etwa dem König, fällt so etwas schon, spätestens in der zweiten Staffel, auf. Weil man sich des Eindruckes nicht erwehren kann, das sich der Mann nur noch von einem Cholerischen Anfall zum nächsten hangelt. Hinzu kommt das alle Charakter Eigenschaften die ich bei ihm ausmachen konnte eher negative besetzt sind. Als maßloser Narzist kommt er mir vor, grenzenlos in seiner Selbstgeltung und völlig Mitleidlos über das Schicksal der Anderen.

Mir kommt zu wenig raus das der drang des Königs nach einem männlichen Nachfolger durch aus berechtigt ist, bzw. war. Denn nur durch einen (Männlichen-) Nachfolger konnte ein König sich selbst auf dem Thron legitimieren und seinen Gefolgschaften eine Zukunft anbieten. Hatte er diesen nicht war der Intrige gegen hin Tür und Tor geöffnet und an seinem Stuhl konnten andere Leute sägen. Er ist also auch nur ein getriebener in dieser Geschichte. Genau dieser Zusammenhang wird zwar leicht angedeutet aber nicht völlig in die Handlung eingebaut.

Mal von diesen beiden Kritikpunkten abgesehen halte ich die Serie für wirklich gelungen. Die Tatsachen das die Serie bei „Showtime“ in den USA gelaufen ist spricht alleine schon für die Qualität. Nach oberflächlicher Recherche im web, konnte ich leider nicht heraus finden ob sich eine Fortsetzung der Serie Geplant ist oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein würde ich das bedauern, wie auch schon bei Rome da ich mir einen gewissen Faible für Historische Filme hab.