Fernsehserie


StaffelEins FavsWie wärs mit einer Rundschau, um nicht gleich wieder nur auf Heroes einzulenken, deren Staffel 3.1 ich derzeit zu gut einem Drittel gesehen habe. Einen Artikel dazu gibt es in jedem Fall noch. Neben Heroes, habe ich wieder mit Rome – Staffel 1 angefangen, die kannte ich nicht vollständig und das wird etwas dauern. Warum also nicht mal den Blick von den eigenen Sehgewohnheiten abwenden und schauen, was bei den anderen so los ist?

Ich dachte mir, es wäre mal Platz und Zeit um auf ein paar weitere Dinge in der Serienwelt einzugehen. Derzeit habe ich nicht so viele neue Serien geschaut, aber der März bringt in Deutschland eine Menge neuer Staffeln.

Flo Lieb hat irgendwie langsam keine Lust mehr auf Heroes und begründet das in seinem Artikel, den ich in einigen Passagen großzügig überlesen habe um nicht zu sehr beeinflusst zu werden.

Stefan Niggemeier schreibt im Fernsehlexikon über den Flop der 7-Millionen-Dollar-Frau Neuauflage, die völlig an mir vorüber gegangen ist. Außerdem bewundert er einen Kabel 1 Programmplaner, der die einigermaßen korrekte zeitliche Ausstrahlung von Practice und Boston Legal hinbekommen hat. Serien, die ich mehr als nur am Rande verfolgt habe, wobei das, was ich von Boston Legal sah, fand ich immer sehr unterhaltend.

Besonders William Shatner gefällt mir sehr gut in Boston Legal. Deshalb freute ich mich um so mehr, als ich bei Morn im Fernsehserien Blog über eine neue Serie mit Shatner las, die auf einem Twitter Phänomen basiert. Wir nutzen sehr gern Twitter und freuen uns bei Serienstart auf die ersten Tweets dazu.

Weniger über Serien schrieb Kevin Reymann auf Area85 (das endlich wieder lesbar aussieht ;-), aber wo wir gerade bei Twitter sind, dieser Artikel über Facebook hat zumindest etwas mit Fernsehen zu tun und das nutzen wir sehr gern.

Kino, TV und Co gibt Wolfman 7 Punkte. Die Hälfte hätte nach meiner Meinung gereicht. Ja, Farben und Musik okay, ansonsten fühlte ich mich ähnlich enttäuscht, wie bei Tim Burtons Version vom Planet der Affen, zumindest da liegen wir auf einer ähnlichen Wellenlänge. Burtons neuen Film “Alice im Wunderland” finde ich übrigens genial. Ich habe ihn gestern in 3D gesehen.

Die alljährliche Absetzungswelle hat Dollhouse erwischt. Schade findet das moviescape. Ich kann mir deshalb vorstellen bald die komplette Serie zu erwerben.

Prison Break, fand ich eigentlich gut, bevor ich die Serie wegen dem RTL Ausstrahlungstermin dann irgendwann vergessen hatte. Im Serien-Network gibt es einen Trailer zum Computerspiel, in dem man selbst ausbrechen darf.

Ein alter Zocker ist bald auch Dustin Hoffman, den ich als Schauspieler in vielen Filmen verehre. Laut Serienjunkies wird er in “Luck” zu sehen sein. Dabei arbeitet er mit dem Verantwortlichen der Serie Deadwood zusammen, die ich persönlich sehr gut finde.

Das Couchmonster weckt mein Interesse an How to make it in America.

Die Zange berichtet über Breaking Bad, die Serie fanden wir ja schon gut bis besser. Keine Meinung dagegen habe ich von Lie to me – ich habe lediglich die vielen Vox Plakate in der Stadt gesehen bin davon ein wenig neugierig geworden. Robert schreibt auf lieblingsserie.de ein paar Informationen zusammen.

Zu guter Letzt wird weltweit der Start von The Pacific am 14. März auf HBO erwartet, trotz allem Pathos, der da mitschwingen mag. Damit schließe ich den kleinen Streifzug und freue mich bald auf neues Futter.

StaffelEins HeroesKnapp zehn Tage sind vergangen. Das Staffelfinale Nr. 2 von Heroes liegt hinter mir. Die Fernsehsender in Amerika klagen in mehreren Bereichen seit geraumer Zeit über Quoteneinbrüche und selbst Late Night Stars, wie Jay Leno werden im Moment hin und her verfrachtet um zu schauen, ob man nur die verhältnismäßig kleinen Schrauben drehen muss um in das alte Fahrwasser zurück zu kehren. Wahrscheinlich sorgt diese Maßnahme nur für mehr Verwirrung bei den verbliebenen treuen Zuschauern und beschleunigt den Verfall der klassischen Netzwerke um so mehr.

Diese Taktik macht bei Fernsehserien schon längst die Runde und aktuell ist sie aus Sicht der Sender wahrscheinlich sogar noch minimal rentabel, weil Neustarts bei Serien tatsächlich auf einmal große Quotenaufschwünge bewirken können. Ich wette zwar, dass gerade Heroes bei einem weiteren Bestehen durch DVD Verkäufe (über Jahre gesehen) rentable Einnahmen heraus holen würde, aber eine völlig neue Serienstaffel pumpt “Neuwert” in den Sendeplatz und eine fortgesetzte Serienstaffel zieht nur die bestehenden treugebliebenen Fans mit. Gerade bei Heroes ist das leider so, weil man bei Heroes unmöglich erst in der dritten oder vierten Staffel Fan werden kann, ohne die anderen Staffeln gesehen zu haben.

Meine Empfehlung wäre: Heroes weiter zu produzieren und nur noch im Internet ausstrahlen… das könnte eine Online Plattform, wie MySpace oder Hulu (NBC), bestimmt gut gebrauchen und die Fans ansprechen, wo sie Heroes am meisten suchen oder bestellen. – Totales Wunschdenken halt heutzutage, aber irgendwann wird es Serien geben, die dadurch gerettet werden. Man ist auf dem Weg.

Screen HeroesHeroes bekam trotz Autorenstreik eine lange dritte und vierte Staffel spendiert und muss jetzt um die fünfte Staffel bangen, die die Fäden in ein schönes Ende zusammenführen soll, dafür sprach sich jüngst Hiro Darsteller Masi Oka aus. In vorigen Artikeln wurde schon zu den ersten beiden Staffeln berichtet. Für mich bleibt die dritte Staffel, trotz mancher Warnung ein absoluter Pflichtkauf. Im Gegensatz zu anderen Meinungen, war bei Staffel 2 eine konstante Spannung, wie bei den ersten Folgen zu verspüren. Eine super Guerilla Werbung war die Bewerbung der Staffel durch die aufwendige Fake Website und Doku der Yamagato Fellowship.

Die Charaktere entwickeln sich weiter, wechseln teilweise die Seiten, so haben wir nicht mehr nur Leuchttürme vor uns. Kaum jemand hat noch eine weiße Weste und brachte sich nicht auf Kosten eines anderen in seinen Zielen voran. Die Einführung von neuen Fähigkeiten war sehr schleppend und bisher nicht so bedeutend, dafür aber die Entwicklung bisheriger Fähigkeiten. Je größer die Macht der einzelnen Figuren wird, desto größer sind Versuchung, Eitelkeit und die Gefahr einen echten Einfluß zu nehmen auf Organisationen und Regeln, die man inzwischen kennt, aber nur halb versteht. Die Petrellis mögen nach wie vor nicht den Hauptanteil der Sendezeit beanspruchen, aber sie sind für mich trotzdem die Familie mit dem höchsten Einfluß und ich halte es für unausweichlich, dass es einmal mehr ohne sie nicht gehen wird um das Finale zu bestreiten. Hier noch ein Link zu Peter Petrellis (Milo Ventimiglia’s) Fanpage.

Die zweite Staffel von Heroes ist tatsächlich nur eine kleine Brücke zu dem nächsten großen Ding und über das werde ich mit Sicherheit in diesem Jahr noch schreiben. Gut, die letzte Folge war spürbar und notgedrungen verkürzt (Autorenstreik), aber nie enttäuschend. Jeder der nachdenklich ist, aber die erste Staffel mochte, sollte sich hiermit einen Stupser abholen. Bisher bereut man nichts, wenn man die Zeit und das Geld opfern kann.

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Heroes Staffel 2 – DVD Steelbook

StaffelEins HeroesNach der ersten Heroes Staffel war ich begeistert. Ich musste die zweite Staffel allein deshalb erwerben, weil ich mich dafür der Serie gegenüber in der Pflicht fühlte. Im Gegensatz zur ersten Staffel handelte es sich also keinesfalls um einen Kauf, der auf Empfehlungen basierte, sondern aufgrund gesunder Eigenmotivation getätigt wurde. Die Erwartungshaltung war allerdings nicht so hoch, weil man auf anderen Blogs lesen konnte, dass die Spannung eher abnimmt und an frühere Zeiten wohl auch in der dritten Staffel nicht anknüpfen könne.

Entsprechend auf das Schlimmste gefasst, setzte ich mich mit meiner Frau vor die erste DVD aus der etwas schmaler ausgestatteten Heroes Season 2 Steelbook Box. Drei Episoden knüpfen hier nahtlos an die Szenen aus dem Finale der ersten Staffel an. Zunächst spinnen der indische Professor, die Cheerleaderin und ihr Vater, sowie Hiro und Parkman die größten Teile der Fortsetzung weiter. Andere altbekannte Charaktere werden teilweise erst in Folge 2 oder 3 nennenswert aktiv. Die Petrellis sind nach wie vor für die Geschichte wichtig, man erfährt aber wenig über die künftige Rolle der einzelnen Familienmitglieder.

Ohne wirklich zu spoilern (falls man die erste Staffel komplett geschaut hat) darf man wohl erwähnen, dass Sylar nicht so ganz tot ist, wie sich das viele gewünscht hätten. Zunächst ist er aber keine all zu große Gefahr. Hiro versucht die Vergangenheit teils tölpelhaft möglichst wenig zu verändern. Ein neuer Gegner beschäftigt derweil die alte Garde der Heroes, während die junge Generation ihn noch nicht komplett wahrnimmt. Schließlich übernehmen noch zwei Lateinamerikanische Flüchtlinge neue Plätze in der Story  und sie bringen eine sehr mächtige Fähigkeit mit.

Die Erzählung kommt meiner Meinung nach sehr gut in Fahrt und Einbußen gegenüber der ersten Staffel sind bis jetzt nicht erkennbar. Von daher geht nach einem Viertel dieser bislang kürzesten Heroes Staffel der Erwerb schon in Ordnung. Ein Fazit wird demnächst zur gesamten Staffel folgen.

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StaffelEins Gormenghast

Ich bin in diese BBC Miniserie aus dem Jahr 2000 durch eine kürzliche Ausstrahlung bei arte zufällig eingetaucht. Sie wird ab 13. Januar 2010 wiederholt und ich weise für Euch gern noch einmal darauf hin. In vier Episoden wird – der Theorie nach – eine dramatische Märchengeschichte vom Tellerwäscher zum “beinahe König” erzählt – wäre da nicht in der Praxis bei der Produktion manches ganz und gar Untypisches passiert. Selbst für den manchmal eigenartigen Stil der Briten ist Gormenghast schon sehr abgefahren.

In der bemitleidenswerten Hauptrolle (das ist nicht negativ gemeint) findet sich niemand geringerer, als der heutige Star der Tudors Serie von Showtime, John Rhys Meyers. Dort spielt er ja ebenfalls eine irgendwie bemitleidenswerte Rolle mit dem Unterschied, dass er in seiner Rolle des Königs gleich das spielt, was er in Gormenghast verpasst. An seiner Seite drehte unter anderem Christopher Lee, der wenig später schon als Saruman in Herr der Ringe auftrat. Heutzutage wäre diese Besetzung für die gleiche Serie vielleicht nicht mehr bezahlbar.

Screen GormenghastDie Buchvorlage stammt bereits aus den 40er Jahren, bestand geplant aus 5 Teilen, allerdings wurden vom Autor Mervyn Peake nur 2,5 fertig gestellt und die fehlende Hälfte von seinem dritten Werk wurde von anderen Leuten angeblich stark editiert. Heraus kam nun im Jahr 2000 ein durchaus bildgewaltiges Schauspiel. Davon kann man sich auf YouTube sogar in deutscher Sprache überzeugen ohne zuviel von der Handlung zu erfahren.

Wer den Trailer schaut wird merken, dass einige Dialoge wirklich anstrengend sein können. Vielfach schwingt sehr ausgereifte altertümliche Sprachkunst mit. Die extrem überzeichnete oder lächerliche Darstellung der Charaktere sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass nebenbei ziemlich kluge und deutliche Kritik an gesellschaftlichen Konventionen und Obrigkeiten geübt wird. Diese Kritik musste zu Zeiten der Entstehung des Buches wohl auch noch derartig verpackt werden, damit man in der Öffentlichkeit nicht zu sehr für einen Feind der Royals gehalten wurde – selbst heute ist sie ungern gesehen.

Der Kochjunge Steerpike ist seit Kindesjahren nicht aus der Großküche der Herrscher von Gormenghast herausgekommen und wird vom Chefkoch mehrfach misshandelt. Der Knecht des Königs verschafft ihm die Möglichkeit zu entfliehen, fortan arbeitet er sich mit Übereifer in andere Dienstleistungspositionen des Schlosses um seinem früheren Leben so weit wie möglich zu entkommen. Nicht jeder erliegt seinem frechen Charme von selbst und so greift er mit allen Mitteln eines Getriebenen in die Rängespiele unter den Adligen am Hof ein. Man kann Steerpikes Handlungen unterschiedlich bewerten und muss seine Motive teilweise auch erst verstehen lernen.

In meinen Augen hat der Buchautor die Aussage vertreten, das man nicht nur einfach so ist, wie man geboren wird, aber die Geburt bestimmt mit, was später aus einem gemacht wird – das zieht gewisse Ungerechtigkeiten nach sich und setzt zwischen Menschen aller Herkunft eine Verständigung und Verständnis voraus, ansonsten gehen nach Generationen gegenseitiger Isolierung die Lebenswelten unvereinbar auseinander. Der Regisseur hat sich vermutlich recht nah an der Buchvorlage gehalten.

Informative Gormenghast Seite.

Infos zu Gormenghast auf arte.

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Gormenghast – Erster Buchband

Gormenghast – DVD (UK Import)

StaffelEins Lost RoomDie Lost Room Serie des amerikanischen Senders SyFy ist vergleichsweise unbekannt zu anderen Serien über die wir berichtet haben. Dafür, dass nur drei Episoden fertig gestellt wurden, ist diese Mini-Serie im hart umkämpften Serienmarkt Ende des Jahres 2006 trotzdem zu einer kleinen Legende geworden. Produzent und Co-Autor Christopher Leone wurde erst Mitte dieses Jahres von Fans nach einer Lost Room Comic Fortsetzung gefragt, als er eigentlich im Forum des Fernsehsenders sein Projekt “We Kill Monsters” promoten wollte.

Die einzigartige Handlung in Kurzform (Achtung am Ende dieses Artikels gibt es eine Liste, die nicht gelesen werden sollte, wenn man die Serie noch schauen möchte – für Leute, die sie schon gesehen haben, ist diese Liste aber ein Mehrwert):

Polizist Joe Miller (Peter Krause / Six Feet Under) kommt bei der Aufklärung eines Mordfalls in Besitz eines Schlüssels mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Er kann damit jede Tür öffnen, in die ein normaler Haustürschlüssel passen würde. Der Besitzer des Schlüssels gelangt jedoch immer in das selbe fast leere, von der Abendsonne hell erleuchtete “Sunshine” Motel Zimmer aus dem Jahr 1961. Schließt er die Tür hinter sich, kann ihm niemand folgen. Öffnet er selbst die Tür wieder, kann er aus jeder beliebigen Tür auf der Welt heraus kommen, die er sich vorstellen kann. Wie sich später heraus stellt, haben der Schlüssel und das Zimmer aber auch Eigenschaften die gefährlich sind. Zusätzlich gibt es angeblich mehr als 100 weitere Gegenstände aus dem Zimmer, die ihren Besitzern in unserer Welt verschiedene Eigenschaften verleihen und gefragte Objekte diverser Organisationen und Einzelpersonen sind.

Ich kann die Faszination teilen. Anscheinend haben Verantwortliche von Sendern und Verlagen auch ein paar Jahre nach dem unglücklichen Intro der Serie etwas Heimweh nach dem Zimmer. Laut Wikipedia wurden verschiedene Versionen in knapp 35 Staaten auf jedem Kontinent ausgestrahlt und einige davon kamen erst in diesem Jahr hinzu. Leone bestätigte außerdem diverse Verlagsanfragen. Die Lizensierung scheint dabei im Weg zu stehen, was bedeuten könnte, dass man auch bei den Rechteinhabern noch an ein gewisses Potential glaubt.

Screen Lost Room

Die Lizenz ist meiner Meinung nach einiges wert. Das Setting der Serie ist sehr gut ausgearbeitet und genießt damit quasi einen Kopierschutz, weil eine ähnliche Idee leicht als Abklatsch von Lost Room abgestempelt werden würde. Schade, dass diese große Rolle für Hauptdarsteller Krause nach fünf sehr erfolgreichen Jahren bei Six Feet Under und an der Seite von weiteren guten Schauspielern nicht sofort zündete.

Es gibt zwar eine ausführliche Wikipedia Liste zu den wohl bekannten Objekten aus Lost Room, ich wollte mir aber den Spaß machen und selbst testen, wieviele ich beim Schauen der Serie eindeutig ausfindig machen konnte. Teilweise muss man dafür Szenen viele Male durchlaufen lassen und häufig Gebrauch der Pause Taste machen. Als ich dann meine Ausbeute verglichen habe, fand ich, dass ich ganz gut abschneide und einige Objekte der englischen Liste sind meiner Meinung nach gemutmaßt. Man sollte die Liste nur lesen, wenn man die Serie schon kennt. Deshalb noch eine klare SPOILER Warnung an dieser Stelle – und der Hinweis, dass ich ein Objekt bewusst heraus gelassen habe, weil manche den Spoiler eben doch überlesen.

Der Stoff bietet viel Potential und wird am Ende ziemlich offen gelassen. Schade, dass einige Fanprojekte wohl im Ansatz stecken blieben um eigene Storylines für den weiteren Verlauf zu entwickeln.

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Das verschwundene Zimmer (DVD Box)

StaffelEins Objektliste aus “Das verschwundene Zimmer”:

Armbanduhr – Kocht Eier, wenn man sie in die Mitte der Uhr legt.
Armbanduhr + Messer – Es entsteht angeblich eine Telepathie Fähigkeit.
Aschenbecher – unbekannt. (Alter Film)
Bibel – unbekannt. (Kreutzfeld)
Blaue Reisekarte (Santa Fe) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Bleistift – Angeblich muss man mit dem Bleistift nur einmal auf einen Tisch tippen und bekommt dafür jedes Mal einen Penny.
Brille – Löscht jedes Feuer. Lässt Elektronik versagen.
Busticket – Berührt man jemanden damit landet man auf einer verlassenen Landstraße irgendwo in die Nähe von New Mexico.
Deodorant Puder (gelb) – unbekannt. (Legionsliste, Sood’s Objekt Katalog)
Haarfärbemittel (braun) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Hotelprospekt – (unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Flachmann – Dreht man die Flasche auf, bleibt einer Person der Atem weg.
Frostmittelflasche – unbekannt. (Verlies)
Glasauge – Heilt oder zerstört Lebewesen.
Hemd (weiß) – unbekannt. (Verlies)
Hochzeitsfoto – unbekannt. (Maybell Smith)
Kamera – unbekannt. (Orden)
Kamm – Lässt die Zeit stillstehen, wenn man sich damit durch die Haare fährt. Besitzer kann sich noch bewegen.
Kartenspiel – Verleiht beim Betrachten eine Vision von Geschehnissen im Motel, verursacht Schmerzen.
Kaugummi – unbekannt. (Legionsliste)
Kleiderbügel – unbekannt. (Orden)
Kugelschreiber – Ein Stich mit dem Kugelschreiber kocht das Lebewesen in das er eindringt.
Likörflasche – unbekannt. (Legionsliste)
Linker Schuh – unbekannt. (Legionsliste)
Linke Socke – unbekannt. (Legionsliste)
Lupe – unbekannt. (Vision von Reuber)
Manschettenknopf – senkt den Blutdruck? (Kreutzfeld)
Mantel – Lässt keine Kugeln durch.
Münze – Lässt Erinnerungen lebendig werden, wenn man sie verschluckt. (Kreutzfeld)
Nagelfeile – Betäubt Leute.
Nagelclipper – unbekannt. (Alter Film, Kreutzfeld)
Polaroid Fotos – Zeigt dem Besitzer beim Betrachten das Innere und Äußere des Zimmers mit der Nummer 10, das sonst nicht sichtbar ist (nur in der Nähe des Motels). Intensives Betrachten ruft anscheinend auch Visionen aus dem Zimmer hervor.
Portemonaie – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Quadratischer Gegenstand – unbekannt. (Alter Film)
Radio – Stellt man den richtigen Sender ein wächst man ein Stück, heißt es.
Rasiermesser – unbekannt. (Orden)
Rechter Schuh – unbekannt. (Verlies)
Regenschirm – Angeblich glauben andere Leute immer den Besitzer zu kennen.
Seife – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Seifenverpackung mit Motel Schriftzug – unbekannt. (Verlies)
Schere – Kann Ziele herumschleudern.
Schlüssel – Öffnet das verlassene Motel Zimmer, der Besitzer kann in das Zimmer hinein, wenn er die Tür verschließt und wieder öffnet, kann er durch jede beliebige Tür in der Welt wieder heraustreten.
Schuhanzieher – unbekannt. (Orden)
Stempel? – unbekannt. (Verlies)
Streichholzschachtel – unbekannt. (Orden)
Taschenmesser – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Taschentuch – unbekannt. (Legionsliste)
Telefon – unbekannt. (Orden)
Thermoskanne – unbekannt. (Verlies)
Uhr – Bewirkt, dass solides Messing gasförmig wird ohne sich erst zu verflüssigen.
Uhrenetui – Verhindert den Zerfall auf kurzer Distanz. (Alter Film, Orden)
Vase – unbekannt. (Orden)
Wasserglas – unbekannt. (Orden)
Wasserflasche mit schwarzem Etikett – unbekannt. (Verlies)
Zahnbürste – unbekannt. (Kreutzfeld)
Zeitschrift (Life) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Zeitung – unbekannt. (Legionsliste, Kreutzfeld)
Zigaretten – unbekannt. (Legionsliste)
Zigarettenschachtel – unbekannt. (Kreutzfeld)

Kombinationen:
Im alten Film der Sammler lösen anscheinend ein nicht definierbarer quadratischer Gegenstand, das Uhrenetui, das Nagelclipper, die Zahnbürste, der Aschenbecher und die Zigarettenschachtel nach der Benutzung mit dem Schlüssel eine katastrophale Reaktion aus, bei der umherstehende Menschen sterben oder verrückt werden. Die Besitzerin wurde als Geist im verwüsteten Nebenzimmer des Motel Zimmers gefangen.

Der Geist der Motel Besitzerin konnte wieder in die Realität geholt werden, nachdem das Uhrenetui zuerst die Auflösung der Erscheinung verhinderte und der Kamm die Zeitverschiebung aufhob.

Weitere Listen findet man hier und hier (von Fans evtl. ausgeschmückt).

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Das verschwundene Zimmer (DVD Box)

StaffelEins Pushing DaisiesIch habe schon seit November 2008 versucht von Pushing Daisies alle Folgen im Free TV zu sehen. Diese Serie war es mir wert auch mal einen Termin zu verschieben oder auf eine andere Aktivität komplett zu verzichten. Ein ganz starkes Indiz für eine außergewöhnliche Serie ist, wenn ich den Computer für die Zeit der Sendung komplett von meiner Aufmerksamkeit nebenher ausblende.

Leider bekam ich von der Serie erst mit, als bereits die 4. Folge im Fernsehen lief. Prompt bloggte ich darüber und konnte in der weiteren Zeit bis März 2009 dann leider doch nicht alle Episoden verfolgen. Seit diesen Tagen liebäugelte ich schon mit der Anschaffung der DVD Boxen. Die blieben jedoch störrisch bei ca. 20 Euro pro Staffel stehen und – ich gebe zu – ich bin da jemand, der in Sachen günstige Angebote sehr sehr lange warten kann.

Um so schöner, wenn auf einmal das mir wohl bekannte Portal serieasten.tv ein Gewinnspiel veranstaltet, exakt die 2. Staffel als Preis winkt. Dann war die Frage des Tages auch noch beantwortbar …und simsalabim.

PDGewinn

Ich bedanke mich für den super schnellen Versand und die nette Weihnachtskarte. Zum Glück musste ich ja einige Weihnachtsgeschenke bestellen und selbstverständlich lag dann diesmal die 1. Staffel im Einkaufskorb zur Eigenbeschenkung. Also Warner oder ProSieben, wer auch immer sich als Sponsor aufzutreten entschied, ihr habt den richtigen getroffen und zudem letztlich euren Schnitt damit gemacht. Frohe Weihnachten.

StaffelEins True BloodDiese HBO Serie hebt sich wieder einmal genussvoll von anderen Musterbeispielen des Genres ab. Als Vampir-Serie tritt True Blood recht verspätet in den Zirkel der Blutsauger auf der Mattscheibe ein. Es hat sich gelohnt etwas mehr Zeit zu investieren. Mehrere Kritiker sind hingerissen von der Story.

Ich habe die erste Staffel auf Englisch gesehen. In den ersten zwei Folgen fragt man sich, ob der Hype um diese X-te Auflage von Liebesgeschichte zwischen Mensch und Vampir gerechtfertigt ist, in den zumal durchaus gebildete Quellen einstimmen. In einer amerikanischen Kleinstadt oder eher einem Provinznest will sich so schnell keine Story entfalten. Der Umgangston ist derb und die Handlung banal, beinahe lächerlich schlecht inszeniert sind die Szenen der ersten Auseinandersetzungen.

Sookie Stackhouse (Anna Paquin – wow endlich mal eine ordentliche* Darsteller Fanpage!) trifft Bill Compton (Stephen Moyer – *besonders im Vergleich zu seiner!). Sie ist menschlich oberflächlich, arbeitet als Kellnerin und hat eine für Vampire außergewöhnliche, aber unkontrollierte Gabe des Gedankenlesens. Bill ist seit dem amerikanischen Bürgerkrieg als Vampir in den Staaten unterwegs und kein besonders mächtiger Vampir. Vampire haben sich übrigens in dieser Geschichte der menschlichen Öffentlichkeit kürzlich enttarnt und leben mehr oder weniger offen Seite an Seite.

Screen True Blood

Menschen empfinden die Vampire gemeinhin als abstoßend und meiden sie, wo es geht. Einige Menschen sind fasziniert von den Vampiren, oft aus dem Wunsch heraus, einer von ihnen zu werden. Synthetisches Blut soll der Vampir Gesellschaft das Zusammenleben mit Menschen ermöglichen, doch gewisse Riten lassen sich durch das Ersatzblut nicht so schnell und einfach umkrempeln.

Erst mit fortschreitender Handlung kommt man auf den Trichter, dass der eher unspektakuläre Beginn ein Schachzug war um 1. die Entwicklung des naiven Hauptcharakters / der Dorfbevölkerung nachzuzeichnen – Sookie weiß wenig von der Welt und so gut wie nichts von den Vampiren – und 2. den weniger anspruchsvollen Zuschauer am Anfang nicht zu überfordern. Tatsächlich glaube ich, ich hätte die Serie nach nur einer Folge im freien Fernsehen ausgemustert.

Durch das Vorliegen der kompletten Box genehmigte ich mir den Rest und mochte letztlich kaum aufhören. Ist die Serie nun wirklich gut?

Wenn man Telenovelas lange genug schaut, schwört man irgendwann doch darauf. Mit dem Abstand von zwei Wochen kann ich sagen, dass True Blood ziemlich relaxed ist, allerdings ist es auch keine Schmonzette. Es gibt wenige, aber sehr blutige Szenen, eventuell mehr Sex als in the City und das ständig wachsende Gefühl, dass man das große Ganze der Vampire irgendwann mal echt verstehen wird.

Die Zahl der kritischen, nachdenklichen Szenen erweitert sich Folge für Folge mit dem Gefühl, dass die heile Welt immer mehr Risse bekommt und selbst die noblen Figuren ihre Abgründe haben. Alan Ball (auch schon bei Six Feet Under aktiv) spielt damit, die Vampire zu entmystifizieren.

Statt der ewigen Hütung von Geheimnissen und der Angst entdeckt zu werden, lässt er die Parteien frontal aufeinander prallen und schaut was dabei rauskommt – evtl. eine Reihe vieler gefrusteter arbeitsloser Vampire, die den lieben langen Tag nichts anderes machen als synthetisches Blut zu saufen. Wer möchte, kann sich das Tru Blood aus der Serie inzwischen auch als echten Drink genehmigen.

Wer mehr zu der Serie lesen will, kann auch gern bei diesen befreundeten Blogs vorbei schauen:
Kino, TV und so
moviescape
In der Zange

Wer noch einen Artikel dazu hat, kann sich gern melden. ;)

StaffelEins Sons of AnarchyDies ist eine US Serie, die von dem US-Sender FX produziert wird. Im Mittelpunkt der Serie steht Clay Morrow (Ron “Hellboy” Perlman), der Mitglied einer Motorrad Gang im San Francisco Bay Gebiet ist. Clay entstammt dabei einer Dynastie von Verbrechern und war somit schon immer für ein Leben im Untergrund bestimmt. Der größere Handlungsbogen spannt sich darum, ob es ihm gelingt, dieses Leben, das einzige was er kennt, abzustreifen.

Auf die Serie bin ich gekommen, als mein Lokaler DVD-Store vor kurzem die Vorgängerserie „The Shield“ und die erste Staffel von „Sons of Anarchy“ bewarb (Als US-Import). Vorher kannte ich ehrlich gesagt weder eine der beiden Serien noch den Sender FX. Eine echte Neuentdeckung in jeder Hinsicht für mich. Auf Serienjunkies.de kommt Sons of Anarchy auf Platz 261 der Beliebtheitsskala womit es ganz klar zu den unbekannteren Serien gehört.

Ende der 90´ziger gab es im Orange County (Kalifornien) einen großen Rocker Krieg und auch heute, bei uns in Deutschland kommt das Thema immer mal wieder hoch, zumindest bei Spiegel TV. Das dürfte wohl auch der Grund sein, warum ich mich für die Serie entschieden hab.

Screen SonsOfAnarchy

An dieser Stelle mache ich einmal das Fazit am Anfang und sage, dass die Pilot Folge eigentlich nichts besonderes ist. Sex and Crime und ein Hauch von Intrige wehen die Serie, ohne Sie wirklich voranzubringen, fast wieder aus. Es hat mich also nicht so vom Hocker gerissen.

Zu Gute halten möchte ich der Serie drei Dinge: Erstens, Pilotfolgen fallen  immer ein wenig anders aus, als die spätere Serie.  Zweitens, sind die Kommentare in anderen Blogs zu der Serie durchweg positiv ausgefallen. Drittens, finden sich bei YouTube viele Ausschnitte aus Serie in der der Audiotrack gerippt wurde. Die Musik scheint also den Geschmack der Masse zu treffen.

Bleibt als Letztes zu sagen, dass in den USA bereits die zweite Staffel gesendet wird und eine dritte wohl schon in der Mache sein soll. Die Amis haben Gefallen an der Serie gefunden.

Im Mittelpunkt der Serie steht ein Motorrad Club namens “Sons of Anarchy” in der fiktiven Stadt Charming. Während sie am Tag ganz normalen und gutbürgerlichen Arbeiten nachgehen, gehens sie nachts und am Wochenende ihrer kriminellen Passion nach. Hauptsächlich heißt das: Verkaufen von Waffen an rivalisierende Gangs. Jack, der Hauptdarsteller der Serie (Charlie Hunnam), ist Mitte oder Ende zwanzig und in dem Club aufgewachsen. Sein Vater hat den Club gegründet und sein Stiefvater ist zurzeit der President des Clubs. Seine Mutter Jenna, übrigens der wohl stärkste Charakter in der Serie, wird von Katey Sagal gespielt, trat schon als Al Bundy’s Ehefrau Peggy auf. Für so eine gute Schauspielerin hätte ich sie dann doch nicht gehalten.

StaffelEins LegendoftheSeekerAm Sonntag lief auf ProSieben der Serienauftakt zu „Legend of the Seeker“ (LS). Die erste Staffel war in den USA recht erfolgreich unterwegs und eine zweite ist bereits in der Pipeline. Legend of the Seeker basiert auf der Fantasy Bücherserie „The Sword of Truth“ von T. Goodkind und wird von den selben Produzenten verantwortet, die auch schon Hercules und Xena produziert haben. Was man der Serie auch richtig anmerkt, wie ich finde.

Die fiktive Welt in LS teilt sich in Midland und Westland. Getrennt werden beide Landesteile durch eine magische und durchdringliche Barriere. Während Midland unter der Herschaft eines dunklen und mächtigen Zauberers namens Darken Rahl leidet und eine Welt voller Magie und Schrecken ist, ist in Westland Magie völlig unbekannt und die Menschen dort leben in einer mittelalterlichen aber schon demokratischen Gesellschaft. Zumindest bis der Film anfängt.

Screen LegendoftheSeeker

Da stürmt nämlich eine junge hübsche Frau mit einem Glühwürmchen in einer Flasche durch die Barriere, verfolgt von dunklen Häschern die sie töten möchten (Entschuldigung, aber besser kann ich das nicht beschreiben). Sie ist auf der Suche nach dem Seeker, eine auserwählte Person, die einer alten Legende nach „Darken Rahl“ besiegen soll und dem Volk von Midland ewigen Frieden und Gerechtigkeit bringen. Dieser ist zwar in Midland geboren worden allerdings noch als Kleinkind nach Westland gebracht worden um ihn vor der Verfolgung und seinem sicheren Tod durch „Darken Rahl“ zu entziehen. Volbracht hatte dieses Kunststück der letzte gute Zauberer von Midland – Zeddicus Zu’l Zorander. Der dritte und letzte Hauptdarsteller.

Dieser Seeker ist in Westland unter dem Namen Richard Cypher aufgewachsen und weiß natürlich von einem Glück noch nichts. Er nimmt die Rolle solange nicht an, bis sein Stiefvater getötet wird und er Rache nehmen möchte. Die Folge endet damit, das Richard, zusammen mit der gutaussehenden Frau und dem Zauberer, der ihn auch hergebracht hat, durch die Barriere schlüpft um den Kampf gegen „Darken Rahl“ aufzunehmen.

Insgesamt fand ich die erste Folge recht kurzweilig – allerdings nicht besonders aufregend. Irgendwie sind einem alle Handlungswendungen schon mal bei anderen Serien oder Filmen begegnet. Ich glaube daher nicht, dass ich am Sonntag zu Hause bleiben werde um Fernzusehen.

StaffelEins TatortGestern war mal wieder ein schöner Krimisonntag. Das 20-jährige Dienstjubiläum von Lena Odenthal hatte einige Überraschungen parat. Die Tatort-Kommissarin musste kein einziges Mal joggen aber dafür durfte sie mehrfach ihren Teller aufessen.
Die Story spannend bis zum Schluss und doch klassisch was Mordmotiv (Rache) und Täter angeht.

Eine junge Frau wird erschossen. Bei sich trägt sie einen Personalausweis, der sie als seit zwölf Jahren vermisste Michaela Bäuerle aus Ludwigshafen identifiziert. Kurz vor ihrem Tod hat die junge Frau Lena Odenthal angerufen und möchte sich mit der Kommissarin treffen um eine Aussage im „Fall Ritterling“ zu machen. Es stellt sich heraus, dass im Fall Ritterling, ebenfalls im Mai vor zwölf  Jahren, Christin Ritterling von ihrem Ehemann ermordet worden sein soll, jedenfalls ist Nick auf Grund von Indizien verurteilt worden und hat seine Strafe abgesessen. Jetzt, nach zwölf Jahren ist er seit kurzem wieder draußen und freut sich des Lebens auf einer schönen kleinen Yacht.

Michaela Bäuerle hatte aber unter dem Namen Michele Boyer im Hotel eingecheckt und scheint auch äußerlich nicht mehr viel Ähnlichkeit mit der Vermissten zu haben. Auch ihr Ex-Freund (DJ Sunny) kann sich nicht recht vorstellen, dass Michaela, eine Couchpotato, wilde Partys in Nizza feiert und mondän in Paris ihren Liebhaber kennengelernt haben soll.

Eben dieser Liebhaber, Immobilienmakler Jan Seegmeister, ist völlig von der Rolle über den Tod der Michaela/Michele. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau Conny, gespielt von Corinna Harfouch. Aha, hatte ich jetzt gemutmaßt, „Wenn eine so bekannte Schauspielerin mitspielt, dann war sie es bestimmt!“, wie beim Bremer Tatort mit Fritzi Haberland.

Diesmal nicht!

Nach einigen Missverständnissen (Tatwaffe “38er” wird bei Junkie gefunden) und Falschaussagen (Stiefvater identifiziert Opfer als Tochter Michaela, Ex-Kommissar bestätigt Nick sei zweifelsfrei Mörder seiner Frau) aber auch einigen Tellern Pasta mit Trüffeln und Carpaccio auf Rote Beete fügen sich die Puzzlestückchen zusammen:

Die frische Kopfschuss-Tote ist nicht die vermisste Michaela sondern die Un-tote Ehefrau Christin. Dafür ist die verbrannte Leiche, die Nick vermeintlich mit dem Auto umgebracht haben soll, Michaela. Während der Tod von Michaela ein tragischer Unfall war, den Jan Seegmeister betrunken verschuldet hat, wurde Christin aus Rache für zwölf Jahre unschuldige Haft tatsächlich von Ehemann Nick umgebracht, und er hat dafür gebüßt. Allerdings „nicht in der vom Gesetzgeber vorgesehenen Reihenfolge“, wie Nick nicht ohne Charme zugibt.

Lena O. jedenfalls, ließ sich fast vom ehemaligen Sterne-Koch Nick in selbstgemachte Windbeutel (Profiteroles mit Mousse au chocolat) einwickeln. Bis zum Schluss will sie an seine Unschuld glauben, obwohl er sie nie angelogen hat, was den Mord an seiner Frau angeht.

Während Lena also wenigstens fein gegessen hat, geht die ohnehin etwas beleibte Katze diesmal leer aus, „Kalbfleisch-Thunfisch ist ausverkauft“. Kollege Kopper bleibt auf seinen handgemachten Gnocchi Genovese sitzen, glänzt aber in der Episode mit vorzeigbaren Stunts. Er erwischt einen Privatdetektiv, den Conny Seegmeister auf Lena angesetzt hat in der gemeinsamen Wohnung und streckt ihn gekonnt nieder. „Gibs ihm Kopper“ möchte man den Ausnahmsweise-Held anfeuern.

Dass Lena ihrem Sterne-Koch final auch noch Trüffel in die U-Haft bringt kann man übertrieben emotional finden. Man kann aber auch mal mitleidig seufzen und gut is.

Fazit: Ein runder Krimi-Abend mit Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe. Da hat alles gestimmt. Story, Spannung, Schauspieler und sogar Humor und Charme.

Naja, war auch mal wieder Zeit nach dem etwas dürftigen Sommer.

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