Zukunft


StaffelEins BattlestarSeit Ende April gibt es den Pilot zur neuen Serie BSG: Caprica zu kaufen, allerdings ist die Verbreitung im deutschsprachigen Raum nicht überragend. In den USA läuft sie bei Sci-Fi, das zu NBC gehört. Wer sie haben möchte, sollte es im Internet versuchen. Caprica ist ein Spin-Off von „Battlestar Galactica“, welche ja nach der vierten Staffel leider ausläuft.

Die neue Serie ist 58 Jahre vor dem Angriff der Zylonen angesiedelt und soll wohl, wie der Name es verrät, auf dem Planeten Caprica und nicht mehr im Weltraum spielen. Es wird also die klassische Kulisse von Science Fiction Filmen und Serien fehlen. Die meisten Leute werden jetzt nur mit den Schultern zucken und sagen das muss ja nicht schlecht sein, ist mal was anderes. Ich kann für mich sagen, dass ich das als einen schweren Mangel empfinde. Erstens gehören für mich Raumschiffe und Weltraumschlachten einfach zu einer Science Fiction Serie dazu. Wenn man das weg lässt, hat man einfach nur eine normale Serie. Zweitens hat auch schon bei anderen Serien der Verzicht auf Raumschiffe zu nichts geführt. Bei Star Trek DS9 wurde nach einigen Staffeln die Defiant eingeführt. Bei Stargate SG1 und Atlantis wurden reihenweise Raumschiffe eingeführt, Daedalus, Ikarus und weitere. Man braucht Raumschiffe einfach aus dramaturgischen Gründen.
Screen BSG Caprica

Sollte sich die Serie an ihren Pilot halten, wird es vor allem um die Entstehung der Zylonen gehen. In welchem Verhältnis sie zu den Menschen stehen und warum sie nur an einen Gott glauben und nicht an einen Pantheon von Göttern, wie es die Menschen auf Caprica tun. Ganz nebenbei wird es auch wieder Familiendramen, Intrigen, Sex, Mord und Totschlag geben, wie man das halt schon kennt. Ein bisschen fühlt man beim Gucken der Serie, wie man an eine Aufführung von Shakespeares „Hamlet“ erinnert wird. Bekannte Schauspieler aus der Vorgängerserie wurden nicht gesichtet. Nur der Name Adamaist gefallen. Bei einem der Wissenschaftler die bei dem Bau des ersten Cylonen dabei sind. Welche Rolle er genau in der Serie übernehmen wird ist allerdings noch nicht so richtig zu erkennen.

Ich entdeckte die Serie „Battlestar Galactica“ eher zufällig im Jahre 2004 in der Videothek, als alle anderen Science Fiction Serien (neuerdings nennt man die übrigens Brands – damit ist der übergeordnete Begriff gemeint also “Star Trek” oder “Stargate”) am Boden lagen und einen Woche für Woche mit dem Selben versorgten. Ich fragte mich als Zuschauer, warum fällt denen nichts Neues mehr ein? Seit dem Schauen der ersten DVD war ich damals sofort von der Serie begeistert und sie fesselte mich die schönen folgenden langen Jahre lang. Was die neue Serie angeht, muss ich ganz ehrlich sagen, dass sich bei mir nicht das gleiche Gefühl einstellt. Eine düster gezeichnete Serie, in der einem immer wieder und wieder vor Augen geführt wird, wie schlecht der Mensch doch eigentlich ist, ist nicht das auf was ich gewartet hab.

Gut finde ich hingegen die Mischung aus zeitgenössischen Elementen, wie die Autos und die Kleidung. Gerade die Anzüge und Hüte erinnern mich an die Zwanziger Jahre und Gegenstände aus der Zukunft, wie faltbare Bildschirme. Tatsächlich machen viele Dinge den Eindruck als könne man sie auf der nächsten CeBIT bewundern.

Die komplette Battlestar Galactica Box als UK Import konnte man bei der letzten Aktualisierung dieses Artikels für 127 Euro bei amazon vorbestellen. Sie soll am 21. September 2009 erscheinen.

StaffelEins Stargate AtlantisUm es gleich einmal vorweg zu nehmen das Ende von Stargate Atlantis wird bei mir nicht das gleiche Gefühl hinterlassen, wie einst das Serienende von Star Trek TNG. Als damals zum letzten Mal die Credits abliefen und in einem die Frage aufkam, was man den jetzt im Fernsehen anschauen soll.

Die letzte Staffel von Atlantis glänzte durch Einfallslosigkeit und Beliebigkeit. Allein auf die Folge „Vegas“ trifft dieses Statement nicht zu. Sie hebt sich somit wohltuend von dem Wraith Einerlei ab.

Die Folge spielt in einem Parallel-Universum, in dem die Wraith zur Erde durchkamen und besiegt wurden, ohne dass die Weltbevölkerung etwas davon mitbekam. John Shepherd ist nach seinem traumatischen Afghanistaneinsatz nicht bei dem Stargate Kommando gelandet, sondern hat die Armee (Entschuldigung Air Force) verlassen und ist in Las Vegas gestrandet, wo er sich als schlecht bezahlter Ermittler für das hiesige Mord-Dezernat durchschlägt.

Screen Stargate Atlantis

Ein Wraith konnte mit seinem Raumgleiter auf der Erde notlanden und untertauchen. Eben dieser ist dann auch für eine mysteriöse Mordserie in der Umgebung von Vegas verantwortlich. Ratet mal, wer zu dessen Aufklärung beauftragt wurde?

Der Stil, in dem diese Folge gemacht wurde, unterscheidet sich sehr von dem, wie man ihn ansonsten von Stargate her kennt. Viel mehr dürfte wohl „CSI“ und ein bisschen „Mad Max“ Pate gestanden haben. Vor allem bei einigen Kameraeinstellungen wurde etwas entscheidend geändert. Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die Sidekicks auf „Star Trek“ und die Hintergrundmusik. Statt des ewig gleichen Gedudels gab es Tracks von Marilyn Manson und Johnny Cash auf die Ohren.

Ach wäre Stargate Atlantis immer so gut gewesen.

Stargate Atlantis kann bei hitflip getauscht oder ertauscht werden

StaffelEins TerminatorIn den USA läuft mittlerweile die zweite Staffel der Terminator Saga. Eine aufwändig produzierte Serie, was sich nicht zuletzt an den Spezialeffekten zu erkennen ist. Laut Wikipedia war der Start, der ersten Staffel der Erfolgreichste seit acht Jahren. Die zweite Staffel konnte aber nicht mehr mithalten.

Anders als in der ersten Staffel, gibt es in der zweiten viele Flashbacks in denen sich die einzelnen Protagonisten an ihre Vergangenheit erinnern. Bei den Kriegern aus der Zukunft führt das dazu, das der Zuschauer einen Einblick in die Welt des Widerstandes bekommt. Ich persönlich finde dies aber nicht hilfreich. Die Kurzgeschichten, die in der Zukunft spielen, sind nicht besonders gut geraten. Da wäre es besser, man hatte die Zukunft meiner Fantasie überlassen.

Die Serie ist so cool das ich immer die Heizung aufdrehe, damit es nicht in meiner Wohnung plötzlich anfängt zu schneien. Die Drehbuchautoren scheinen mit dem Anspruch an die Serie herangegangen zu sein,  Sarah Connor (Lena Headey) zu der härtesten und coolsten Mami in der US Filmgeschichte zu machen. Dabei gerät sie charakterlich sehr eindimensional. In jedem Dialog den sie hat schwingt immer auch ein „Hab ich dir doch gleich gesagt“ oder ein „Ich bin eine Mutter ich weiß das besser“ mit.

John Connor gerät da schon vielschichtiger. Anders als seine Mutter kann er nicht in der Weltgeschichte herumlaufen und die Bösen abknallen. Und in jeder dritten oder vierten Folge in ein neues Haus ziehen und sich neue Freunde und Liebschaften besorgen. Auch gehen ihm persönliche Verluste von Freunden und Bekannten tiefer unter die Haut.

Screen Terminator

Das macht den Sohn zum eigentlichen Hauptdarsteller. Seine Dialoge sind länger und tiefsinniger und vielfältiger als die seiner Mutter. Connor Jr. kommt es auch zu, als einziger in der Serie in der Verlegenheit moralische Fragen aufzuwerfen. Rechtfertigt das Ziel, die Menschheit vor den Robotern zu schützen, jedes beliebige Mittel? Eine Frage, die nur John stellt, den anderen in der Serie ist Frage schon im Vorhinein mit einem „Ja“ beantwortet.

Neben den beiden Connors gibt es auch noch Cameron, ein umprogrammiertes Robotermädchen, vielleicht 16 Jahre alt, die mit einer ähnlichen Mischung aus Kraft und Naivität daher kommt, wie zum Beispiel Data aus Raumschiff Enterprise. Anders als Data, trägt sie wenig zur Belustigung bei, da man viele Gags schon mal an Bord der Enterprise gesehen hat und weil Data moralischer handelte und deswegen auch immer in wenig plump und unschuldiger wirkte. Der Moralchip den Data hatte fehlte ihr, weswegen sie immer als die Grausame auftritt.

Wo wir schonmal bei den Raumschiff Enterprise vergleichen sind, möchte ich auch noch den vierten Charakter eingehen, der es in den Vorspann der Serie geschafft hat. Derrik Reese, Soldat aus der Zukunft, sorgt mit seinem männlichen Drei-Tage-Bart für das nötige Sexappeal in der Serie und erinnert mich sehr an Chacotay von der Voyager. Der konnte der Serie auch nicht viel mehr als seine Tattoos beisteuern.

Alles im allem, halte ich die Serie noch für eine recht gelungene Sache vor allem, weil man sagen muss, dass die drei Kinofilme ja die Messlatte ein wenig höher hängen als für andere Serien. In Anbetracht der hohen Produktionskosten glaube ich aber nicht, dass es noch viele Staffeln geben wird. Was sehr schade ist, die Liste der SF-Serien, die noch produziert werden, wird immer kürzer und kürzer. Also lasst uns jede Folge genießen.

Auf der Fox Website kann man sich eine Episode frei anschauen (klick)

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