Staffeleins


City of MenWer den Film City of God mochte, kann bei City of Men gut zugreifen, denn es besteht thematisch eine große Ähnlichkeit. Doch sollte man seine Erwartungen für die handwerkliche Umsetzung etwas herunterschrauben. Vorsicht, (leider) gibt es von der Serie auch eine Filmfassung, die ich nicht gesehen habe, aber bei der Suche oder Bestellung kann es wegen der gleichen Benennung leicht zu Problemen kommen.

Wir haben es hier nicht mit einer Hochglanz Produktion zu tun. Trotzdem stammt sie auch aus der Feder von Fernando Meirelles (Interview). Hier gibt es keine Special Effects und keine Stunts. Trotzdem braucht man die Fachkenntnis der Produzenten nicht in Frage zu stellen. City of Men ist völlig zu Recht über die Grenzen des heimischen Marktes von Rede Globo heraus gekommen und bei amazon zeitweise sehr günstig (Staffel 1, 2 und 3) für unter 10 Euro zu haben. Es gibt noch eine vierte Staffel, die ich nicht gefunden hatte, anscheinend wurde sie noch nicht für den deutschen Markt heraus gebracht. Pro Staffel gibt es 4 bis 5 Folgen, insgesamt erhält man somit ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis.

City of Men ScreenErzählt wird die Geschichte zweier Freunde Acerola und Laranjinha, beide etwas 12 oder 13 Jahre alt. Dazu kommen ein paar weitere Charaktere, die über die Staffeln verstreut immer wieder auftauchen.

Die erste Staffel beschäftigt sich vor allem mit den Bandenkriegen in den Favelas von Rio de Janeiro, in denen kaum ein “Soldat” älter als 30 Jahre wird. Die Karriere kann aber schon mit 8 oder 9 Jahren beginnen. Die zwei Freunde versuchen sich so gut wie möglich aus den Fronten heraus zu halten, werden aber immer wieder mit den Auseinandersetzungen konfrontiert. Manchmal, in dem man einfach ausgeraubt wird, sich verstecken muss oder weil man zufällig in der Nähe ist und einen Auftrag bekommt.

Ein zweites sehr gewichtiges Thema sind die Frauen. Dabei gibt es allerdings sehr gelungene Stories in denen deutlich wird, dass die Jungs in der Favela es genau so schwer haben und sich mit den gleichen Hemmungen auseinandersetzen müssen, wie Jungs aus besseren Gegenden von Rio. Da denkt man dann schon: Also bitte, wenn es in einer brasilianischen Favela so ist, dann scheint es auf der Welt nirgendwo anders zu laufen. Danke für die Zerstörung dieses Klischees. ;-)

Der Aufbruch von Klischees und der Einstieg in die Vorstellungen vom Leben der “Anderen”, egal ob arm oder reich, dass lag dem Team um City of Men sehr am Herzen. Das merkt man und ich glaube, dass diese Serie in Brasilien von Leuten, die in armen oder in besseren Teilen der Stadt leben, gern geschaut wurde und tatsächlich Vorurteile abbauen kann. Ich werde die weiteren Staffeln sehr gern schauen.

PacificIch wollte ja letztlich doch unbedingt warten, bis die erste Folge im Deutschen Fernsehen läuft. Das tat sie dann am 15.07.2010 bei kabel1. Einen kurzen Bericht, kann man dazu hier lesen. Vielleicht lag es daran, dass ich noch zu tief im Sommerloch steckte, vielleicht an zu hohen Erwartungen im Vergleich mit Band of Brothers. Ich habe die erste Folge nicht bis zum Ende geschafft, weil sie mich zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln konnte. Ich habe nicht ausgeschaltet, sondern umgeschaltet und weiß noch nicht einmal mehr genau zu welchem Zeitpunkt.

In jedem Fall sollte ich der Serie nochmal eine Chance geben, aber der erste Eindruck war: “Ein seeehr langer 08/15 Kriegsfilm”. Gut, wenn mich die Thematik bei mehr oder weniger auf Tatsachen beruhenden Militärfilmen oder Serien interessiert, dann auch eher in europäischen Konflikten.

Ist dies die Art von denkwürdigen Szenen, die man braucht um sich an diese Serie als besonders kritisch zu erinnern? Ein japanischer Soldat ist von den US Marines umzingelt. Er versucht zu flüchten, die Marines schießen aber immer wieder in seine Laufrichtung, so dass er erkennt, dass er ihnen ausgeliefert ist und er bleibt einfach stehen. Er wird jedoch nicht in Gefangenschaft genommen. Er wird gezielt von Kugeln getroffen, die ihn nur verletzen aber nicht töten. Das dient nur dem Zweck der Folter, ein Fluchtversuch ist ausgeschlossen. Einer der “heldenhaften” Charaktere der US Seite steht auf, zielt genau und erschießt den Japaner um dem Schauspiel ein schnelleres Ende zu setzen. Ein Zuruf ertönt, warum er das gemacht habe.

Man sieht US Soldaten beim Plündern der Feinde, sie entdecken Familienfotos und Andenken an die Kinder der soeben getöteten namenlosen Gegner. Ist ja sicherlich alles Auftag um geheime Dokumente aufzuspüren, naja, das was wertvoll ist, steckt man ein, dass was emotional berührt macht einen betroffen und wird gegebenenfalls verbrannt.

Vielleicht ist mir einfach der Bruch zu heftig, selbst wenn die Szenen klug gewählt sind. Es steht schon nach wenigen Minuten der Serie fest. Alles scheiße, ein Menschenleben zählt gar nichts, die meisten Menschen sind herzlose Trottel, die Propaganda ist an allem Schuld. Wo man bei Band of Brothers meistens noch das Gefühl hat, für ein paar Dinge hält man mit den Leuten da auf dem Bildschirm durch und jeder hat einfach nur Angst nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können, da ist bei The Pacific zumindest am Anfang schon eine emotionale Leere.

Es mögen ja bisher bedeutungsschwangere Szenen sein, aber ich hoffe die zweite Folge wird irgendeinen anderen Funken wecken.

StaffelEins FussballWenn es etwas geben sollte, dass man in Deutschland als Serie mit weltweitem Spitzenniveau produzieren können sollte. Dann wäre es das Thema Fußball. Schließlich weiß hier jeder, wie es wirklich gespielt wird und was wirklich spannend daran ist. Aus Amerika kam bisher verständlicherweise noch nichts großartiges zu diesem Thema, denn es gibt mit American Football, Basketball, Baseball und Eishockey beliebtere nationale Sportarten.

In Filmen, wie auch in den US-Serien, finden sich diese Sportarten mit unterschiedlicher Gewichtung mehrmals pro Jahrzehnt wieder. Oft geschieht das in Verbindung mit Highschool oder College Mannschaften. Der Sport findet häufig nur zur Auflockerung mit heroischen Bildern statt, während es ansonsten um die Gründe geht, warum sich viele Spieler wegen stark unterschiedlicher Probleme nicht zu einem richtigen Team zusammen finden können.

Was konnte man bisher bei uns sehen? An Serien gab es bei uns zuletzt eher Zeichentrick: die Kickers und die Hurricanes waren teils erfolgreich, aber das Niveau turnt keinen wirklichen Fußballfan an und es waren auch keine deutschen Produktionen. Tatsächlich gab es mal einen ernsthaften Versuch aus Deutschland mit “Manni, der Libero” und Tommy Ohrner als Hauptdarsteller. Die Serie stammt jedoch aus den frühen Achtziger Jahren. Für damalige Verhältnisse und Budgets waren die Szenen gar nicht so schlecht, heute wirkt das alles erstmal sehr komisch und danach wird es auch gähnend langweilig. Die Misere der Auswahl an geeigneten neuwertigen Serien wird klar, wenn man die Meldung findet, dass das DSF (heute Sport1) die Serie sogar 2008 noch in sein Programm aufnahm.


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Die Doku-Soap “Unser Fußballclub – Helden der Kreisklasse” mit Trainer Manni Burgsmüller und den Spielern des SSV Hacheney war 2005 kein schlechter Versuch, wie ich fand. Immerhin gab es zwei Staffeln. Der anfangs deutlich fehlende sportliche Erfolg in der Realität, war wahrscheinlich für das Ende verantwortlich. Ansonsten merkte man, das da mehr drin gewesen wäre. Mit etwas mehr Unterstützung hätte hier evtl. ein Aufstieg wie bei Hoffenheim oder eine teilweise Wiederauferstehung wie bei Hessen Kassel gelingen können. Man sollte das Konzept im Auge behalten, falls Schalke 04 mal wegen Überschuldung in die Kreisklasse zurück muss.

Fußballfilme aus Deutschland gibt es zwar, aber die weichgespülten Sönke Wortmann Streifen mit dem Sommermärchen und dem Wunder von Bern bringen mir absolut nicht den Team Spirit, den Kampfgeist und die Härte rüber, die für solche Erfolge nötig war. Alles schwebt auf irgendeiner Wolke und alle sind glücklich. Detlev Bucks YouTube Zusammenschnitt 23 Tage war da 2008 schon etwas näher dran. Komödien, wie FC Venus oder Die wilden (Fußball?)Kerle kann man auch getrost im Regal stehen lassen, wenn man schon Ü14 spielt.

Schauen wir uns mal die internationalen Film Produktionen an, denn dort gibt es schon ein paar Perlen bzw. Erfolge. Man muss aber auch sagen, dass seit 1998 die Zahl der Fußballfilme weltweit stark angestiegen ist. Dabei wurde auch um so mehr Trash produziert. Einige Filme sind trotzdem sehenswert:


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Bando und der goldene Fußball, stammt noch aus der Zeit vor 1998. Der Film erzählt die Geschichte eines afrikanischen jungen, der durch ein Scouting Programm durchläuft. Kick it, like Beckham hat viel für das Thema Frauenfußball getan. Immer wieder samstags, portraitiert die schwierige Entscheidung eines englischen Spielers, für den Fußball beruflich und privat alles auf eine Karte zu setzen. Hooligans und Fever Pitch, spinnen Geschichten um das Fan-Dasein mit sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten. Goal!, behandelt die vielen Auf und Abs, die ein Spieler schon vor einer Profi-Karriere meistern muss. Rudo y Cursi, betrachtet aus Sicht zweier begabter Brüder, wie unterschiedlich man mit dem Erfolg und den Medien umgehen kann.


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Immerhin, die internationale Werbeindustrie versteht es seit einiger Zeit, dem Fußball passende Geschichten in Miniform mit dem Tick Hochglanz zu geben. Der neue Nike Werbespot setzt für mich neue Maßstäbe und wird über die WM bestimmt zu einem der meistgesuchten YouTube Videos. Als Fußballfan würde man auf jede der einzelnen gezeigten Kurzgeschichten abfahren, wenn sie durchgängig so produziert wären.

Also bitte, das Runde muss einfach nur schön ins Eckige! Ich wünsche viel Spaß bei der besten Serie aller Zeiten, die am 11. Juni 2010 in die nächste Staffel geht.

StaffelEins HeroesErstmals knickt die Heroes Spannungskurve etwas ein. Es geschieht ungefähr 3 bis 4 Folgen vor dem Ende der Box 3.2.  Zwar wird die Figur des Hauptbösewichts immer besser ausgerollt, doch am Ende muss man das Verhalten von zu vielen anderen altbekannten Gesichtern hinterfragen. Das Ende der ansonsten wieder mitreißenden Staffel gefiel uns nicht besonders. Zu häufig waren die Beteiligten bereit große Opfer zu bringen, stattdessen lassen sie jetzt im Finale die große Chance ungenutzt und stolpern sich auf eine mehr als fragwürdige Alternative ein, deren Scheitern derart vorhersehbar ist, dass man die Hand erstmals richtig mit Wucht vor die Stirn schlägt.

Trotzdem wird man als Fan der Serie nicht enttäuscht. Das Verlangen nach der nächsten Staffel, die in den USA bereits gelaufen ist und zumindest in englischer Version ab dem 13. September 2010 als DVD Box erscheinen soll, ist nach wie vor sehr hoch. Die Planung der 5. Staffel scheint inzwischen aufgenommen worden zu sein, nachdem die Quotenrückgänge in den vergangenen Staffeln Spekulationen eröffneten, ob Heroes überhaupt fortgesetzt wird. Selbst aus dem Fanlager scheinen viele davon auszugehen, dass Heroes nach der 5. Staffel (bzw. Volume 6) nicht mehr fortgesetzt wird.

Screen HeroesWechselnde Kräfte, Zeitverschiebungen und Streitigkeiten haben sich inzwischen doch einige Male wiederholt und lassen jeden weiteren Richtungswechsel etwas alberner erscheinen. Wie gesagt, einzig zum gefährlichsten Charakter der Heroes Serie passte diese andauernde Unentschiedenheit ohne festes Ziel perfekt. Bei den anderen wäre etwas mehr Kontinuität in ihrer Gesinnung mehr von Vorteil gewesen, statt in jeder Folge eine “Ich hasse Dich, nein doch nicht.” oder “Dir kann man nicht mehr trauen, na gut einmal noch.” Geschichte einzupflegen, hätte ich mir persönlich mehr Sturheit gewünscht. Darüber kann ich aber hinweg sehen und die vielen großartigen Szenen entschädigen mich als Zuschauer vollkommen. Es lohnt sich dran zu bleiben. Schade, dass es bis Ende des Jahres dauert, aber ich habe endlich wieder Zeit für anderes Serienfutter.

Und nukefor? Der ist gerade mal wieder an etwas Außerirdischem dran. Was könnte das wohl sein?

StaffelEins Thema GlückIrgendwie bin ich in das Thema Glückskarussell-Fernsehen ganz unverhofft herein geraten, es entpuppte sich als durchaus interessant. Schon vor einigen Jahren fing eine Freundin von mir bei einer Firma an zu arbeiten, die die Schlecker Filialen mit staatlichen Lotto Annahmestellen ausstatten sollte. Ein neuer Staatsvertrag schloss diese Geschäftspraktik aber aus und so brach für die Firma einiges zusammen. Man konzentriert sich jetzt auf das Ausland. Letztens hörte ich, dass auf Basis dieser Glücksspielstaatsverträge auch Fernsehformate komplett eingestellt werden mussten. Je mehr man über das Thema nachdenkt, desto klarer wird einem, wie seltsam man mit dieser Definition in Politik und Medien umgeht.

Lotterien, Glücksspiele, Gewinne… sie sind für Menschen einfach ein Hingucker. Ob man wirklich etwas für seine Million tun muss oder sich auf seine Fähigkeiten oder die Fähigkeiten anderer verlässt, ist eigentlich unerheblich. Wie bei allen Sendeformaten zu diesem Thema gibt es unzählige Verpackungen, die zu unterschiedlichen Sendezeiten meist gut laufen. Ganz zu schweigen von den ganzen Wettbüros, die man nicht im Fernsehen sieht. Habt ihr mal bei einer normalen Stadtbesichtigung gezählt an wieviel Glücksgelegenheitsbuden ihr vorbei kommt? Es ist beeindruckend.

Diese Buden haben sicherlich meist nicht den Charme und nicht unbedingt die Seriösität der Showformate im Fernsehen, aber für mich ist klar: Der Mensch hat ein Bedürfnis nach so etwas wie finanziellen Glückserlebnissen und es ist ihm sogar einigermaßen egal, ob er selbst der Begünstigte ist. Die Story dahinter, wie jemand zum Gewinner wird, scheint ebenso spannend zu sein.

Was spreche ich konkret an? Angefangen bei meiner Kindheit, war eine beliebte “Serie” in unserem Haushalt, die Lottoziehung am Samstagabend. Irgendwie haben ja alle Eltern mitgemacht und mein Vater freute sich allein darüber, die Zahlen vergleichen zu dürfen – Frust gab es nicht, auch wenn er seinen Einsatz meistens nicht herausbekam. Der typische Spruch: Eher wird man ja vom Blitz getroffen, als einen Jackpot im Lotto zu knacken. Einen Moment der Spannung für die ganze Familie gab es hingegen gab es schon. Das haben wir mit einem Mathe Lehrer sogar mal ausgerechnet und konnten das Ergebnis bestätigen.

Ich spreche aber auch von Shows, wie Familien Duell, Hop oder Top, Der Preis ist Heiß, Glücksrad, Die 100.000 Mark Show, Die 5 Millionen SKL Show, Big Brother, Wer wird Millionär oder Schlag den Raab (verlinkt sind vor allem YouTube Intros) – welche für mich die Meilensteine dieses finanziellen Glücks-Formats in meiner Fernsehhistorie waren. Es winkt immer der große Geldkoffer und es wäre etwas anderes, eine Show einfach nur zu sehen ODER eine Show zu sehen in der es am Ende einen reich beschenkten Sieger gibt.

Warum spreche ich bei all diesen Shows von Glücksshows? Glück spielt für mich bei Wer wird Millionär genau so eine Rolle, wie bei der früheren SKL Show. Gleichzeitig ist bei beiden eine stark unterschiedliche Komponente des Könnens im Spiel. Bei WWM kann man die Fragen und Antworten bis auf ein paar Joker nicht beeinflussen, den Rest muss man mit seinem Wissen ausgleichen. Wenn man auf die Auswahl auch nur einer Frage keinen Einfluss hat, ist es ein reines Glücksspiel. Bei der SKL Show musste man die richtige Menschenkenntnis beweisen, auch da gab es keine Garantie für einen Durchmarsch, vielleicht war es trotzdem sogar einfacher diese Show zu gewinnen, weil man nicht alles selbst wissen musste.

Screen SKL

Gerade die SKL musste trotz guter Quoten und der treuen Unterstützung von Günther Jauch nach vielen Jahren und mehr als einem Dutzend Sendungen wegen neuer gesetzlicher Regeln ihr Engagement im Fernsehen einstellen. Es mag anbiedernd sein, wenn im Titel einer Sendung eine Firma oder Organisation als Absender des Glücks auftaucht – aber wird man wegen der verwendeten Mechanik in der Sendung eher süchtig nach Glücksspiel als bei anderen Sendungen? Das stelle ich in Frage. Ein Mitarbeiter der SKL bemerkte in einer Pressemitteilung damals wohl nicht ganz zu unrecht, dass man (bis heute) nicht wirklich etwas gegen die zahlreichen, amateurhaften Telefongewinnspiele auf diversen Sendern eingeht, die einem das Mitmachen 300 mal pro Stunde mit “Noch hat keiner angerufen” schmackhaft machen wollen. Ob die Medienaufsicht die SKL nur exemplarisch, wegen konkreter Beschwerden oder durch politischem Druck aus dem Rennen warf, kann man auf Basis dieser Bemerkung alles nicht ausschließen.

Jedenfalls hat man sich etwas Neues ausgedacht, weil anscheinend höchste Kreativität nötig wurde – und um überhaupt eine SKL Show der öffentlichen Millionärsmachung hinzubekommen. Die hochschwangere Barbara Schöneberger und Matthias Opdenhövel sollen am 4.5.2010 den national ausgerufenen Tag des Glücks moderieren. Auf der Website wird die Sache dann später als Stream zu sehen sein. Bleibt die Frage: Tut die Verbannung dem klassischen Fernsehen jetzt gut oder hat die SKL unter Zwang noch früher gelernt, die neuen Medien für sich zu nutzen? Ich erwarte mir zumindest, dass sie 9live zu jeder Sekunde inhaltlich übertreffen und uns schon irgendwas Innovatives zeigen, dass man sonst im Fernsehen nicht so häufig erlebt.

Welche guten reinen WebTV Serien (also nicht Stromberg) kennt ihr? Gibt es ansonsten schon echte Shows, die nur für das Web produziert und regelmäßig veröffentlicht werden?

StaffelEins GleeWarum habe ich mir vor knapp einem Jahr nur die Serie GLEE aus dem Fox Newsletter gepickt und darüber einen Artikel geschrieben? Ich wusste ehrlich gesagt wenig darüber, die erste Werbekampagne lief gerade erst in den USA an, bis heute ist die Serie praktisch nie im deutschen Fernsehen aufgetaucht. Eigentlich geschah das alles nur aus Langeweile, aber diese große Extraverpackung “Musical-Serie” hat bei mir für den nötigen Funken Interesse gesorgt um die wenigen Krümel zu recherchieren.

Aus irgendeinem Grund genügte dieses Extra auch den amerikanischen Zuschauern und GLEE wurde zu einem echten Mega-Hit. Sprach ich damals noch von “immerhin schon 25.000″ Fans auf Facebook, dann sind es heute 1,8 Millionen geworden. Ich vermeide normalerweise gern Bezeichnungen, wie Mega, doch glaubt man Facebook dann tanzt diese Serie an Insider Größen – namentlich True Blood, Heroes oder beinahe schon an Scrubs vorbei. Diese Serien sind sämtlich bedeutend länger als GLEE auf dem Markt und schon in diversen Sprachen existent. Bei StaffelEins haben wir auch bemerkt, dass es mehr als nur beiläufiges Interesse an der Serie gibt.

Gerade bei der Frage nach den internationalen Versionen, muss man sich bei GLEE aber besonders viel Mühe geben. Ich habe es schon vor einem Jahr geschrieben: Die Vertonung ist für Musicals mit sehr unangenehmen Entscheidungen verbunden. In Deutschland giert RTL angeblich schon zurückhaltend nach dem Erfolg, aber alle Sender zögern verständlicherweise. Wie Westerwelle schonmal wenig einladend bemerkte: Wir sind hier in Deutschland.

Screen GleeDie ansässigen großen Sendeanstalten haben sich primär quotentechnisch zu verantworten, deshalb wird praktisch alles eingedeutscht was geht (Prison Break Intro) – und wenn das noch nicht reicht, werden sogar noch Lacher eingefügt (Monthy Python’s auf Sat1). Auf der anderen Seite ist das bei Musicals eine verdammt kritische und kostspielige Sache, Gesangseinlagen einzudeutschen, das fängt bei der Stimmauswahl der Sprecher an, geht bei den Texten weiter, die für jede Folge neu geschrieben werden müssten und hört dann vermutlich langsam dabei auf, dass man ja vielleicht anderweitige Marketingeinnahmen verpasst, weil es auch CD’s mit der Musik gibt (25 GLEE Songs schafften es in die  US Top 100) oder weil GLEE als ein echtes Musical auf Welttournee geht. Belässt man GLEE so wie es ist, nur mit Untertiteln, passt es für typische deutsche Zuschauer nicht mehr in die 90210 bzw. Soap Sendeplätze am Nachmittag oder Vorabend – dann wandert das Juwel in die Nacht, in der es sich aber ohne weitere Unterstützung nicht entwickeln kann.

Ähnlich wie bei Stefan Raab, wäre für GLEE wahrscheinlich erstmal ein Sender der Klasse MTV oder Viva toll um sich in den ersten Staffeln zu entwickeln und mehrmals am Tag zu laufen – MTV ist zwar kein Musik Fernsehen mehr, aber das Format passt weiterhin. Später könnte die Serie dann von einem großen Sender mit einer festen Fanbasis übernommen werden. Die Frage ist, ob und wann irgendwelche Manager bereit wären, GLEE an einen kleinen Sender zu verscherbeln, wenn das Ding schon ganz Amerika gerockt hat. Vielleicht werde ich ja doch von RTL oder ProSieben überrascht. Am 13.04.2010 geht es für GLEE jedenfalls im US-TV weiter, die Staffel wurde auf 1.2 hochgestuft und es warten knapp 10 neue Folgen, wenn der Hype  abrechen sollte (was ich in diesem Fall nicht erwarte), hat sich dieses ausführliche Gedankenspiel für Deutschland schneller erledigt.

Nachtrag am 14.04.2010:
Die serienjunkies melden, dass GLEE bei Fox mit einer neuen Rekordquote in die Rückrunde der ersten Staffel gestartet ist. (+68% beim Gesamtpublikum)

EinEngelaufErden StaffelEinsSo lange ist es her, als Michael Landons Silhouette als Jonathan Smith aus dem Dunst der Wolken erschien, über die Landstraße schlenderte und mit einem warmen freudigen Lächeln den Polizisten spielenden Victor French alias Mark Gorden begrüßt, der ihn vom Straßenrand per Auto aufsammelt. Beide fahren die endlose Straße zusammen weiter um irgendwo Gutes zu tun.

Das Intro ist so schön simpel, wird nicht durch Worte angeheizt und ein eher einsames Trompetenstück begleitet den Zuschauer in jede Episode. Ich schreibe diesen Artikel nicht, weil ich die Serie gerade gesichtet habe. Ich habe nur mitbekommen, dass inzwischen schon die 4. Staffel von insgesamt 5 über Paramount als DVD Box erscheinen soll. Insgesamt gab es 111 Folgen. Das ist ein stolzer Wert für damalige und heutige Verhältnisse. Die gesamte Serienproduktion stand unter ganz traurigen, aber auch wundervollen Vorgeschichten und Begleiterscheinungen.

Ein Engel auf ErdenSoweit ich mich erinnern kann, vermochte mich kaum eine andere Serie so in den Bann zu ziehen, obwohl die Hauptcharaktere so wenig Action verursacht haben. Wer die zwischen 1984 und 1989 produzierten Staffeln nicht gesehen hat: Es geht um Engel, in Menschengestalt, in diesem Fall Jonathan Smith. Er wandert umher, arbeitet normal und bleibt unauffällig bis ihm ein menschliches Schicksal begegnet, dem er helfen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er und sein menschlicher Freund praktisch nie eine Waffe für die Lösung von Konflikten benutzt haben.

Angeblich wollte Landon die Serie so produzieren, weil seine Tochter eine Krebserkrankung überlebte und er die Menschen ermutigen wollte auch in ausweglosen Situationen den Glauben nicht zu verlieren. Ob dies wahr ist, kann man schwer nachvollziehen, was jedoch stimmt ist, dass im Umfeld von Michael Landons Schauspielkarriere, die mit Bonanza richtig begann und mit Unsere kleine Farm rasant (zumindest vom Erfolg her) weiter ging, einige Kollegen an Krebs starben und er selbst fiel dem gleichen Schicksal 1991 zum Opfer.

Wie die Motive des dreimal verheirateten Landon und die Gutmensch Geschichten um French’s Mitarbeit auch klingen mögen, die Serie fand in jedem Fall ihre Stärke im Zusammenspiel der beiden Darsteller. Sie wirken in ihren Rollen nie aufgesetzt oder egozentrisch. Sie schlagen einen auch nicht mit moralischen Keulen tot. Nach heutigen Maßstäben ist die Serie typisch 80er-Style und natürlich trotzdem von zahlreichen Klischees in der Charakterdarstellung durchzogen. Totalen Mist darf man sie deshalb aber auch nicht schimpfen und, wie alle Serien die so lange laufen, entwickelte sie sich auch für Fans immer besser mit der Zeit.

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Ein Engel auf Erden – Staffel 1

InPlainSight StaffelEinsIch hab letztens Burn Notice auf Vox angeschaut und mir beim Betrachten der weiblichen Hauptdarstellerin Fiona (Gabrielle Anwar) die Frage gestellt, wie wenig die Person zu dem Klischee passt, das sie darstellt. Fiona ist schlank (um nicht zusagen dürr oder besser noch am Rande eine Bulimie), klein und zierlich. Gleichzeitig ist sie eine Waffennärrin, bei der die Waffe schon mal ähnlich groß ist, wie sie selbst und die passende Patrone den selben Durchmesser wie ihr Oberarm haben dürfte. Daneben ist sie natürlich auch noch eine gute Kick-Boxerin und läuft die Hundertmeter in High Heels unter zehn Sekunden. Trotzdem gucke ich die Serie extrem gerne und fühle mich in jeder Folge gut unterhalten. Aber was ich eigentlich schreiben wollte…

Mary Shannon (Mary McCormack) ist da ganz anders, die blonde Frau, mittleren Alters und durchschnittlicher Figur, gehört mit zu den wenigen Frauen in einer Hollywoodproduktion, der man abnimmt, dass sie eine Pistole abfeuern kann ohne sich das Handgelenk dabei zu brechen.

In Plain Sight geht es um Mary, die Mitarbeiterin des US Marshall Büros, mit dem Tätigkeitsschwerpunkt im Zeugen Schutzprogramm. Wie jede gute Polizistin hat auch Mary einen gut aussehendem Partner (Marshall Mann / Fred Weller aktuell 201 Facebook Fans), einen ständig nörgelnden aber eigentlich ganz lieben Boss (Stan McQueen / Paul Ben-Victor) und ein mieses Privatleben, bestehend aus einer Mutter (Jinx, Ex-Alkoholikerin / Lesley Ann Warren) und einer gut aussehenden Schwester (Brandi, Schla… Person mit wechselnden Sexual Partnern / Nichole Hiltz *woops*). Beide haben sich ungefragt in ihr neu erworbenes Einfamilienhaus in Albuquerque einquartiert.

Screen InPlainSightWas mir an der Serie gut gefällt, ist der trockene Humor und der Hang zum Sarkasmus der sie dazu bringt immer das zu sagen, was sie gerade Denkt. Dabei gelingt es der Serie die Balance zu halten und nicht ins Kitschige, wie bei einer himmlischen Familie oder in super Realistisches abzurutschen, wie bei Sons of Anarchy.

Wer sollte die Serie schauen?

Wer schon immer einmal wissen wollte, wie es in Albuquerque aussieht.

Wer auf trockenen Humor und Sarkasmus steht.

Wer Happy Ends mag.

Wer schon immer mal einen Grund gesucht hat ZDF neo zu schauen.

Wer sollte die Serie nicht Ansehen?

Wer Explosionen und extensiven Gebrauch von Schusswaffen sehen will (Burn Notice).

Wer morgens früh aufstehen muss (ernsthaft ZDFneo die Serie schreit nach Prime Time und nicht nach Di 22:30).

Wer ein zuckersüßes Familienleben (Eine himmlische Familie) nicht mag, wird hier auch nicht glücklich.

Wer sich gerne ekelt und möglichst viel Blut sehen möchte (Dexter).

StaffelEins FavsWie wärs mit einer Rundschau, um nicht gleich wieder nur auf Heroes einzulenken, deren Staffel 3.1 ich derzeit zu gut einem Drittel gesehen habe. Einen Artikel dazu gibt es in jedem Fall noch. Neben Heroes, habe ich wieder mit Rome – Staffel 1 angefangen, die kannte ich nicht vollständig und das wird etwas dauern. Warum also nicht mal den Blick von den eigenen Sehgewohnheiten abwenden und schauen, was bei den anderen so los ist?

Ich dachte mir, es wäre mal Platz und Zeit um auf ein paar weitere Dinge in der Serienwelt einzugehen. Derzeit habe ich nicht so viele neue Serien geschaut, aber der März bringt in Deutschland eine Menge neuer Staffeln.

Flo Lieb hat irgendwie langsam keine Lust mehr auf Heroes und begründet das in seinem Artikel, den ich in einigen Passagen großzügig überlesen habe um nicht zu sehr beeinflusst zu werden.

Stefan Niggemeier schreibt im Fernsehlexikon über den Flop der 7-Millionen-Dollar-Frau Neuauflage, die völlig an mir vorüber gegangen ist. Außerdem bewundert er einen Kabel 1 Programmplaner, der die einigermaßen korrekte zeitliche Ausstrahlung von Practice und Boston Legal hinbekommen hat. Serien, die ich mehr als nur am Rande verfolgt habe, wobei das, was ich von Boston Legal sah, fand ich immer sehr unterhaltend.

Besonders William Shatner gefällt mir sehr gut in Boston Legal. Deshalb freute ich mich um so mehr, als ich bei Morn im Fernsehserien Blog über eine neue Serie mit Shatner las, die auf einem Twitter Phänomen basiert. Wir nutzen sehr gern Twitter und freuen uns bei Serienstart auf die ersten Tweets dazu.

Weniger über Serien schrieb Kevin Reymann auf Area85 (das endlich wieder lesbar aussieht ;-), aber wo wir gerade bei Twitter sind, dieser Artikel über Facebook hat zumindest etwas mit Fernsehen zu tun und das nutzen wir sehr gern.

Kino, TV und Co gibt Wolfman 7 Punkte. Die Hälfte hätte nach meiner Meinung gereicht. Ja, Farben und Musik okay, ansonsten fühlte ich mich ähnlich enttäuscht, wie bei Tim Burtons Version vom Planet der Affen, zumindest da liegen wir auf einer ähnlichen Wellenlänge. Burtons neuen Film “Alice im Wunderland” finde ich übrigens genial. Ich habe ihn gestern in 3D gesehen.

Die alljährliche Absetzungswelle hat Dollhouse erwischt. Schade findet das moviescape. Ich kann mir deshalb vorstellen bald die komplette Serie zu erwerben.

Prison Break, fand ich eigentlich gut, bevor ich die Serie wegen dem RTL Ausstrahlungstermin dann irgendwann vergessen hatte. Im Serien-Network gibt es einen Trailer zum Computerspiel, in dem man selbst ausbrechen darf.

Ein alter Zocker ist bald auch Dustin Hoffman, den ich als Schauspieler in vielen Filmen verehre. Laut Serienjunkies wird er in “Luck” zu sehen sein. Dabei arbeitet er mit dem Verantwortlichen der Serie Deadwood zusammen, die ich persönlich sehr gut finde.

Das Couchmonster weckt mein Interesse an How to make it in America.

Die Zange berichtet über Breaking Bad, die Serie fanden wir ja schon gut bis besser. Keine Meinung dagegen habe ich von Lie to me – ich habe lediglich die vielen Vox Plakate in der Stadt gesehen bin davon ein wenig neugierig geworden. Robert schreibt auf lieblingsserie.de ein paar Informationen zusammen.

Zu guter Letzt wird weltweit der Start von The Pacific am 14. März auf HBO erwartet, trotz allem Pathos, der da mitschwingen mag. Damit schließe ich den kleinen Streifzug und freue mich bald auf neues Futter.

StaffelEins FilmeBeim Schauen von TV Serien kommt immer mal wieder Werbung von Kinofilmen und ich denke mir als Zuschauer: „Wow, den würde ich auch gerne sehen.“ Zu den letzten Trailern, die dieses Gefühl in mir ausgelöst haben gehört auf jeden Fall ein Film zu einer bekannten Serie.

A-Team (Deutschland: 5. August 2010 ?)


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Alleine schon wegen der Serie, die ich auch immer leidenschaftlich geschaut hab.

Heute eigentlich auch noch wenn ich drüber zappe.

Red Dawn ( USA: Sommer)


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Ein Remake des Klassikers von 1984. Die Geschichte ist einfach.

Amerika wird bedroht, aber Gott sei Dank gibt es da eine handvoll Rechtschaffener, die den Kampf aufnehmen. Also nichts für Anti-Amerikaner – für den Rest verspricht es kurzweilige und oberflächliche Unterhaltung.

Ich werde es auf jeden Fall sehen. “U.S.A ! U.S.A ! U.S.A!” (Zitat: Homer Simpson)

(The) Karate Kid (Deutschland 22. Juli 2010)


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Wer den Trailer gesehen hat, hat auch den Grund gesehen, warum ich diesen Film sehen werde. Jackie Chan, freue mich schon drauf.

Iron Man 2 (Deutschland 6. Mai 2010)


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Ganz ehrlich, ich fand den ersten Teil auch schon gut

Tron Legacy (Deutschland 17. Dezember 2010)


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Soll eine Fortsetzung des Films von 1982 sein. Da bin ich mal gespannt

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