Rückblende


StaffelEins Gormenghast

Ich bin in diese BBC Miniserie aus dem Jahr 2000 durch eine kürzliche Ausstrahlung bei arte zufällig eingetaucht. Sie wird ab 13. Januar 2010 wiederholt und ich weise für Euch gern noch einmal darauf hin. In vier Episoden wird – der Theorie nach – eine dramatische Märchengeschichte vom Tellerwäscher zum “beinahe König” erzählt – wäre da nicht in der Praxis bei der Produktion manches ganz und gar Untypisches passiert. Selbst für den manchmal eigenartigen Stil der Briten ist Gormenghast schon sehr abgefahren.

In der bemitleidenswerten Hauptrolle (das ist nicht negativ gemeint) findet sich niemand geringerer, als der heutige Star der Tudors Serie von Showtime, John Rhys Meyers. Dort spielt er ja ebenfalls eine irgendwie bemitleidenswerte Rolle mit dem Unterschied, dass er in seiner Rolle des Königs gleich das spielt, was er in Gormenghast verpasst. An seiner Seite drehte unter anderem Christopher Lee, der wenig später schon als Saruman in Herr der Ringe auftrat. Heutzutage wäre diese Besetzung für die gleiche Serie vielleicht nicht mehr bezahlbar.

Screen GormenghastDie Buchvorlage stammt bereits aus den 40er Jahren, bestand geplant aus 5 Teilen, allerdings wurden vom Autor Mervyn Peake nur 2,5 fertig gestellt und die fehlende Hälfte von seinem dritten Werk wurde von anderen Leuten angeblich stark editiert. Heraus kam nun im Jahr 2000 ein durchaus bildgewaltiges Schauspiel. Davon kann man sich auf YouTube sogar in deutscher Sprache überzeugen ohne zuviel von der Handlung zu erfahren.

Wer den Trailer schaut wird merken, dass einige Dialoge wirklich anstrengend sein können. Vielfach schwingt sehr ausgereifte altertümliche Sprachkunst mit. Die extrem überzeichnete oder lächerliche Darstellung der Charaktere sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass nebenbei ziemlich kluge und deutliche Kritik an gesellschaftlichen Konventionen und Obrigkeiten geübt wird. Diese Kritik musste zu Zeiten der Entstehung des Buches wohl auch noch derartig verpackt werden, damit man in der Öffentlichkeit nicht zu sehr für einen Feind der Royals gehalten wurde – selbst heute ist sie ungern gesehen.

Der Kochjunge Steerpike ist seit Kindesjahren nicht aus der Großküche der Herrscher von Gormenghast herausgekommen und wird vom Chefkoch mehrfach misshandelt. Der Knecht des Königs verschafft ihm die Möglichkeit zu entfliehen, fortan arbeitet er sich mit Übereifer in andere Dienstleistungspositionen des Schlosses um seinem früheren Leben so weit wie möglich zu entkommen. Nicht jeder erliegt seinem frechen Charme von selbst und so greift er mit allen Mitteln eines Getriebenen in die Rängespiele unter den Adligen am Hof ein. Man kann Steerpikes Handlungen unterschiedlich bewerten und muss seine Motive teilweise auch erst verstehen lernen.

In meinen Augen hat der Buchautor die Aussage vertreten, das man nicht nur einfach so ist, wie man geboren wird, aber die Geburt bestimmt mit, was später aus einem gemacht wird – das zieht gewisse Ungerechtigkeiten nach sich und setzt zwischen Menschen aller Herkunft eine Verständigung und Verständnis voraus, ansonsten gehen nach Generationen gegenseitiger Isolierung die Lebenswelten unvereinbar auseinander. Der Regisseur hat sich vermutlich recht nah an der Buchvorlage gehalten.

Informative Gormenghast Seite.

Infos zu Gormenghast auf arte.

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Gormenghast – Erster Buchband

Gormenghast – DVD (UK Import)

StaffelEins Lost RoomDie Lost Room Serie des amerikanischen Senders SyFy ist vergleichsweise unbekannt zu anderen Serien über die wir berichtet haben. Dafür, dass nur drei Episoden fertig gestellt wurden, ist diese Mini-Serie im hart umkämpften Serienmarkt Ende des Jahres 2006 trotzdem zu einer kleinen Legende geworden. Produzent und Co-Autor Christopher Leone wurde erst Mitte dieses Jahres von Fans nach einer Lost Room Comic Fortsetzung gefragt, als er eigentlich im Forum des Fernsehsenders sein Projekt “We Kill Monsters” promoten wollte.

Die einzigartige Handlung in Kurzform (Achtung am Ende dieses Artikels gibt es eine Liste, die nicht gelesen werden sollte, wenn man die Serie noch schauen möchte – für Leute, die sie schon gesehen haben, ist diese Liste aber ein Mehrwert):

Polizist Joe Miller (Peter Krause / Six Feet Under) kommt bei der Aufklärung eines Mordfalls in Besitz eines Schlüssels mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Er kann damit jede Tür öffnen, in die ein normaler Haustürschlüssel passen würde. Der Besitzer des Schlüssels gelangt jedoch immer in das selbe fast leere, von der Abendsonne hell erleuchtete “Sunshine” Motel Zimmer aus dem Jahr 1961. Schließt er die Tür hinter sich, kann ihm niemand folgen. Öffnet er selbst die Tür wieder, kann er aus jeder beliebigen Tür auf der Welt heraus kommen, die er sich vorstellen kann. Wie sich später heraus stellt, haben der Schlüssel und das Zimmer aber auch Eigenschaften die gefährlich sind. Zusätzlich gibt es angeblich mehr als 100 weitere Gegenstände aus dem Zimmer, die ihren Besitzern in unserer Welt verschiedene Eigenschaften verleihen und gefragte Objekte diverser Organisationen und Einzelpersonen sind.

Ich kann die Faszination teilen. Anscheinend haben Verantwortliche von Sendern und Verlagen auch ein paar Jahre nach dem unglücklichen Intro der Serie etwas Heimweh nach dem Zimmer. Laut Wikipedia wurden verschiedene Versionen in knapp 35 Staaten auf jedem Kontinent ausgestrahlt und einige davon kamen erst in diesem Jahr hinzu. Leone bestätigte außerdem diverse Verlagsanfragen. Die Lizensierung scheint dabei im Weg zu stehen, was bedeuten könnte, dass man auch bei den Rechteinhabern noch an ein gewisses Potential glaubt.

Screen Lost Room

Die Lizenz ist meiner Meinung nach einiges wert. Das Setting der Serie ist sehr gut ausgearbeitet und genießt damit quasi einen Kopierschutz, weil eine ähnliche Idee leicht als Abklatsch von Lost Room abgestempelt werden würde. Schade, dass diese große Rolle für Hauptdarsteller Krause nach fünf sehr erfolgreichen Jahren bei Six Feet Under und an der Seite von weiteren guten Schauspielern nicht sofort zündete.

Es gibt zwar eine ausführliche Wikipedia Liste zu den wohl bekannten Objekten aus Lost Room, ich wollte mir aber den Spaß machen und selbst testen, wieviele ich beim Schauen der Serie eindeutig ausfindig machen konnte. Teilweise muss man dafür Szenen viele Male durchlaufen lassen und häufig Gebrauch der Pause Taste machen. Als ich dann meine Ausbeute verglichen habe, fand ich, dass ich ganz gut abschneide und einige Objekte der englischen Liste sind meiner Meinung nach gemutmaßt. Man sollte die Liste nur lesen, wenn man die Serie schon kennt. Deshalb noch eine klare SPOILER Warnung an dieser Stelle – und der Hinweis, dass ich ein Objekt bewusst heraus gelassen habe, weil manche den Spoiler eben doch überlesen.

Der Stoff bietet viel Potential und wird am Ende ziemlich offen gelassen. Schade, dass einige Fanprojekte wohl im Ansatz stecken blieben um eigene Storylines für den weiteren Verlauf zu entwickeln.

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Das verschwundene Zimmer (DVD Box)

StaffelEins Objektliste aus “Das verschwundene Zimmer”:

Armbanduhr – Kocht Eier, wenn man sie in die Mitte der Uhr legt.
Armbanduhr + Messer – Es entsteht angeblich eine Telepathie Fähigkeit.
Aschenbecher – unbekannt. (Alter Film)
Bibel – unbekannt. (Kreutzfeld)
Blaue Reisekarte (Santa Fe) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Bleistift – Angeblich muss man mit dem Bleistift nur einmal auf einen Tisch tippen und bekommt dafür jedes Mal einen Penny.
Brille – Löscht jedes Feuer. Lässt Elektronik versagen.
Busticket – Berührt man jemanden damit landet man auf einer verlassenen Landstraße irgendwo in die Nähe von New Mexico.
Deodorant Puder (gelb) – unbekannt. (Legionsliste, Sood’s Objekt Katalog)
Haarfärbemittel (braun) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Hotelprospekt – (unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Flachmann – Dreht man die Flasche auf, bleibt einer Person der Atem weg.
Frostmittelflasche – unbekannt. (Verlies)
Glasauge – Heilt oder zerstört Lebewesen.
Hemd (weiß) – unbekannt. (Verlies)
Hochzeitsfoto – unbekannt. (Maybell Smith)
Kamera – unbekannt. (Orden)
Kamm – Lässt die Zeit stillstehen, wenn man sich damit durch die Haare fährt. Besitzer kann sich noch bewegen.
Kartenspiel – Verleiht beim Betrachten eine Vision von Geschehnissen im Motel, verursacht Schmerzen.
Kaugummi – unbekannt. (Legionsliste)
Kleiderbügel – unbekannt. (Orden)
Kugelschreiber – Ein Stich mit dem Kugelschreiber kocht das Lebewesen in das er eindringt.
Likörflasche – unbekannt. (Legionsliste)
Linker Schuh – unbekannt. (Legionsliste)
Linke Socke – unbekannt. (Legionsliste)
Lupe – unbekannt. (Vision von Reuber)
Manschettenknopf – senkt den Blutdruck? (Kreutzfeld)
Mantel – Lässt keine Kugeln durch.
Münze – Lässt Erinnerungen lebendig werden, wenn man sie verschluckt. (Kreutzfeld)
Nagelfeile – Betäubt Leute.
Nagelclipper – unbekannt. (Alter Film, Kreutzfeld)
Polaroid Fotos – Zeigt dem Besitzer beim Betrachten das Innere und Äußere des Zimmers mit der Nummer 10, das sonst nicht sichtbar ist (nur in der Nähe des Motels). Intensives Betrachten ruft anscheinend auch Visionen aus dem Zimmer hervor.
Portemonaie – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Quadratischer Gegenstand – unbekannt. (Alter Film)
Radio – Stellt man den richtigen Sender ein wächst man ein Stück, heißt es.
Rasiermesser – unbekannt. (Orden)
Rechter Schuh – unbekannt. (Verlies)
Regenschirm – Angeblich glauben andere Leute immer den Besitzer zu kennen.
Seife – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Seifenverpackung mit Motel Schriftzug – unbekannt. (Verlies)
Schere – Kann Ziele herumschleudern.
Schlüssel – Öffnet das verlassene Motel Zimmer, der Besitzer kann in das Zimmer hinein, wenn er die Tür verschließt und wieder öffnet, kann er durch jede beliebige Tür in der Welt wieder heraustreten.
Schuhanzieher – unbekannt. (Orden)
Stempel? – unbekannt. (Verlies)
Streichholzschachtel – unbekannt. (Orden)
Taschenmesser – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Taschentuch – unbekannt. (Legionsliste)
Telefon – unbekannt. (Orden)
Thermoskanne – unbekannt. (Verlies)
Uhr – Bewirkt, dass solides Messing gasförmig wird ohne sich erst zu verflüssigen.
Uhrenetui – Verhindert den Zerfall auf kurzer Distanz. (Alter Film, Orden)
Vase – unbekannt. (Orden)
Wasserglas – unbekannt. (Orden)
Wasserflasche mit schwarzem Etikett – unbekannt. (Verlies)
Zahnbürste – unbekannt. (Kreutzfeld)
Zeitschrift (Life) – unbekannt. (Sood’s Objekt Katalog)
Zeitung – unbekannt. (Legionsliste, Kreutzfeld)
Zigaretten – unbekannt. (Legionsliste)
Zigarettenschachtel – unbekannt. (Kreutzfeld)

Kombinationen:
Im alten Film der Sammler lösen anscheinend ein nicht definierbarer quadratischer Gegenstand, das Uhrenetui, das Nagelclipper, die Zahnbürste, der Aschenbecher und die Zigarettenschachtel nach der Benutzung mit dem Schlüssel eine katastrophale Reaktion aus, bei der umherstehende Menschen sterben oder verrückt werden. Die Besitzerin wurde als Geist im verwüsteten Nebenzimmer des Motel Zimmers gefangen.

Der Geist der Motel Besitzerin konnte wieder in die Realität geholt werden, nachdem das Uhrenetui zuerst die Auflösung der Erscheinung verhinderte und der Kamm die Zeitverschiebung aufhob.

Weitere Listen findet man hier und hier (von Fans evtl. ausgeschmückt).

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Das verschwundene Zimmer (DVD Box)

StaffelEins Pushing DaisiesIch habe schon seit November 2008 versucht von Pushing Daisies alle Folgen im Free TV zu sehen. Diese Serie war es mir wert auch mal einen Termin zu verschieben oder auf eine andere Aktivität komplett zu verzichten. Ein ganz starkes Indiz für eine außergewöhnliche Serie ist, wenn ich den Computer für die Zeit der Sendung komplett von meiner Aufmerksamkeit nebenher ausblende.

Leider bekam ich von der Serie erst mit, als bereits die 4. Folge im Fernsehen lief. Prompt bloggte ich darüber und konnte in der weiteren Zeit bis März 2009 dann leider doch nicht alle Episoden verfolgen. Seit diesen Tagen liebäugelte ich schon mit der Anschaffung der DVD Boxen. Die blieben jedoch störrisch bei ca. 20 Euro pro Staffel stehen und – ich gebe zu – ich bin da jemand, der in Sachen günstige Angebote sehr sehr lange warten kann.

Um so schöner, wenn auf einmal das mir wohl bekannte Portal serieasten.tv ein Gewinnspiel veranstaltet, exakt die 2. Staffel als Preis winkt. Dann war die Frage des Tages auch noch beantwortbar …und simsalabim.

PDGewinn

Ich bedanke mich für den super schnellen Versand und die nette Weihnachtskarte. Zum Glück musste ich ja einige Weihnachtsgeschenke bestellen und selbstverständlich lag dann diesmal die 1. Staffel im Einkaufskorb zur Eigenbeschenkung. Also Warner oder ProSieben, wer auch immer sich als Sponsor aufzutreten entschied, ihr habt den richtigen getroffen und zudem letztlich euren Schnitt damit gemacht. Frohe Weihnachten.

StaffelEins SeinfeldJerry Seinfeld war ein Phänomen zu seiner Zeit als Seriendarsteller. Nicht das er der erste extrem gehypte Schauspieler war, aber er gehört zu einem exklusiven Club derjenigen, die für eine Zeit lang die höchste Jahresgage im US Fernsehen verdienten. Seinfeld belegte diesen Platz Ende der 90er Jahre. Danach übernahm meiner Meinung nach Tim Allen mit “Hör’ mal, wer da hämmert” bzw. “Home Improvement” den Platz auf dem Sitcom Thron. Bezeichnend für beide ist, dass sie sich unter ihrem richtigen Namen spiel(t)en.

Mir ist in inzwischen grauer Erinnerung, dass die Serie keine richtige Musik oder Melodie hatte. Zwischendurch wurde immer wild ein Bass gezupft und dann ging es  weiter. In dem eingebundenen Video kann sich jeder seine Meinung bilden, ob es sich dabei um einen Soundtrack handelt oder nicht.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gSf2O80brbU]

Dieses Jahr feiert Seinfeld – als Serie – ihren zwanzigsten Geburtstag, sowie ihren elfjährigen Todestag, denn seit 1998 gibt es keine weiteren Staffeln. Erfolgreich blieb Seinfeld als Privatperson auch nach seiner Serie. Er produzierte Dreamworks “Bee Movie” und spielte mit seiner Stimme eine der Rollen selbst. An dieser Stelle möchte ich gern noch einmal auf Tim Allen zurück kommen, denn mit “Galaxy Quest“, als Persiflage alter Star Trek Folgen, konnte er für mich qualitativ ebenfalls einen Megahit im Kino landen, den ich jedem Trekkie empfehlen kann.

Sceen Seinfeld

Ein beeindruckendes Schaubild von Flickr Nutzer rickysaurus zur Seinfeld Serie stellt sämtliche Beziehungen der neunjährigen Seinfeld Story unter den Charakteren dar. Demnach geht Seinfeld 46 Beziehungen ein. Unter ihnen hat es wohl nur Sidra (Teri Hatcher alias Susan in Desperate Housewifes bzw. Loise in Superman) später zu großem eigenen Ruhm in der Serienlandschaft gebracht. Elaine (Julia Louis-Dreyfus) bringt es als einzige Frau unter den vier Hauptcharakteren der Sitcom gerade mal auf 16 Verflossene, einer davon ist Jerry selbst.

Die weiteren Hauptcharaktere sind George Costanza (Jason Alexander), der viel arbeitet, dazu aber sehr geizig und meistens unzufrieden ist, sowie Cosmo Kramer (Michael Richards), der immer etwas entrückt wirkt, keiner weiß was er arbeitet, aber er kennt viele Leute und zaubert immer wieder überraschende Dinge hervor. George ist der beste Freund von Jerry, während Kramer eigentlich die wenigsten aber intensivsten Auftritte unter allen Hauptcharakteren hat.

Letztlich war Seinfeld für mich eher wegen dem ganzen Hype faszinierend, als wahrer Fan der Serie kann ich mich bis heute nicht bezeichnen. Dafür habe ich auch nicht genug Episoden geschaut. Erfrischend war für mich, dass es sich hierbei nicht um eine typische Familien-Sitcom handelt, und dass ein wenig erwachsener erzählt wird als beispielsweise bei Friends. Die Serienboxen werden weiterhin zu ziemlich hohen Preisen gehandelt. Eine Frage zum Schluss… gibt es Sitcoms, die bereits abgelaufen sind bzw. abgesetzt wurden und die ihr selbst noch einmal intensiv anschaut oder ist der Zauber verflogen und wendet ihr euch lieber der nächsten Sitcom zu?

Danke! :)

StaffelEins Adams FamilyMein erster Kontakt mit dieser Serie kam zustande, weil sie Mitte der 90er Jahre von der Hörzu für die ARD als Meisterwerk mit so etwas wie wahnsinnig spritzigem Humor gefeiert wurde. Ich war allerdings bereits Serien wie Star Trek, Roseanne oder beinahe schon AkteX gewohnt. Deshalb enttäuschte mich die erste Folge zunächst extrem aufgrund ihrer überdeutlichen 60er Jahre Machart, die mir weniger zeitgemäß vorkam als Charlie Chaplin Filme oder Dick und Doof.

Die Besetzung besteht aus einem überheblichen und durchgeknallten Spanier namens Gomez als Vater, seiner Frau Morticia, die man sofort für eine Vampirin halten würde und ihre beiden Kinder Pugsley und Wednesday, die gern mit wilden Tieren spielen. Dazu kommen Onkel Fester, der bereits tot und verrückt zugleich aussieht und Glühlampen zum Leuchten bringt, wenn er sie in den Mund steckt, sowie eine Oma, die man als Hexe bezeichnen würde. Ein zombieähnlicher Butler namens Lurge dient den Adams als Haushälter, er erscheint immer blitzschnell, wenn ein ohrenbetäubender Gong geläutet wird, bewegt sich dann jedoch auffällig langsam.

Ich glaube der Redakteur, der hier Bestnoten verteilt hatte, hing wirklich ein paar bunteren Kindheitserinnerungen nach, als es die Farbgebung der Serie eigentlich zugelassen hätte. Trotzdem konnte ich soweit überzeugt werden, dass ich die Charaktere im Vergleich zu denen der Familie Munster viel ansprechender fand. Außerdem wurde mir bewusst, dass die Munsters eine deutliche Kopie der Adams waren – leider eine schlechtere. Übrigens finde ich persönlich Anteile von den Munsters und den Adams auch in der Schrecklich netten Familie um Al Bundy wieder.

Screen Adams Family

Richtiges Interesse zeigte ich erst wieder an den Adams, als ich die Spielfilme von Barry Sonnenfeld aus einer “weil sonst nichts Gutes im Fernsehen kommt”-Laune sah. Hier war jemand am Werk, der die Grundidee gründlich aufpoliert und aktualisiert hatte. Es waren gleichzeitig humorvolle und etwas verstörende Filme, die an einer allgemeinen Geschmacksgrenze nagten ohne sie zu sehr zu überschreiten.

Wenn daraufhin eine Folge der alten 60er Jahre Serie lief, fühlte ich ein besseres Verständnis für die Charaktere und ich konnte es würdigen, dass diese Show in der damaligen Zeit ein echtes Wagnis gewesen sein muss, das an den Vorstellungen des American Way of TV rüttelte. Und sie rüttelte sehr erfolgreich, denn es wurden 64 Folgen mit je 30 Minuten Spielzeit produziert. Das war auch in den guten alten Zeiten, als sich Serien etwas länger entwickeln durften eine ordentliche Laufzeit.

Durch meine Freundin, die seit jeher Fan dieser Serie ist, habe ich eine der drei DVD Boxen erstanden, die jeweils fast 9 Stunden Spielzeit besitzen. Ich bin manchmal fast eingeschlafen, aber die Staffeln sind lustiger als man denkt. Es bleibt letztlich eine Sitcom und es bleibt damit eine Serie ohne jegliche Cliffhänger oder Spannungsaufbau über mehrere Folgen. Aktuelle Sitcoms könnten sich jedoch gern mal wieder etwas derart ungewöhnliches ausdenken.

Die Story hinter den Adams reicht noch weiter zurück. Charles Addams erschuf 1938 für die Zeitung “The New Yorker” laut Wikipedia die seinerzeit beliebten Cartoons der Adams, welche eine Umkehrung der amerikanischen Kernfamilie darstellen sollten. Man kann deshalb von einer der frühesten Comic Verfilmungen sprechen. Einige der Original Cartoons kann man wohl an dieser Stelle in Augenschein nehmen.

StaffelEins AlfMeine erste TV-Serie, die ich im Fernsehen geschaut hab, war ALF. Damals – in der guten alten Zeit lief die Sendung noch beim ZDF im Nachmittagsprogramm. Das war meine erste Berührung mit einer amerikanischen Sitcom und ich weiß noch, wie sehr mich diese eingespielten Lacher verwirrt haben, denn das vermeintliche Publikum war nie zusehen.

Das Einspielen von Lachern ist mittlerweile ja wieder ein wenig aus der Mode gekommen. In den Achtzigern waren Außerirdische noch knudellige Kuscheltiere, die an sich nichts bösartiges hatten, außer das sie gerne Katzen essen und ihre Gasteltern in den Wahnsinn treiben. Mit dem Kinofilm Independence Day änderte sich die Einstellung der Außerirdischen uns Menschen gegenüber. Seitdem wollen sie uns wahlweise vernichten, versklaven oder entführen.

Screen Alf

Die Spannung in der Serie entsteht meistens dadurch, dass Alf etwas anstellt (meistens absichtlich) und die Familie Tanner muss anschließend den Fehler wieder ausbügeln. Sie kommt dadurch in ungewöhnliche oder peinliche Situationen. Daneben lebt die Familie ihr normales Leben und Alf kommentiert dies mit seinen außerirdischen Einsichten. Die sind allerdings selten tiefgründiger Art, eher ist das was zum Schmunzeln. Eine sehr gute Serienbeschreibung hab ich auf  www.fernsehserien.de gefunden. Wer mehr wissen möchte – einfach einmal dort nachschauen. Ein wenig abrupt kam das Ende der Serie, die vierte Staffel endete noch mit einem Cliffhanger, eine fünfte Staffel wurde dann nicht mehr aufgelegt.

Als 1988 die Serie Alf, damals in Deutschland, anlief, hab ich diese verdammt gerne geschaut, es war witzig und abwechslungsreich und immer gut für 45 Minuten Unterhaltung. Typische Redewendungen fanden dementsprechend Eingang in den Alltagsgebrauch. Ein „Null Problemo“ rutscht mir auch heute noch ab und zu mal raus. Ansonsten sind die Erinnerungen an die Familie Tanner mit Willi, Lynne, Brian und – wie hieß die Mutter nochmal? Eher verschwommen. Wie gut, dass es nun endlich einmal ALF auch in Deutschland auf DVD geben soll. Das war ja lange nicht der Fall. Angeblich wegen Rechteschwierigkeiten bei einem Musiktitel, nun soll es gehen. Ob ich die 30 Euro pro DVD auch berappen möchte, da bin ich mir allerdings nicht sicher. Da warte ich noch, bis das Weihnachtsgeschäft durch ist.

StaffelEins Robin Hood

Leute, die Geschichte studiert haben, mögen mir manche Mischungen von Begriffen in diesem Artikel verzeihen oder per Kommentar darauf hinweisen, ich korrigiere Fehler gern! Der erste Artikel zu dieser Serie rund um Robin Hood ist hier zu finden. Die zweite Hälfte der Staffel beginnt mit einem Streuner, der schwerbewaffnete Tempelritter verfolgt, die den Sherwood Forrest durchqueren. In der Nacht beobachtet er sie bei einer religiösen Zeremonie. Der Name der Folge ist “Seven Poor Knights From Acre” auf deutsch einfach nur “Die Kreuzritter”.

Am nächsten Morgen, sieht man Robin und seine langsam wieder erstarkte Truppe bei einem Bogenschützen Wettkampf, der Streuner läuft ihnen in die Arme, darf aber weiter ziehen. Kurz darauf preschen die Kreuzritter hervor. Beide Seiten verlieren einen Mann im Kampf – zudem wird Much gefangen genommen. Die Kreuzritter bringen ihn in ein Dorf, in dem wenig später die Lage vom Sheriff von Nottingham überprüft wird. Er erkennt Much und erfährt von der deutsch-französisch Kauderwelsch sprechenden Templertruppe, dass sie es auf den gemeinsamen Feind abgesehen haben. Um Zeit und Männer zu sparen, lässt er die Ritter bleiben – in der Hoffnung, dass sie sein Problem mit Hood lösen.

Währenddessen erfährt Robin Hood, das die Ritter nur deshalb so aufgebracht sind, weil ihnen eine Reliquie gestohlen wurde. Es muss der Streuner gewesen sein. Bei einem Rettungsversuch für Much nimmt der Anführer der Kreuzritter Robin sein Schwert ab, lässt ihn aber laufen. Robin muss sich beeilen und den gestohlenen Gegenstand wieder beschaffen. Dieser befindet sich jedoch in der Gewalt des Sheriffs, nachdem der Dieb von Soldaten aufgegriffen wurde. Es ist nicht ganz klar, ob Robin es schafft tatsächlich das Original wieder zu beschaffen, leider ist die Serie an dieser Stelle ungünstig geschnitten. Er bringt dem Anführer einen Gegenstand und Much wird freigelassen. Trotzdem setzen die Ritter noch einmal an um die beiden zu töten, allerdings haben die gepanzerten Reiter keine Chance gegen Robins Leute am Waldrand und der Held der Serie bekommt sein Schwert wieder.

Screen Robin 3

Alan A Dale (Der Minnesänger) ist der Titel der fünften Folge. Objektiv gesehen, die erste Robin of Sherwood Folge, die man sich aus heutiger Sicht anschaut und sagt, dass Storyaufbau, Schnitt, Darstellung und Szenerie komplett überzeugen können. Selbst der Humor trifft diesmal exakt den Punkt. Ich würde sagen, es war der Durchbruch um die Zuschauer damals endgültig einzufangen. Alles passt ineinander und wird mit einem überraschenden Ausklang abgerundet. Little John beginnt eine geheime Liebschaft in einem Dorf. Als er an einem Tag von Soldaten gesehen wird, kann er zwar fliehen, er kann nun aber nicht mehr zurück und die Bewohner müssen dafür büßen.

Robin Hoods Männer greifen einen Minnesänger auf, der durch den Wald zieht – und übrigens genial geschauspielt wird. Sie wollen ihn nach kurzer Überprüfung schon wieder ziehen lassen, da sagt er beiläufig, er wäre unterwegs nach Nottingham um den Sheriff zu töten. Das macht die Bande wiederum neugierig. Es stellt sich heraus, dass der Sheriff sich mal wieder Geld beschaffen will. Zu diesem Zweck hat er einer Hochzeit zwischen ihm und der 16 Jahre alten Tochter eines reichen Barons eingewilligt, sowie der damit verbundenen großen Mitgift. Sie liebt jedoch insgeheim und doch sehr offen den Minnesänger.

Die Gefährten versuchen Guy von Gisburne bei der Überführung der Verlobten samt deren Mitgift zu überrumpeln. Der Versuch scheitert jedoch, denn weder das Geld kommt in ihre Finger, weil es eigentlich schon mit einem anderen Transport überbracht wurde – und die Verlobte entkommt durch einen mutigen Ausbruch Gisburnes. Genial versuchen sie es mit einer List noch einmal, indem sie den Minnesänger, der dem Sheriff und den Soldaten unbekannt ist, als Priester für die Vermählung einschleusen – die daraus entstehenden Dialoge sind sehr lustig. Der Raub der Verlobten gelingt und der Minnesänger darf sich mit ihr von Bruder Tuck trauen lassen. Sieger der Geschichte ist zum ersten Mal aber der Sheriff, der den Braten gerochen hat und eigentlich nur wollte, dass ihm die Frau gestohlen wird. Die Geldkisten, die Robins Männer stehlen, sind mit Steinen gefüllt. Die Tatsache, dass der Sheriff geistig doch mehr drauf hat und Robins Vorgehen voraussagen konnte, ist als Wendepunkt prägend für die Geschichte.

Screen Robin 4

Das Staffelfinale trägt den Namen “The Kings Fool” (Richard Löwenherz). Die Robin Hood Legende hat im Laufe der Zeit viele Mythen erschaffen. Einer davon ist, dass Robin Hood irgendwann vom rechtmäßigen König, Richard Löwenherz, zum Ritter geschlagen wird, als er von einem Kreuzzug nach England zurückkehrt und der königstreue Robin nur gegen den gefährlichen und verantwortungslosen Bruder des Königs rebelliert hatte. In manchen Geschichten hat Robin daraufhin lange Zeit für König Löwenherz erfolgreich in diversen Schlachten gekämpft. Diese Mythen sind laut Wikipedia nicht übereinstimmend mit den Texten der frühesten Balladen um Robin Hood. Löwenherz gilt aber nicht nur in England heute vielen Leuten noch als Idol.

Die Serie greift dennoch ein Zusammentreffen von Löwenherz und Hood auf. Robin rettet dem König tatsächlich das Leben, als dieser von Räubern im Sherwood Forrest überfallen wird. Der König gibt sich zunächst nicht zu erkennen, beweist sich als guter Gast im Lager und nach einem Ringkampf, in dem er Little John besiegt, lässt er die Maskerade fallen. Er lädt die Sherwood Bande nach Nottingham als Gäste ein, was Gisburne und dem Sheriff nicht gefällt. Er verspricht allen, sie sollen freie Männer sein und Land bekommen, aber er brauche sie dafür auch in der Normandie gegen französische Kriegsherren um England zu schützen. Nasir entscheidet sich zu gehen, er will mit dem Krieg nichts zu tun haben, da er religiös motiviert ist. Die anderen sind zunächst vom Charisma des Königs beeindruckt, zweifeln aber irgendwann, teilweise auch aus Angst bald Soldaten zu sein. Robin will sein Wort gegenüber dem König halten, stellt ihn aber offensiv vor einer großen Runde mit Adligen zur Rede um sich der Integrität des Herrschers zu versichern.

Der König versucht Robin zu überzeugen, kann aber nicht einschätzen, ob er damit wirklich Erfolg hatte. Nachdenklich ruft er den Sheriff später zu sich, der ihm versichert, es werde Ärger mit Robin Hood geben. Richard Löwenherz entscheidet sich, dem Sheriff einen Mordauftrag zu geben ohne ihn direkt damit in Verbindung zu bringen. Erledigen soll das mal wieder Gisburne. Der Versuch misslingt, Gisburne bekommt einen Pfeil in den Rücken. Im Gegenzug trifft er jedoch die mit Robin flüchtende Lady Marion tödlich. Als sie sich im Todeskampf befindet, meldet sich der Geist von Herne the Hunter bei Robin und erinnert ihn daran, das er doch magische Kräfte hat, was Pfeile angeht, deshalb muss er nur den Pfeil entfernen, das Rad der Zeit dreht sich kurz und Marion ist wieder gesund.

Das Ende einer großen Folge ist damit für mich leider etwas verpatzt worden. Ich glaube hier hat ein Produzent nicht den Tod von Marion durchziehen wollen, nach einer sehr mutigen Entscheidung, King Richard in einer englischen Serie als Antihelden darzustellen. Die Artikelserie geht bald mit der 2. Staffel von Robin of Sherwood weiter.

StaffelEins Robin HoodDiese britische Serie, die in Deutschland erstmals im Oktober 1984 auf dem ZDF lief, ist für mich eines der Highlights der TV Geschichte. Ich habe sie im Beisein meines größeren Bruders geschaut, das war eine Zeit, als auch die Sesamstraße mir noch viel zu bieten hatte. Obwohl die Sesamstraße zweifellos noch heute von mir geschätzt wird, sehe ich diese Robin Hood Serie, von der ich mir Staffel 1 und 2 aus England importiert hatte, kaum mit weniger Faszination an.

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich diese Serie noch einmal komplett nachholen muss. Meine Erinnerungen sind inzwischen lückenhaft – ab und zu läuft Robin of Sherwood heute noch auf dritten Programmen im Free TV. Wenn ich zufällig eine Folge erwischte, war ich sofort wieder beeindruckt, aber ich vergaß die Sendetermine immer wieder. Daher kam vor 3 Jahren der Entschluss, mir die Serie endlich zu kaufen um sie dann bis jetzt nach dem Schauen der ersten Folge liegen zu lassen – inzwischen gibt es übrigens deutsche DVD Boxen.

Zugegeben, die erste Folge wirkt manchmal, als wenn sich ein paar professionelle LARP Spieler im Wald getroffen haben und an vielen Stellen fehlt noch die Charakterzeichnung, die man später so liebgewinnt, aber man erkennt ohne Weiteres, dass diese Serie eindeutig als Vorlage für den Riesenerfolg der Robin Hood Verfilmung mit Kevin Costner im Kino war. Doch wirkt diese Serie echter, dunkler und mysteriöser – gerade zu experimentell, wenn auch mit großem Budget ausgestattet. Man setzte bei der Rollenverteilung gezielt auf Schauspieler, die nicht in das Model Schema passten. Es sind dreckige, verschwitzte Menschen mit körperlichen Abweichungen vom Idealdurchschnittsmaß zu sehen. Eine Ausnahme sind dabei höchstens Robin Darsteller Michael Praed und Marion Darstellerin Judi Trott. Zunehmend zeichnet die Serie sich als großes Abenteuer aus, das trotz vieler Mystery Elemente sehr real dargestellt ist – vor allem durch Verweise auf gesellschaftspolitische rauhe Sitten und Normen im Mittelalter – in denen die Helden nicht unverwundbar sind.

Screen Robin 1

Der Pilot besteht aus einer Doppelfolge. Im englischen Original “Robin and the Sorceror” Part 1 und 2. Die deutschen Titel lauten. “Der magische Pfeil” und “Der Wettkampf”. Im ersten Teil wird die Handlung schnell auf die Gruppenfindung zugeschnitten. Robins Familie und Dorfgemeinschaft wird von Söldnern niedergemetzelt als er Kind war. Mit seinem Gefährten Much lebt er vogelfrei und stiehlt Wild im Gehölz des Sheriffs von Nottingham, der den Namen Sherwood trägt. Sie werden aufgegriffen und landen im Kerker.

Sie treffen auf Will Scarlet, der wegen Mordes einsitzt und fliehen gemeinsam und gewalttätig. Im Wald trifft Robin auf den von Hexerei besessenen Little John, den er im Zweikampf besiegt, was den Hühnen von seinem Fluch befreit. Er wird zu dem wohl treuesten Gefolgsmann Robin Hoods. Nachdem der adlige Guy von Gisburne (einer meiner absoluten Lieblingsschurken, gespielt vom leider verstorbenen Robert Addie) ein wehrloses befreundetes Dorf auf der Suche nach den Entflohenen niederbrennt und Einwohner tötet, rächen sich die Gefährten und entführen dabei zufällig Lady Marion. Zwischendurch hat Robin von der Sagengestalt und Geist “Herne the Hunter” eine große Prophezeiung samt legendärem Schwert erhalten.

Screen Robin 2

Der zweite Teil beginnt damit, dass Robin sich den Pfeil von Herne the Hunter beschaffen will. Der bekannte Soundtrack von Clannad entfaltet jetzt seine Wirkung. Wem die Geschichte von Robin Hood bekannt ist, wird hier das Bogenschützen Turnier wieder erkennen, bei dem er als alter Mann verkleidet antritt und den Sieg durch einen gespaltenen Pfeil davon trägt. Der Sheriff, der Hood in eine Falle locken wollte, lässt sich düpieren. Der geheimnissvolle Dritte im Bunde, ein Baron, der sich schwarzer Magie bedient, hatte es ebenfalls auf das Artefakt abgesehen.

Da der Sheriff ihm Geld schuldet verlangt der Baron zur Begleichung statt Geld die Auslieferung Lady Marions in seine Gewalt. Der Sheriff lässt sich darauf ein, während der anwesende Mönch Bruder Tuck alles mit angehört hat und verzweifelt versucht Marion in den Sherwood Forrest zu bringen, bevor er von Schergen des Hexenbarons überwältigt wird. Robin zieht aus und kann den Hexer, dessen Schloss und Hofstaat sehr cool dargestellt wird, mit Hernes Pfeil besiegen und Marion befreien. Seine Gefolgleute werden jedoch in einen heftigen Kampf mit Guy von Gisburne verstrickt, wobei mehrere Charaktere an die man sich gewöhnt hatte umgebracht werden. Darunter Tom und Decon mit denen Robin anfangs aus dem Kerker des Sheriffs floh. Ein weiterer vormals Besessener wird aus dem Bann des Hexers befreit. Nasir, der wortkarge Sarazene schließt sich Robin an. Niemand außer den beiden erfährt es, aber Nasir ist als einziger fähig, Robin im Schwertkampf zu besiegen.

Die dritte Folge “Die Hexe von Elsdon” beginnt wieder mit dem verrückten Guy von Gisburne. Eine Frau hat ihn zurückgewiesen, er lässt sie als Hexe anklagen und sie wird zum Tod verurteilt. Da sie eine Gelehrte ist, was Heilkunst, Kräuter und Gifte angeht, beschließt der Sheriff von Nottingham ihr einen Handel anzubieten. Sie kann leben, wenn sie sich bei Robins Gefährten einschleusen lässt und sie mit einem Schlaftrank wehrlos macht. Schließlich hat die Bande gerade seinen getarnten Steuereintreiber aufgebracht und ist zahlungsfähiger als je zuvor. Doch sein Plan geht nicht auf, die Gemeinschaft wird um eine Heilerin reicher und der Sheriff um einen weiteren Gefangenen ärmer.

Die Artikelserie mit den Geschichten um Robin of Sherwood wird hier fortgesetzt.

StaffelEins StatsTrotz technischem Ausfall von nukefor seit der Mitte des letzten Monats, hat unser Blog im März gut zugelegt. Davon motiviert möchten wir euch auch erstmals ein paar unserer Erfolgserlebnisse mitteilen. Eigentlich bewegt sich StaffelEins im Rahmen einer Spielwiese, auf der wir nur alles ausprobieren, was irgendwie zu unserem Lieblingsthema passt. Trotzdem ist es enorm, was die Beobachtung unserer Statistik in uns auslöst. Das trägt entscheidend dazu bei, dass wir nicht nur neue Artikel schreiben, sondern auch in der Sidebar und in unserer Herangehensweise bei der Erstellung eines Berichts besser werden wollen.

Wir haben zwar deutlich weniger Artikel pro Woche geschrieben, als beispielsweise November/Dezember 2008, aber im März 2009 kamen ca. 40% der gesamten Besucher seit Bestehen des Blogs und wir haben zuletzt einen Schnitt von fast 30 Beuchern am Tag erreicht. Es folgt die Rangliste der meistgefragten Serien auf StaffelEins:

  1. Screen TerminatorTerminator – The Sarah Connor Chronicles (mit großem Abstand)
  2. Pushing Daisies
  3. Californication
  4. Blood Ties
  5. Stargate Atlantis
  6. Dexter
  7. Fringe
  8. Scrubs
  9. Die Simpsons
  10. The Mentalist

Ein von uns beiden nicht erwartetes Sorgenkind ist der Artikel zu Die Tudors, der noch hinter Das Philosophische Quartett rangiert und nur unseren ersten Willkommens Artikel übertrifft. Vielleicht können sich aus diesem Anlass ja noch einige dafür erbarmen ihn zu lesen.

In unserer Sidebar rechts findet man übrigens nun Links auf der Startseite, die direkt auf Suchergebnisse für Serienboxen auf DVD bei Anbietern verweisen, wie:

Hitflip
amazon
cXtreme

Falls jemand darüber bestellt, erhalten wir einen kleinen Anteil des Kaufpreises vom jeweiligen Anbieter – und wenn wir jemals die 25 Euro für eine Auszahlung erreichen sollten, werden wir das sofort einsetzen um StaffelEins auf einem eigenen Webspace selbst zu hosten.

StaffelEins Pushing DaisiesDas Serienfinale von Pushing Daisies habe ich mit etwas Wehmut verfolgt. Die letzten Folgen hatten einiges in sich, auf das man in ähnlicher Form bestimmt – mindestens ein Jahrfünft – warten muss. C.S.I. Norwegen, war so eine Folge die man einfach nur begeisternd finden darf. Noch besser war Seelenfutter, eine Geschichte rund um einen skurrilen Fast Food Wettbewerb, bei dem Olive Snook (Kristin Chenoweth) zu Höchstform aufläuft und für mich zum heimlichen Star der Serie avanciert.

Bekannterweise werden tatsächlich keine weiteren Staffeln von Pushing Daisies produziert. Dieses Schicksal teilen in den letzten Jahren besonders die aufwendigen Produktionen, die in der ersten Staffel fulminant starten und dann, eigentlich logischerweise, an Zuschauern verlieren, weil natürlich dann irgendeine andere erste Staffel läuft und sich viele der Interessierten beginnen, weitere Folgen einfach aus dem Netz zu laden, weil sie bereits wissen, dass die Serie eine hohe Qualität hat und sie sich nicht im TV erst noch davon überzeugen lassen müssen. Tools wie Online TV Recorder oder Save TV werden bestimmt auch nicht von der Quotenmessung erfasst.

Screen Pushing Daisies

Weniger aufwändige Produktionen mit mittelgutem Inhalt, wie Eli Stone, kommen da gerade wegen ihrem wenig pompösen Dasein größtenteils besser weg und fallen höchstens um ein paar hunderttausend Zuschauer um sich dann ab der dritten Staffel soweit aufgewärmt zu haben um zum Dauerläufer zu werden. Die Werbeplatzverkäufer werden nicht so kribbelig, als wenn es um 2-3 Millionen weniger Zuschauer im erstklassigen Segment geht, die erst durch viel Eigenwerbung angelockt wurden. Es geht um den Spitzenplatz, also muss eine neue Staffel Eins von and now for something completely different her.

Was passierte nun in den letzten beiden Pushing Daisies Folgen? “Wasser und Strom” hat Detektiv Emerson Cod nahe an seine verschwundene Tochter gebracht, am Ende einer abwechslungsreichen Folge mit vielen netten Einstellungen auch außerhalb des Pie Hole und mit der entschwundenen Ehefrau des Detektivs, bekommt man die Tochter sogar kurz zu Gesicht.

“Platsch” war als Folge scheinbar schon abgedreht, es geht um das Comeback von Chucks Tanten als Synchronschwimmer Superstars. Begünstigt durch das Ableben einer ihrer größten Konkurrentinnen während einer unabsichtlichen Sprungeinlage mit einem meterlangen Weißen Hai. Dann setzt ein maximal 5 Minuten langer zusammenfassender Abspann an, der fast ohne Worte auskommt und ein Ende von Chucks Versteckspiel, Olives Romanze mit dem Tierpräparator und Emerson Cods Suche nach der Tochter erzählt.

Ich will nicht zu sehr den enttäuschten Fanboy raushängen lassen, aber ich denke Bryan Fuller muss ebenso gefrustet von dem beschlossenen Serienende gewesen sein, wie seine mehr als 6 Millionen regelmäßigen US Zuschauer, ansonsten hätte er ein schöneres Ende hinbekommen oder es einfach komplett offen gelassen. 3 Golden Globe Nominierungen und ein Emmy im Jahr 2008 konnten diesen Meilenstein in der TV Serien Geschichte nicht retten.

Weitere Artikel zu Pushing Daisies:
Brieftaube (Staffel 1 – Folge 4) – 12.11.2008