Es war schon etwas überraschend als mich in der Woche ein großer Umschlag erreichte, adressiert an das StaffelEins Blog. Schließlich habe ich die Sache hier ein seit einigen Monaten deutlich schleifen lassen. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass einige die Inhalte hier weiter respektieren. Womöglich motiviert mich das dazu, bald wieder regelmäßiger zu schreiben.

Zurück zu dem Umschlag. Den Inhalt könnt ihr hier sehen:

Anger Management Mailing von WATCHEVER

Anger Management Mailing von WATCHEVER

Wie ihr seht handelt es sich um Presseinformationen zu Anger Management verbunden mit dem Service WATCHEVER. Ich habe den Dienst bisher nicht getestet, was man aber für 30 Tage kostenlos tun könnte und ansonsten 8,99 € pro Monat zahlt (monatlich kündbar laut Homepage). Für Vielschauer kein schlechter Deal.

Stimmt, für sowas wäre ich die perfekte Zielgruppe, weil man bei diesem Dienst neben Filmen auch auf ein großes Serienangebot zurückgreifen kann. Deshalb bedanke ich mich in diesem Fall auch herzlichst für die Erinnerung daran, dass ich hier mal wieder etwas schreiben könnte. Vielleicht schaue ich sogar mal in das Angebot herein.

Die letzte Serie, die ich vor ein paar Wochen komplett geschaut habe, war Battlestar Galactica (die sehr gute Neuauflage in der Superbox, die ich hier wieder verkaufen möchte). Begonnen habe ich nun mit “The Wire”. Ich hoffe zum einen oder anderen Thema wieder etwas zu schreiben.

Quelle My Name is Earl - FoxTV (Link zur Seite)

Quelle My Name is Earl – FoxTV (Link zur Seite)

Earl Hickey (Jason Lee) ist ein armer Trailerpark Ganove, der nicht besonders helle ist. Sein ganzes Leben lang hat er auf Kosten anderer gelebt und dabei hat er vermutlich mehreren hundert Personen in irgendeiner Form das Leben schwerer gemacht. Ausgerechnet er rubbelt auf einem Los einen riesigen Gewinn frei, doch er wird im Freudentaumel von einem Auto überfahren und verliert das Los wieder.

Im Krankenhaus sieht er eine Fernsehsendung über das Karma, was ihn dazu bringt sich grundlegend zu ändern. Er merkt schnell, dass es sich für ihn nicht nur mit einem besseren Gewissen auszahlt, wenn er eine seiner früheren Straftaten wieder gut macht, weshalb er beschließt, seine lange Liste von Vergehen akribisch abzuarbeiten.

Earl wird von seiner Familie und Freunden zunächst belächelt oder argwöhnisch betrachtet. Sein Bruder Randy (Ethan Suplee) folgt ihm schon anfangs wie ein Schoßhund. Er ist jedoch geistig so zurück geblieben, dass er sich der Karma-Sache an sich nie wirklich widmen kann. Ex-Frau Joy (Jaime Pressly) ist mit dem schwarzen Kellner der Stammkneipe Darnell “Crabman” Turner (Eddie Steeples) durchgebrannt. Mit ihm ist Earl allerdings weiter befreundet. Joy versorgt zwei “uneheliche” Kinder von Earl. Sie wohnt weiter im Trailerpark, während Earl und sein Bruder ins Motel ziehen. Dort schließen sie Freundschaft mit dem mexikanischen Zimmermädchen Catalina (Nadine Velazquez), die sich illegal in den USA aufhält.

Damit ist ein Quintett beisammen, dass durch eine reife Leistung der Drehbuchautoren, aber auch durch besondere schauspielerische Leistungen in 96 sehr witzigen halbstündigen Episoden brilliert pöbelt – flucht – säuft und Peinlichkeiten austauscht. Dabei sind sie mir wirklich ans Herz gewachsen. Den Höhepunkt bilden die Staffeln 2 und 3. Sie besitzen trotz abgeschlossener Geschichten einen ständigen Spannungsbogen und einen besonders guten Cliffhanger.

Zwischen 2005 und 2009 hat sich Earl jeweils mit Randy, Joy und Crabman mitunter die witzigsten Dialoge geliefert, über die ich in dem Jahrzehnt lachen durfte. Hut ab vor dem inzwischen Schnauzer-losen Jason Lee in der Hauptrolle. Ein Kompliment darf man auch den deutschen Stimmen und Autoren machen, die Umsetzung für unseren Markt hat meiner Meinung nach keine Qualitätseinbußen gegenüber dem Originalton. Naja, bis auf eine Folge, in der auf den DVDs plötzlich zwischen Englisch und Deutsch gesprungen wird. :)

Leider ist die Serie unerwartet nach der vierten Staffel abgesetzt worden. Wirklich ärgerlich ist, dass die abschließende Folge sozusagen mit einem inhaltlichen Versprechen für eine weitere Season endet. In dem Moment möchte man die Fernbedienung an die Wand werfen, aber dieses Schicksal ereilt nunmal mehrere gute Serien. Man versuchte sogar, die Serie zu einem anderen Sendernetzwerk zu retten, aber es half nichts. Leider.

Sonstiges zu My Name is Earl im Netz

My Name is Earl Website

My Name is Earl deutsche Fansite

My Name is Earl DVDs (an günstigen Tagen unter 12 Euro pro einzelner Staffel zu haben)

StaffelEins Artikel Icon The Walking DeadIch kann nicht sagen, dass ich ein Zombiefilm Maniac bin, trotzdem bin ich allgemein schon ein Fan des Genres. Die Reihen 28, Dawn of the Dead oder Resident Evil, aber zum Beispiel auch Shaun of the Dead, sowie Juan of the Dead, habe ich gern mitgenommen.

The Walking Dead ist nun die erste hochklassige Umsetzung im Serienformat, soweit ich weiß. Homepages zur Serie findet man auf AMC und FOX, wo die Serie in Deutschland aktuell zu Hause ist. Auf RTL 2 konnte man die Zombies zum ersten Mal im deutschen Free TV fürchten.

Die Story ähnelt dem bekannten Muster anderer großartiger Filme. Der Hauptdarsteller erwacht und um ihn herum sind die Zombies los, keiner weiß so richtig, wie das alles passiert ist, weil es mit der Ausbreitung anscheinend zu schnell ging. Der Kleinstadt Polizist Grimes (Andrew Lincoln) trifft auf einige wenige Überlebende, dennoch drängt sich das typische Gesetz der Zombiefilme: “Nichts und niemand ist sicher” immer wieder nachdrücklich auf.

Das Serienformat war ein Experiment. Die erste Staffel bekam nur 6 Episoden spendiert. Der Erfolg war jedoch so groß, dass man in der zweiten Staffel schon auf 13 Episoden ausbaute. Da die Quoten sogar noch besser wurden, soll die dritte Staffel 16 Episoden beinhalten – siehe Wikipedia Artikel.

Quelle: The Walking Dead AMC

Quelle: The Walking Dead AMC (Link)

Natürlich liegt das auch am guten Darsteller-Team der Überlebenden. Wer vom Kernteam tatsächlich bis zum Ende der dritten Staffel überleben wird, ist meiner Meinung nach völlig offen. Selbst der Hauptdarsteller ist wahrscheinlich nicht gesetzt, wenn ihm die Produzenten nicht mehr wohl gesonnen sind. Das ist nunmal so in Zombieland.

Erwähnenswert ist, dass man sich bei der Technik, Kostümen und Kosmetik nicht hinter den besten Filmen verstecken muss. Die Reise ist begleitet von einem tollen Soundtrack. Es gab für mich wenige Szenen, in denen ich das Zombieverhalten etwas seltsam fand (weil ein einzelner doch etwas konnte, was die anderen in Massenszenen sonst nicht schafften).

Am Ende der ersten Staffel bleiben auch noch einige schöne Fragen ungeklärt. Ein Überlebender ist verschollen, könnte aber noch gut am Leben sein. Ein zurück Gelassener könnte im Verlauf der Serie wieder zur Gruppe stoßen. Zwischendurch wird ein Hubschrauber gesichtet, der nachträglich betrachtet noch ein Symbol für einen Rettungsring in den folgenden Staffeln sein könnte.

Hier kann man die erste Staffel bestellen. Ich freue mich in jedem Fall auf die zweite Staffel (ab September 2012). Ich hoffe allerdings, dass der aktuelle Vorbestellungspreis von 90 EURO (!) bzw. 100 EURO für die Blu-Ray Version ein Scherz oder Versehen ist. Man muss natürlich wissen, dass die Inhalte nichts für Kinder sind.

Update
Link: The Walking Dead – zweite Staffel (deutsche Version, ab 5. November 2012)

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Hung StaffelEins In dieser Serie wächst zusammen was eigentlich nicht zusammen gehört. Hauptdarsteller Thomas Jane bildet ein genial chaotisches Duo mit Jane Adams. Beide Darsteller waren durch ihre Leistungen für die Golden Globes nominiert, Thomas Jane sogar in jedem Jahr in dem es eine Staffel von Hung gab. Gewinnen konnte er den Preis jedoch nie. Es wurden immerhin drei Staffeln für Hung, bevor sich HBO im Dezember 2012 entschied, die Serie nicht mehr zu verlängern.

Somit bleiben uns 30 Folgen, die man sich getrost ins Serienregal stellen kann. Das erfrischende Konzept lautet: “Highschool Basketball Trainer in Sinn- und Lebenskrise mit plötzlichen existentiellen Nöten, sucht sich als Callboy eine leicht depressive Dichterin mit ähnlichen Nöten als Zuhälterin aus.”

So schräg diese Konstellation klingen mag, sie wirkt viel realistischer, als man am Anfang glauben würde. Der Aufbau der Story ist flott erzählt und auch im späteren Verlauf hält sich eine gewisse Spannungskurve durch das Doppelleben, welches die Beteiligten in der Gesellschaft führen. Die erste Staffel kann man locker an einem Wochenende schaffen und man wünscht sich längere Episoden.

Einen großen Pluspunkt macht die Serie für mich dadurch, dass sie ihre Spannung aufrecht erhält, ohne dass jemandem dabei zu Schaden kommen muss. Gewalt wird mit einem hohen Sexanteil ausgeglichen. Ich finde Serien immer dann bedeutsam, wenn sie so gut sind, dass niemand sterben oder dauernd auf die Fresse bekommen muss, um den Zuschauer zu unterhalten.

Eine Kuriosität, die ich nirgendwo einbauen konnte: Jane Adams vergaß angeblich einmal in einem Restaurant zu zahlen. Als ihr Manager später die Rechnung beglich, gab es kein Trinkgeld und der Kellner beschwerte sich darüber per Twitter. Später kam sie wohl zum Restaurant zurück, um ihm drei Dollar nachträglich auszuhändigen, doch er war bereits gefeuert worden, weil er sich in Social Media Kanälen häufiger über Gäste beschwert haben soll. Hier die Story.

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Fringe Artikel Fringe ist eine Mystery-Crime Mischung von Warner Bros., in der die FBI Agentin Olivia Dunham (Anna Torv) mit dem früher brillianten, jetzt durch einen langen Aufenthalt in einer Nervenklinik gestörten Dr. Walter Bishop (John Noble), und seinem in windige Geschäfte verwickelten Sohn Peter (Joshua Jackson) besonderen Vorkommnissen auf der Erde nachgeht, die “Das Schema” genannt werden.

Du meine Güte, ich hatte Fringe bereits im März 2009 vorgestellt. Und dieser Artikel, beschreibt für den Einstieg schon sehr gut, was man wissen muss ohne zu viel zu spoilern. Wie es so kommt, hatte ich damals die Serie unerwartet ins Herz geschlossen und konnte fast bis zum Ende der ersten Staffel dran bleiben. Ich verpasste das Serienfinale urlaubsbedingt und wollte daher die DVD Boxen später nachkaufen, wenn sie billig sind. Damals kostete Staffel 1 von Fringe noch 39,90 € heute ist sie teils für 10 – 13 Euro zu haben. Die zweite Staffel ist ebenfalls manchmal sehr weit herunter gesetzt. Die dritte Staffel ist noch teuer und die vierte ist zu diesem Zeitpunkt erst im amerikanischen Fernsehen zu sehen.

Es war genug Zeit vergangen, damit ich einen erneuten relativ objektiven Blick auf die Serie werfen konnte. Diesmal fand ich die ersten Folgen etwas schleppender, es ist aber sehr gut möglich, dass ich mich noch zu sehr an die Geschichte erinnern konnte. Dann, ab Folge 10 oder 11, nahm die Sache für mich deutlich Fahrt auf und lieferte nach dem Finale von Staffel 1 ein echtes Feuerwerk in Staffel 2. Ich sage bewusst nicht mehr dazu als nötig, weil ihr euch die Staffeln einfach holen solltet.

In Staffel 2 löst sich Fringe noch einmal deutlich vom naheliegenden Akte X Vergleich, stattdessen nähert man sich einer anderen Serie an, die mit “H” beginnt und über die ich hier auch viel Gutes geschrieben habe. Die Episoden bauen immer mehr aufeinander auf, jeder Fall steht im großen Zusammenhang und es gibt einige wirklich überraschende Wendungen in der Story. Die Drehbuch Autoren sind manchmal grausam hart und schrecken nicht vor Opfern zurück. Den großen Kribbler am Ende der zweiten Staffel konnte ich zwar leider vorhersehen, das ändert jedoch gar nichts daran – nein es ist der Grund dafür, dass ich mich seitdem immer wieder auf der Suche nach einer günstigen Gelegenheit für Staffel 3 herumtrolle.

Eine Sache gefällt mir weiterhin sehr gut an Fringe, die Produzenten scherzen immer wieder über sich selbst. Genial war das 80’s Intro, als in einer Episode viel zu der Vergangenheit von Walter und Peter Bishop erzählt wurde.

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