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StaffelEins Artikel Die SopranosSerien über Polizeiarbeit gibt es wie Sand am Meer. Serien aus Sicht der Verbrecher gibt es dagegen eher wenig. Mafia-Serien lassen sich seltsamerweise fast an einer Hand abzählen, obwohl uns eine enorme Palette an Mafiafilmen zur Verfügung steht. “Der Pate” von Francis Ford Coppola wird mit seinen drei Teilen weiterhin als der Meilenstein schlechthin in den Film-Geschichtsbüchern auftauchen. Die Sopranos (HBO) konnten sich diesen Platz im Bereich der Fernsehserien erfolgreich sichern. Die letzte von sechs Staffeln wurde 2007 produziert. Die DVD Boxen sind weiterhin sehr gefragt.

In Deutschland liefen “Die Sopranos” auf dem ZDF zu einem späten Zeitpunkt und mit miesen Quoten. Für mich war das immer ein guter Grund, sie zur Sammlung “Superbox unbedingt irgendwann zu einem Schnäppchenpreis ergattern” hinzuzufügen. Ab einem Preis von 70-80 Euro, kann man schon zugreifen.

Mit vier Staffeln bin ich jetzt durch. Insgesamt hat die Serie 6 Staffeln, die letzte bekam gut doppelt so viele Episoden spendiert. Hätte ich einen Schieberegler, würde ich die Sopranos fast mittig zwischen traurig und komisch setzen, aber doch mit einem Tick mehr zu komisch. Bisher drückte bei mir zumindest fast nichts auf die Tränendrüse, wie (ich gebe es in dem Fall gern zu), das ein oder andere mal bei Six Feet Under. Ich schaute die Sopranos mehr mit einer Mischung aus innerlicher Abwehr – auf die Art, dass man das brutale und häufig sinnlose Verhalten mit Abscheu aufnimmt, aber im selben Zug nicht richtig ernst nimmt, obwohl man weiß, dass genau solche Dinge vorkommen. In meinem Auslandssemester in Palermo auf Sizilien konnte ich ein paar dieser sinnlosen Dinge im Stadtbild und im Verhalten der Bewohner in Erahrung bringen.

Andererseits sucht man innerlich auch nach Vergebung für die Hauptfiguren, allen voran Tony Soprano (James Gandolfini), der durch Besuche bei seiner Psychologin Dr. Jennifer Melfi (Lorraine Bracco) immerhin sein Leben aufs Spiel setzt, um sich helfen zu lassen. Schließlich sind fast alle Mitglieder irgendwie in ihre Rolle und die damit verbundenen Pflichten und Hierarchien geboren worden. Diese, in der Serie aktuell mächtige Generation von Mafia Zöglingen versucht eine entscheidende Sache zu ändern: Fast alle Mütter und Väter versuchen ihre Kinder aus ihrem Lebenstil und der Gefahr, der sie ausgesetzt sind, heraus zu halten. Auffällig ist dabei, dass die zwangsweise Rekrutierung von jungen Anwärtern außerhalb der Familien viele Probleme mit sich bringt. Da sie aufgrund nicht vorhandener familiärer Bindungen weit weniger verschont werden und ohne Anleitung von erfahrenen Mitgliedern reichen oft schon kleine Fehler, um sie verschwinden zu lassen. Der Nachwuchs an “guten Leuten” versiegt somit zusehends. Brilliant sind bei den Sopranos die Dialoge und – hört genau hin – die Pausen.

Ein Pluspunkt für die Serie ist, dass wegen dieser ganzen unvermeidbaren Fehler und Familienangelegenheiten nie Ruhe einkehren kann. Ruhe, die sich die Bosse eigentlich wünschen. Die beste Folge der ersten vier Staffeln war für mich die Nr. 37 oder auch Staffel 3 / Episode 11 mit dem Namen Verschollen im Schnee / Pine Barrens. Christopher und Pauli müssen einen Auftrag wegen Krankheitsvertretung von Silvio übernehmen. Bei der Geldübergabe mit einem Mitglied der russischen Mafia gibt es einen Streit, durch den Tony Soprano als Vorgesetzter der drei in große Schwierigkeiten kommt.  Leider wird genau dieser Strang, den ich äußerst interessant fand, danach bis zur vierten Staffel nicht mehr richtig aufgegriffen. Die vierte Staffel wirkte auf mich generell etwas zu sprunghaft. Nach der ersten Szene in Staffel 4 schaute ich erstmal in der Box nach, ob ich versehentlich eine DVD übersprungen hatte.

Auf die letzten beiden Staffeln freue ich mich, die Serie ist klasse, vor allem weil sie schräg ist und gute Dialoge hat. Aber ich kann ihr auch nicht den Status meiner absoluten Lieblingsserien verpassen.

Game of ThronesKaum eine Serie, die in Deutschland noch nicht angelaufen ist, wurde derart häufig an mich heran getragen. Die sehr teure Fantasy Serie von HBO läuft in Deutschland bei TNT Serie ab dem 2. November 2011 und  kommt auf 5-6 Millionen Dollar pro Folge. Dafür gibt es in der ersten Staffel nur 10 Episoden. Allerdings fiel die Resonanz auf die Pilotfolge anscheinend so gut aus, dass schon nach der Ausstrahlung von Folge 1 die zweite Staffel in Auftrag gegeben wurde. Auch wenn die Quoten nicht absolut überragend gewesen sein sollen, so dürfte man inzwischen auch bei HBO verstanden haben, dass das langfristige Verkaufspotential einiger Serien durch online Resonanz und DVD Verkäufe letztlich über Jahre höher zu bewerten ist.

[ Achtung: Hier geht es zum 2. StaffelEins Artikel über Game of Thrones mit dem Rückblick auf die ersten beiden deutschen Bücher und die erste Staffel der Serie ]

Interessant fand ich den Seitenhieb aus der TV Movie (Ausgabe 16.07.2011) vom Autoren der “Das Lied von Eis und Feuer”-Reihe, die als Vorlage für die Serie dient. R.R. Martin spricht davon, dass er den Stoff für “zu groß” hielt, um ihn in Herr der Ringe Manier von einem Filmstudio produzieren zu lassen. In mehreren Fan-Communities scheint man ihm dafür nun unendlich dankbar zu sein, dass er auf die Chance einging, die Sache in die Hände einiger der renommiertesten Serienproduzenten zu geben. Die Bildqualität aller Videos zur Serie ist extrem beeindruckend.

Im Cast der Serie tauchen renommierte Darsteller, wie Sean Bean (Boromir in Herr der Ringe) und Lena Headey (Sarah Connor in Terminator: S.C.C.) auf. Ich freue mich für die Schauspielerin Sibel Kekilli, die eine Rolle in Game of Thrones bekommen hat und sogar Staffel übergreifend auftreten soll.

Die Herren von Winterfell - Band 1

Die Herren von Winterfell - Band 1

Die Story orientiert sich an mittelalterlichen englischen Fehden zwischen Adelsfamilien. Nach einer langen Zeit unter einer klaren Herrscherlinie zebrechen die Strukturen und mehrere Häuser erheben Anspruch auf die Führung. Allerdings verwickeln sich die Parteien durch ausgewogene Kräfteverhältnisse derart in den Krieg, dass sie sich gegenseitig schwächen und angreifbar werden für bis dahin untergeordnete Kriegsherren. Durch die Schilderung aus unterschiedlichen Sichtweisen, soll der Stoff in Buchform dafür sorgen, dass man sich keinen der Beteiligten als Helden der Story heraus pickt. Das “Gute” und das “Böse” ist nicht klar definiert, wie in vielen anderen Fantasy Geschichten. Zudem gibt es Figuren, wie zum Beispiel Untote bzw. Nekromanten White Walkers, die in der Fantasywelt eine ganz andere Rolle einnehmen.

Um mich auf Game of Thrones vorzubereiten, habe ich mir die ersten drei Bücher der Reihe zugelegt. Das sind nicht alle. Bisher scheint pro Buch eine Staffel gedreht zu werden. Es sollen jedoch weitere Bücher erscheinen. An die 1000 Charaktere sollen allein bis zum Ende des dritten Buches erwähnt werden.

Lest gern auch den Artikel zu Game of Thrones bei moviescape. Oder hier lest den Nachbericht über die erste Staffel und die ersten zwei deutschen Bücher.

Six Feet UnderDie Soul Sängerin Amy Winehouse ist am 23.07.2011 gestorben. Kurz bevor dieser Artikel verfasst wurde. Sie war 27 Jahre alt. In diesem Alter starben auch Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Janis Joplin und so manch anderer bekannter Musiker. Eine Überdosis Drogen als Ursache wird angenommen und wäre in diesem Fall nicht ungewöhnlich.

Noch einen Tag zuvor erschoss ein Einzeltäter in Norwegen nach einem Bombenattentat über 80 Jugendliche. Natürlich ist dieser Tod für alle sehr ungewöhnlich. In allen Todesfällen wird unterschiedlich getrauert. In den Medien wurden beide Nachrichten fast gleichwertig behandelt. Manch einer mag den Vergleich der Todesmeldungen empörend finden, aber so sind Todesmeldungen halt, sie berühren uns, auch wenn wir keines der Opfer selbst kannten. Sie wecken unterschiedlichste Gefühle in uns.

Six Feet Under Screen2

Und das ist es, was Six Feet Under durchgängig mit uns macht, es weckt eine Vielzahl von Gefühlen in uns, weil wir in jeder Episode bewegende Todesfälle bewerten müssen. Unter anderem kommen bei Six Feet Under  tatsächlich zwei Situationen vor, die den oben beschriebenen realen Fällen sehr nahe kommen. Mitunter ertappt man sich dabei, dass einem der vor der Kamera inszenierte Tod eines Serien Schauspielers, bzw. der Tod seiner Rolle, näher geht, als wenn man vom Ableben des echten Schauspielers Jahre später in der Zeitung liest. Es ist sogar sehr realistisch das dies passiert. Ich behaupte nicht, dass man durch das Anschauen von Six Feet Under etwas über sein eigenes Leben lernen muss, aber ich nehme es den echten Bestattern im Rückblick* der Serie vollkommen ab, dass Kunden, die die Serie gesehen haben, die Arbeit der Bestatter besser einschätzen und respektieren konnten. (*Rückblick enthalten in Staffelbox 5)

Was passiert sonst in den letzten drei Staffeln? Ohne zu spoilern? 1.) Sämtliche Beziehungskisten werden noch einmal kräftig durchgewirbelt. 2.) Nicht alles führt zu einem guten Ende, aber das Ende ist hervorragend. 3.) Es gibt nicht unbedingt mehr Sex als in den ersten beiden Staffeln, aber es werden ein paar (für damals vermutlich in der TV Landschaft neue) Grenzen ausgetestet. 4.) Ich hatte das Gefühl, das etwas weniger mit den Toten geredet wurde. 5.) Ich wüsste am Ende nicht, welche andere Serie ich als ähnlich bezeichnen könnte.

Ich will denjenigen, die die Serie nicht kennen, einfach nicht verderben. Schaut euch Six Feet Under an. Eine klarere Empfehlung habe ich wahrscheinlich nie gegeben. Hier geht es zum Artikel der ersten beiden Staffeln.

Six Feet Under

Ich habe seit zwei Wochen einen Rückblick auf die Serie Six Feet Under gestartet, ein HBO Serienhighlight aus den Jahren 2001 bis 2005 mit insgesamt 5 Staffeln. Die absolut fantastisch erzählte Geschichte einer Bestatterfamilie, über die auf anderen Blogs schon genug Lob verteilt wurde, verdient in meinen Augen trotzdem einen frischen Blick und definitiv einen Artikel in diesem Blog. VOX war 2004 als erster deutscher Sender mutig genug, um Six Feet Under zu senden. Erst einmal mit Erfolg, später mit stark sinkenden Quoten, was nicht verwunderlich ist, bei einer Story, die nicht in jeder Folge von vorn beginnt.

Die DVD Verkäufe der Serie laufen gerade wegen der nahtlos fortlaufenden Geschichte bis heute sehr gut. Wenn man auf wunschliste.de zum Beispiel den Preisvergleichsbutton zu den jeweiligen Staffeln drückt, sieht man, dass die einzelnen Boxen noch stark im Preis schwanken und bei amazon und eBay haben die Superboxen häufig astronomische Preise im Bereich von 100 bis 200 Euro. Six Feet Under ist bis heute nicht “tot”, aktuell strahlt ZDF neo die Serie wieder aus.

Six Feet Under Screen

Was erwartet Euch, wenn Ihr die Serie schaut? Keine Action, kein Krimi, kein Slapstick, keine Mystery. Worauf es wirklich ankommt, sind Alltagsprobleme, mit denen man sich teils gut identifizieren kann, allem voran aber die Frage danach, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Anfang jeder Episode stirbt ein Mensch, der von der Bestatter Firma der Familie Fisher unter die Erde gebracht werden soll. Die Schauspieler waren damals nicht sehr bekannt und ihre Gesichter entsprachen nicht dem üblichen Hochglanzformat, dafür haben sie mehr Sex und Gefühle, als man sonst in vielen US Serien zu sehen bekommt. Vor dem Hintergrund der verschiedenen Trauerfälle, wird man trickreich in ein immer neues Szenario eingeführt, dass die tiefsten Emotionen betrifft. Es geht um das Verhalten von Familien, die sich um die Erbschaft streiten, Freunde, die bei der Abschiednahme eine riesige Party feiern, andere Religionen bzw. Traditionen oder auch um völlig verwaiste Tote, deren letztes Geleit tatsächlich die Bestatter selbst sind.

Wer sich nach einer möglichst lebensechten Serie umschaut, sollte sich Six Feet Under nicht entgehen lassen.

Wie auch immer, inzwischen sind die Schauspieler mit neuen Serien unterwegs. Michael C. Hall zum Beispiel mit seinem nahtlosen Übergang zu Dexter (ebenfalls schon in Staffel 5). Peter Krause hatte mit Lost Room trotz großer Klasse zwar weniger Glück, dann aber mit Dirty Sexy Money und aktuell mit Parenthood etwas mehr. Frances Conroy hatte in diversen bekannten Serien Gastauftritte, wie z.B. in Emergency Room oder Desperate Housewives, für sie gab es auch ein größeres Projekt mit Happy Town, das aber weniger erwähnenswert ist. Lauren Ambrose hat den Einstieg bei Torchwood geschafft. Freddy Martinez startete in diesem Jahr mit Chaos. Rachel Griffiths spielte fast direkt nach Six Feet Under gute 110 Episoden in der gerade eingestellten Serie Brothers & Sisters und Jeremy Sisto kam für vier Jahre beim Dauerbrenner Law & Order unter.

Dies werden bestimmt nicht ihre letzten Stationen gewesen sein. Ein kleiner Artikel zu den letzten drei Staffeln von Six Feet Under ist hier zu finden.

Warehouse13

Gestern lief auf RTL2 der Pilot von Warehouse 13 – einer Serie die in den USA bei Syfy läuft. Mich hat die Serie gleich an das geheime Indiana Jones Film Warenhaus erinnert, in dem z.B. die Bundeslade aufbewahrt wird. Ansonsten ist die Serie ähnlich anzuschauen, wie Eureka und auch Akte X oder Fringe und Lost Room stecken mit drin. Zwei Agenten, einer männlich mit dem Namen Peter “Pete” Lattimer, eine weiblich namens Myka Bering, werden eher gegen ihren Willen zur Bewachung des Lagerhauses in einer abgeschiedenen Region der USA abkommandiert, erst mit ihrem ersten Fall erkennen sie, dass die Mission evtl. keiner Degradierung gleich kommt. Mit der in Auftrag gegebenen dritten Staffel zählt die humorvoll gestaltete Serie schon zu den längerfristigen Erfolgen.

Warehouse13 Screen

Insgesamt fand ich die Geschichte bisher unterhaltsam, auch mit dem Gefühl verbunden, dass man mal eine Folge auslassen kann – pro Folge steht wahrscheinlich ein abgeschlossender Fall an. Ob ein großer längerer Plot im Hintergrund weitergesponnen wird? Ja, sehr wahrscheinlich. Es gibt zumindest, ähnlich der Akte X Story, Charaktere, die mehr über die Hintergründe der mystischen Artefakte kennen. Das Konzept ist nicht neu, aber das Alleinstellungsmerkmal mit den vielen Kisten in denen sich eine Fülle von interessanten Objekten befinden, die jeweils eine weitere Episode wert sind, ist zweifellos eine gute Idee.

Mehr zu der Serie gibt es auch auf der offiziellen Facebook Fanpage von Warehouse 13.

[Update]
Auch Folge 2 der Serie war laut den typischen Nachrichtendiensten der Branche ein kleiner Erfolg bei den Zuschauern. In der zweiten Episode ging es um den Sessel eines Psychologen, der die Ängste der Menschen unkontrolliert verstärkt, die auf ihm Platz nehmen. Ich fand die Serie weiterhin unterhaltsam. Desweiteren gab es im Warehouse einen unbekannten Eindringling ins Stromnetz von dem wir in den weiteren Folgen sicherlich mehr erfahren.

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Mortal KombatMehrmals habe ich schon das Thema “Web” plus “Serien” kommentiert. Für Serials ist das Web eigentlich viel besser geeignet. Gerade, wenn es eine fortlaufende Handlung zwischen Episoden gibt und man mal eine verpasst hat, lohnt sich das Web. Als klassischer TV Gucker reißt man schnell ab und verfolgt die Serie nicht mehr. Wenn aber das Angebot im Web jederzeit abrufbar ist, wird es ohne zeitliche Einschränkung konsumiert und vergangene Folgen können sogar nachgeholt werden.

TV Sender erkennen den Vorteil langsam und verknüpfen ihre Programme Online und TV zusehends. Pro7 zeigt mehrere Formate aus der Woche online (bspw. Primeval), in den ersten Stunden sind noch Original-Werbeblöcke aus dem TV enthalten. An anderer Stelle rechnen sich branchenfremde Unternehmen ebenfalls Erfolge aus und kommen auf erstaunliche Reichweiten. So z.B. der YouTube Kanal von machinima.

Mortal Kombat ScreenSie sind seit 2006 auf Sendung. Ganze 2,3 Millionen Abonnenten kann dieser Kanal vorweisen. Die Videos wurden mehr als 2 Milliarden mal geschaut. Aktuell erlangten die Macher weltweites Aufsehen durch die hochwertig produzierte Webserie Mortal Kombat: Legacy / in Zusammenarbeit mit Warner Bros.. Die Serie lehnt sich sehr grob an das Computerspiel an und ist hochwertig produziert. Unter den Darstellern befindet sich unter anderem Jeri Ryan (Ex-StarTrek Voyager Halb-Borg), die seit dem Launch der Serie auch auf ihrem Twitter Account recht gut gelaunt ist.

Die erste Episode kam vom 11.04. bis 21.04.2011 auf 6,5 Millionen Views, die zweite Episode seit dem 18.04.2011 auf 825.000 Views. Auch wenn die Serie erstmal nicht viel mehr bietet als Polizisten, die sich Keilereien sehr blutiger Art mit irgendwelchen Verbrechern liefern, so hat das Projekt in den Punkten Besetzung, Technik und Umsetzung keinen Grund, sich vor erfolgreichen TV Serien zu verstecken.

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City of MenWer den Film City of God mochte, kann bei City of Men gut zugreifen, denn es besteht thematisch eine große Ähnlichkeit. Doch sollte man seine Erwartungen für die handwerkliche Umsetzung etwas herunterschrauben. Vorsicht, (leider) gibt es von der Serie auch eine Filmfassung, die ich nicht gesehen habe, aber bei der Suche oder Bestellung kann es wegen der gleichen Benennung leicht zu Problemen kommen.

Wir haben es hier nicht mit einer Hochglanz Produktion zu tun. Trotzdem stammt sie auch aus der Feder von Fernando Meirelles (Interview). Hier gibt es keine Special Effects und keine Stunts. Trotzdem braucht man die Fachkenntnis der Produzenten nicht in Frage zu stellen. City of Men ist völlig zu Recht über die Grenzen des heimischen Marktes von Rede Globo heraus gekommen und bei amazon zeitweise sehr günstig (Staffel 1, 2 und 3) für unter 10 Euro zu haben. Es gibt noch eine vierte Staffel, die ich nicht gefunden hatte, anscheinend wurde sie noch nicht für den deutschen Markt heraus gebracht. Pro Staffel gibt es 4 bis 5 Folgen, insgesamt erhält man somit ein ordentliches Preis-Leistungsverhältnis.

City of Men ScreenErzählt wird die Geschichte zweier Freunde Acerola und Laranjinha, beide etwas 12 oder 13 Jahre alt. Dazu kommen ein paar weitere Charaktere, die über die Staffeln verstreut immer wieder auftauchen.

Die erste Staffel beschäftigt sich vor allem mit den Bandenkriegen in den Favelas von Rio de Janeiro, in denen kaum ein “Soldat” älter als 30 Jahre wird. Die Karriere kann aber schon mit 8 oder 9 Jahren beginnen. Die zwei Freunde versuchen sich so gut wie möglich aus den Fronten heraus zu halten, werden aber immer wieder mit den Auseinandersetzungen konfrontiert. Manchmal, in dem man einfach ausgeraubt wird, sich verstecken muss oder weil man zufällig in der Nähe ist und einen Auftrag bekommt.

Ein zweites sehr gewichtiges Thema sind die Frauen. Dabei gibt es allerdings sehr gelungene Stories in denen deutlich wird, dass die Jungs in der Favela es genau so schwer haben und sich mit den gleichen Hemmungen auseinandersetzen müssen, wie Jungs aus besseren Gegenden von Rio. Da denkt man dann schon: Also bitte, wenn es in einer brasilianischen Favela so ist, dann scheint es auf der Welt nirgendwo anders zu laufen. Danke für die Zerstörung dieses Klischees. ;-)

Der Aufbruch von Klischees und der Einstieg in die Vorstellungen vom Leben der “Anderen”, egal ob arm oder reich, dass lag dem Team um City of Men sehr am Herzen. Das merkt man und ich glaube, dass diese Serie in Brasilien von Leuten, die in armen oder in besseren Teilen der Stadt leben, gern geschaut wurde und tatsächlich Vorurteile abbauen kann. Ich werde die weiteren Staffeln sehr gern schauen.

PacificIch wollte ja letztlich doch unbedingt warten, bis die erste Folge im Deutschen Fernsehen läuft. Das tat sie dann am 15.07.2010 bei kabel1. Einen kurzen Bericht, kann man dazu hier lesen. Vielleicht lag es daran, dass ich noch zu tief im Sommerloch steckte, vielleicht an zu hohen Erwartungen im Vergleich mit Band of Brothers. Ich habe die erste Folge nicht bis zum Ende geschafft, weil sie mich zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln konnte. Ich habe nicht ausgeschaltet, sondern umgeschaltet und weiß noch nicht einmal mehr genau zu welchem Zeitpunkt.

In jedem Fall sollte ich der Serie nochmal eine Chance geben, aber der erste Eindruck war: “Ein seeehr langer 08/15 Kriegsfilm”. Gut, wenn mich die Thematik bei mehr oder weniger auf Tatsachen beruhenden Militärfilmen oder Serien interessiert, dann auch eher in europäischen Konflikten.

Ist dies die Art von denkwürdigen Szenen, die man braucht um sich an diese Serie als besonders kritisch zu erinnern? Ein japanischer Soldat ist von den US Marines umzingelt. Er versucht zu flüchten, die Marines schießen aber immer wieder in seine Laufrichtung, so dass er erkennt, dass er ihnen ausgeliefert ist und er bleibt einfach stehen. Er wird jedoch nicht in Gefangenschaft genommen. Er wird gezielt von Kugeln getroffen, die ihn nur verletzen aber nicht töten. Das dient nur dem Zweck der Folter, ein Fluchtversuch ist ausgeschlossen. Einer der “heldenhaften” Charaktere der US Seite steht auf, zielt genau und erschießt den Japaner um dem Schauspiel ein schnelleres Ende zu setzen. Ein Zuruf ertönt, warum er das gemacht habe.

Man sieht US Soldaten beim Plündern der Feinde, sie entdecken Familienfotos und Andenken an die Kinder der soeben getöteten namenlosen Gegner. Ist ja sicherlich alles Auftag um geheime Dokumente aufzuspüren, naja, das was wertvoll ist, steckt man ein, dass was emotional berührt macht einen betroffen und wird gegebenenfalls verbrannt.

Vielleicht ist mir einfach der Bruch zu heftig, selbst wenn die Szenen klug gewählt sind. Es steht schon nach wenigen Minuten der Serie fest. Alles scheiße, ein Menschenleben zählt gar nichts, die meisten Menschen sind herzlose Trottel, die Propaganda ist an allem Schuld. Wo man bei Band of Brothers meistens noch das Gefühl hat, für ein paar Dinge hält man mit den Leuten da auf dem Bildschirm durch und jeder hat einfach nur Angst nicht in sein altes Leben zurückkehren zu können, da ist bei The Pacific zumindest am Anfang schon eine emotionale Leere.

Es mögen ja bisher bedeutungsschwangere Szenen sein, aber ich hoffe die zweite Folge wird irgendeinen anderen Funken wecken.

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StaffelEins FussballWenn es etwas geben sollte, dass man in Deutschland als Serie mit weltweitem Spitzenniveau produzieren können sollte. Dann wäre es das Thema Fußball. Schließlich weiß hier jeder, wie es wirklich gespielt wird und was wirklich spannend daran ist. Aus Amerika kam bisher verständlicherweise noch nichts großartiges zu diesem Thema, denn es gibt mit American Football, Basketball, Baseball und Eishockey beliebtere nationale Sportarten.

In Filmen, wie auch in den US-Serien, finden sich diese Sportarten mit unterschiedlicher Gewichtung mehrmals pro Jahrzehnt wieder. Oft geschieht das in Verbindung mit Highschool oder College Mannschaften. Der Sport findet häufig nur zur Auflockerung mit heroischen Bildern statt, während es ansonsten um die Gründe geht, warum sich viele Spieler wegen stark unterschiedlicher Probleme nicht zu einem richtigen Team zusammen finden können.

Was konnte man bisher bei uns sehen? An Serien gab es bei uns zuletzt eher Zeichentrick: die Kickers und die Hurricanes waren teils erfolgreich, aber das Niveau turnt keinen wirklichen Fußballfan an und es waren auch keine deutschen Produktionen. Tatsächlich gab es mal einen ernsthaften Versuch aus Deutschland mit “Manni, der Libero” und Tommy Ohrner als Hauptdarsteller. Die Serie stammt jedoch aus den frühen Achtziger Jahren. Für damalige Verhältnisse und Budgets waren die Szenen gar nicht so schlecht, heute wirkt das alles erstmal sehr komisch und danach wird es auch gähnend langweilig. Die Misere der Auswahl an geeigneten neuwertigen Serien wird klar, wenn man die Meldung findet, dass das DSF (heute Sport1) die Serie sogar 2008 noch in sein Programm aufnahm.

Die Doku-Soap “Unser Fußballclub – Helden der Kreisklasse” mit Trainer Manni Burgsmüller und den Spielern des SSV Hacheney war 2005 kein schlechter Versuch, wie ich fand. Immerhin gab es zwei Staffeln. Der anfangs deutlich fehlende sportliche Erfolg in der Realität, war wahrscheinlich für das Ende verantwortlich. Ansonsten merkte man, das da mehr drin gewesen wäre. Mit etwas mehr Unterstützung hätte hier evtl. ein Aufstieg wie bei Hoffenheim oder eine teilweise Wiederauferstehung wie bei Hessen Kassel gelingen können. Man sollte das Konzept im Auge behalten, falls Schalke 04 mal wegen Überschuldung in die Kreisklasse zurück muss.

Fußballfilme aus Deutschland gibt es zwar, aber die weichgespülten Sönke Wortmann Streifen mit dem Sommermärchen und dem Wunder von Bern bringen mir absolut nicht den Team Spirit, den Kampfgeist und die Härte rüber, die für solche Erfolge nötig war. Alles schwebt auf irgendeiner Wolke und alle sind glücklich. Detlev Bucks YouTube Zusammenschnitt 23 Tage war da 2008 schon etwas näher dran. Komödien, wie FC Venus oder Die wilden (Fußball?)Kerle kann man auch getrost im Regal stehen lassen, wenn man schon Ü14 spielt.

Schauen wir uns mal die internationalen Film Produktionen an, denn dort gibt es schon ein paar Perlen bzw. Erfolge. Man muss aber auch sagen, dass seit 1998 die Zahl der Fußballfilme weltweit stark angestiegen ist. Dabei wurde auch um so mehr Trash produziert. Einige Filme sind trotzdem sehenswert:

Bando und der goldene Fußball, stammt noch aus der Zeit vor 1998. Der Film erzählt die Geschichte eines afrikanischen jungen, der durch ein Scouting Programm durchläuft. Kick it, like Beckham hat viel für das Thema Frauenfußball getan. Immer wieder samstags, portraitiert die schwierige Entscheidung eines englischen Spielers, für den Fußball beruflich und privat alles auf eine Karte zu setzen. Hooligans und Fever Pitch, spinnen Geschichten um das Fan-Dasein mit sehr unterschiedlichen Gesichtspunkten. Goal!, behandelt die vielen Auf und Abs, die ein Spieler schon vor einer Profi-Karriere meistern muss. Rudo y Cursi, betrachtet aus Sicht zweier begabter Brüder, wie unterschiedlich man mit dem Erfolg und den Medien umgehen kann.

Immerhin, die internationale Werbeindustrie versteht es seit einiger Zeit, dem Fußball passende Geschichten in Miniform mit dem Tick Hochglanz zu geben. Der neue Nike Werbespot setzt für mich neue Maßstäbe und wird über die WM bestimmt zu einem der meistgesuchten YouTube Videos. Als Fußballfan würde man auf jede der einzelnen gezeigten Kurzgeschichten abfahren, wenn sie durchgängig so produziert wären.

Also bitte, das Runde muss einfach nur schön ins Eckige! Ich wünsche viel Spaß bei der besten Serie aller Zeiten, die am 11. Juni 2010 in die nächste Staffel geht.

StaffelEins HeroesErstmals knickt die Heroes Spannungskurve etwas ein. Es geschieht ungefähr 3 bis 4 Folgen vor dem Ende der Box 3.2.  Zwar wird die Figur des Hauptbösewichts immer besser ausgerollt, doch am Ende muss man das Verhalten von zu vielen anderen altbekannten Gesichtern hinterfragen. Das Ende der ansonsten wieder mitreißenden Staffel gefiel uns nicht besonders. Zu häufig waren die Beteiligten bereit große Opfer zu bringen, stattdessen lassen sie jetzt im Finale die große Chance ungenutzt und stolpern sich auf eine mehr als fragwürdige Alternative ein, deren Scheitern derart vorhersehbar ist, dass man die Hand erstmals richtig mit Wucht vor die Stirn schlägt.

Trotzdem wird man als Fan der Serie nicht enttäuscht. Das Verlangen nach der nächsten Staffel, die in den USA bereits gelaufen ist und zumindest in englischer Version ab dem 13. September 2010 als DVD Box erscheinen soll, ist nach wie vor sehr hoch. Die Planung der 5. Staffel scheint inzwischen aufgenommen worden zu sein, nachdem die Quotenrückgänge in den vergangenen Staffeln Spekulationen eröffneten, ob Heroes überhaupt fortgesetzt wird. Selbst aus dem Fanlager scheinen viele davon auszugehen, dass Heroes nach der 5. Staffel (bzw. Volume 6) nicht mehr fortgesetzt wird.

Screen HeroesWechselnde Kräfte, Zeitverschiebungen und Streitigkeiten haben sich inzwischen doch einige Male wiederholt und lassen jeden weiteren Richtungswechsel etwas alberner erscheinen. Wie gesagt, einzig zum gefährlichsten Charakter der Heroes Serie passte diese andauernde Unentschiedenheit ohne festes Ziel perfekt. Bei den anderen wäre etwas mehr Kontinuität in ihrer Gesinnung mehr von Vorteil gewesen, statt in jeder Folge eine “Ich hasse Dich, nein doch nicht.” oder “Dir kann man nicht mehr trauen, na gut einmal noch.” Geschichte einzupflegen, hätte ich mir persönlich mehr Sturheit gewünscht. Darüber kann ich aber hinweg sehen und die vielen großartigen Szenen entschädigen mich als Zuschauer vollkommen. Es lohnt sich dran zu bleiben. Schade, dass es bis Ende des Jahres dauert, aber ich habe endlich wieder Zeit für anderes Serienfutter.

Und nukefor? Der ist gerade mal wieder an etwas Außerirdischem dran. Was könnte das wohl sein?

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